3.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Ab heute online: Die 279 ausgewählten Arbeiten zur Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung „Alles Banane?“

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Erneut macht die Pandemie der Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung einen Strich durch die Rechnung. Die Museen und andere Einrichtungen der Kunst, Kultur und Bildung sind geschlossen oder nur für Kinder und Jugendliche geöffnet. Die feierliche Eröffnung, die im Museum der bildenden Künste stattfinden sollte, musste schweren Herzens abgesagt werden. Dennoch lässt sich der Veranstalterkreis, im Auftrag des Kulturamts der Stadt Leipzig, nicht beirren.

    Der Jahresbeginn gehört dem Nachwuchs: Seit 27 Jahren wird im Januar und Februar an mehreren Orten in der Stadt die Kinder- und Jugendkunstausstellung präsentiert – jedes Jahr zu einem neuen Thema. Fast 500 Einreichungen von Kindern und Jugendlichen aus Leipzig erreichten die Veranstalter. 279 Werke wählte eine Jury aus Kindern und Erwachsenen für die stadtweite Ausstellung aus. Neun erhalten eine besondere Würdigung mit Laudatio.

    Pandemiebedingt sind die Exponate ab dem heutigen 8. Januar in einer Online-Galerie auf www.kijuku-leipzig.de zu sehen, auf den Internetseiten der beteiligten Einrichtungen aus Kunst und Kultur. Einzelne Ausstellungsorte wie das Haus des Buches oder das Offene Atelier im Allee-Center, Grünau sind auch weiterhin öffentlich zugänglich. Eine Gemeinschaftsaktion des Haus Steinstraße e. V. und des Kulturamts der Stadt Leipzig mit zahlreichen Partnern.

    Alles Banane?

    Die Einreichungen der Kinder und Jugendlichen zeigen eine enorme Vielfalt an
    Interpretationen des diesjährigen Sonderthemas. Von konkreten Darstellungen wie gehäkeltem Obst und phantasievollen Verbindungen wie bunten Bananentieren bis hin zu ernsten und tiefgründigeren Deutungen, die z. B. den Bananenschmuggel in der DDR aufgreifen oder Bananen als Sinnbild für Ausbeutung auf der Welt zeigen.

    Titel wie „Bananenbondmobil“ oder „Banana City“ zeugen davon. Die Ausstellung im Haus Steinstraße wird sogar ausschließlich mit Bananen-Motiven bestückt, „sodass man mehr oder weniger von Konzeptkunst sprechen kann“, bemerkt Oliver Meisel vom soziokulturellen Zentrum.

    Yuliya Prykhodko (19 Jahre) "Illusion" / Montessori-Schule. Foto: KiJuKu
    Yuliya Prykhodko (19 Jahre) „Illusion“ / Montessori-Schule. Foto: KiJuKu

    Auffällig auch, dass Corona weniger thematisiert wurde als letztes Jahr. „Möglicherweise haben die Kinder und Jugendlichen“, vermutet er, „keine
    Lust mehr sich mit COVID-19 zu beschäftigen, so wie alle anderen auch.“

    Allerdings offenbaren einige Werke sowie die Begleittexte der jungen Künstler/-innen durchaus Momente von Einsamkeit, Überforderung und Frust angesichts der weiterhin unsicheren Lage.

    So steht es wie immer den Betrachter/-innen frei, ihre ganz eigene Sichtweise einzunehmen und sich von der Kunst von Kindern und Jugendlichen anregen zu lassen. Es lohnt sich allemal.

    „Kunst liegt im Auge des Betrachters“ (Greta, 13 Jahre)

    Auch die Vielfalt an bildkünstlerischen Techniken und der Gestaltung von Fotos, Videos und Objekten beeindruckt. Erstmals ist auch ein Instagram-Post unter den Einreichungen vertreten. Vielen Arbeiten sieht man an, dass die jungen Künstler/-innen viel Zeit und Mühen aufwendeten. Sodass es gar nicht leicht war, aus den rund 500 Kunstwerken die besten 279 für die Ausstellung auszuwählen, wie auch Greta von der Montessori-Schule, als Teil der Kinderjury, bestätigte.

    Daher ist es Hannah (12 Jahre), wichtig, allen, deren Werke nicht ausgewählt wurden, ermutigende Worte mitzugeben: „Ihr denkt, dass ihr nicht malen könnt. Aber jede und jeder kann Kunst!“

    Erstmals mit Ausstellungsort in Grünau

    Nachdem letzten Sommer Mitmach-Werkstätten für Kinder und Jugendliche in Grünau die Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung erstmals begleitet hatten, konnte mit dem Offenen Atelier ein neuer Kooperationspartner gewonnen werden.

    Im 1. Stock im Allee-Center sind 16 Kunstwerke ausgestellt, für alle sichtbar an den Schaufenstern. Auch die meisten anderen Ausstellungsorte sind, zumindest aktuell, noch für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren zugänglich, z. B. im Rahmen von Schulklassenbesuchen oder als Kursteilnehmende.

    Alle Bilder sind jederzeit auf www.kijuku-leipzig.de zu sehen.

    ALLES BANANE? 27. Kinder- und Jugendkunstausstellung Leipzig 2021/22

    Die neun Ausstellungsorte in ganz Leipzig:

    – Bischöfliches Maria-Montessori-Schulzentrum Leipzig
    – Galerie für Zeitgenössische Kunst
    – Halle 14 – Zentrum für Zeitgenössische Kunst
    – Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig
    – Haus Steinstraße e.V.
    – Kinder- und Jugendkulturzentrum O.S.K.A.R
    – Landesamt für Schule und Bildung
    – Museum der bildenden Künste
    – Offenes Atelier Grünau (Heizhaus)

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige