Sven Rogowskis Komparsentagebuch: Rainald Grebe und die „WildeWeiteWeltSchau“ (17)

Sven Rogowski war in Hamburg. Zusammen mit Rainald Grebe natürlich. Im Thalia-Theater bot die Truppe die "WildeWeiteWeltSchau", die in Leipzig schon große Erfolge feierte. Natürlich macht der schreibende Maori-Komparse, Familienvater und Leipziger auch im Centraltheater wieder Halt. Aber erst einmal war Hamburg fällig. Die 17. Seite seines Komparsen-Tagebuchs wird beschrieben.

Ich bin wieder zurück! Die Klassenfahrt des Leipziger Centraltheaters nach Hamburg ist beendet. Aber fangen wir vorn an. 31. Januar. Am Dienstag war Vorstellung, also auch Anreise, aber wer buchte bitte den Zug um 7.51 Uhr? Tobi, unser Regie-Assistent, unterrichtete uns einen Tag vorher noch einmal per SMS, dass wir bitte gegen 7.30 Uhr am Bahnsteig sein sollen. Ich war pünktlich, wie auch noch zwei der insgesamt 24 Mitreisenden. Langsam trudelten alle ein. Davina und Benno waren allerdings so spät, dass sie wahrscheinlich aufspringen mussten. Aber ich glaubte, das ging gar nicht mehr. Ach, gute alte Zeit!

Die Zugfahrt oder wie der Schaffner sagte, „Se dschörnie!“, verlief angenehm. Aber klar war, dass alle noch müde waren. Alkoholika? Noch verpönt. Denn wir waren ja schließlich zum Arbeiten unterwegs. In Hamburg angekommen, erfüllte allein der Hauptbahnhof all meine Klischees! Ich kam mir vor wie in der Lindenstraße. Die Penner saßen auf den wahrscheinlich markierten Plätzchen. Der laut vor sich hin murmelnde Alkoholiker erfüllte seinen „Dienst“ und auch bei „Edeka“ gab es die Prügelei um die letzte gekühlte Flasche „Flens“!Wir ließen uns von der Filmkulisse nicht beeindrucken. Wir sollten bessere sehen. Wir machten uns auf den Weg ins Hotel „Maritim“. Großer Name, aber so wie es aussieht auch mit großer Vergangenheit. Was soll’s, ich hatte zumindest mein eigenes Zimmer. Im Gegensatz zu Frank und Gert, die ihre Köfferchen erst einmal bei mir parkten. Sehr nett waren die großen Umschläge, die das Thalia-Theater für uns deponierte. Für jeden gab es ein persönliches Schreiben des Intendanten Joachim Lux und diverse Devotionalien. Sehr schön, danke! Das macht nicht jeder!

Für 14.00 Uhr war die Probe angesetzt. So hatten wir noch ein bisschen Zeit, uns Hamburg anzusehen. Speicherstadt, Hafen und die unglaubliche Elbphilarmonie standen auf unserem Plan. Es war schön, aber vor allem eins – kalt! Danach ging’s es per S-Bahn, die hier komischerweise Hochbahn heißt, wieder zum Hauptbahnhof. Zwischendurch rief uns Mostafa an, um uns mitzuteilen, dass das Thalia-Theater, in dem wir auftreten sollen, eine Kantine hätte. Also rein und Essen fassen! Dort sahen wir auch zum ersten Mal unsere Kollegen Schauspieler. Alles entspannt und nett. Noch!

Denn wir hatten Probleme, uns im Theater zurechtzufinden. Dort ist alles etwas schmaler als bei uns in Leipzig und noch viel verwinkelter. Die Maske befindet dort sich in der dritten Etage! Aber wir deichselten das schon. Die Probe begann wegen kleinen Verzögerungen doch fast pünktlich. Zu diesem Zeitpunkt sahen wir das Thalia-Theater erstmals aus unserer Perspektive. Was soll man sagen: Es sah toll aus, aber es irgendwo hakte es. Wir konnten als Maori nicht von der Bühne hüpfen wie sonst und unser Puppenspiel wurde auch etwas umgeschrieben. Der große Schock erfolgte erst bei der Maori-Probe.Als wir zu unserem Einsatz auf die Bühne kamen, nahmen wir gar nicht wahr, dass Martin und auch Rainald versuchten, uns irgendetwas zu sagen. ‚Lass sie nur labern‘, dachten wir. Aber als sie noch lauter „Passt auf den Graben auf!“ riefen, wurden wir gewahr, dass vor uns ein Loch von gefühlten einhundert Metern klaffte! Und unser Mosti hatte nichts besseres zu tun, als rückwärts auf diesen Schlund zuzulaufen. Keine Angst! Er lebt und ist nicht gefallen.

Die Probe ließ bei uns nach langer Zeit mal wieder Lampenfieber aufflackern, weil die Thalia-Bühne viel schmaler und auch sehr viel Einsicht durch das Publikum möglich ist. Wir durchliefen endlos erscheinende Keller und stellten neue Geschwindigkeitsrekorde im Umziehen auf, um rechtzeitig auf der Bühne sein zu können. Der Rest war wie immer Impro. Nach der Probe musste ich wieder ins Hotel. Nicht weil es so schön dort war, sondern weil ich ein Schönheitsschläfchen brauchte. Denn um 18.15 Uhr ging es schon wieder ins Theater. Und damit verbunden stellte sich bei mir wieder die Frage „Wo war die Maske?“. Es dauerte zehn Minuten, ehe mich unser Tobi hinführen konnte. Aber so richtig wusste er auch nicht, wo lang es ging. Trotzdem verlief alles gut.

Zwar waren wir schnell geschminkt. Aber die Angst vor dem Graben blieb. Dann unser Auftritt. Ausverkauftes Haus. 1.000 Zuschauer. Mehr brauchten wir als Motivation nicht. Der Graben entpuppte sich als Gräbchen. Wir machten uns heiß, soweit es ging. „Haka“ im Flur. Das ist der Maori-Tanz, den wir immer aufführen. Der Kriegstanz mit den schrecklichen Mimen und mit herausgestreckter Zunge. Unsere Anspannung war spürbar. Wir sahen zu wie Rainald vor sich hin erzählend seine Runden lief. Auch waren nervös, aber das machten wir durch unsere Übungen wett. Schubsen ist cool!

Die Spiele mochten beginnen. Der „Haka“ war trotz oder wegen des Grabens der beste, den wir jemals auf die Bretter zauberten. Wir schrieen das Publikum an die Wand. Es war zum Teil wirklich schockiert. Alles das, was danach folgte, war wie ein Traum mit den bereits beschriebenen Schwierigkeiten. Denn Keller können lang sein. Dann folgte unser Schlussbild. Ich sah dabei erstmals, welch tolles Theater wir gerade bespielten. Der Raum entfaltete seine ganze Pracht. Alles fühlte sehr nah an der Bühne an. Die Sicht von allen Plätzen war hervorragend. Das Beste an unserem Auftritt war dann allerdings das Publikum, das unglaublich offen, ehrlich und herzlich wirkte. Dieses Gefühl kennen wir aus Leipzig mitunter leider nicht. Danke!

Nach der Vorstellung gab es einen lecker Sektempfang mit dem Intendanten. Große Überraschung hier: das Thalia-Theater besitzt eine eigene Sektmarke! Geil! Sebastian Hartmann übernehmen Sie! Da wird sich doch mit „Rotkäppchen“ was machen lassen, oder? Nach dem Empfang zogen wir uns schnell um, da sämtliche Sachen noch verpackt werden mussten. Im Anschluss an die Vorstellung fand es eines der berüchtigten Publikumsgespräche statt. Rainald blieb souverän. Wir durften auf der Treppe sitzen und gut aussehen. Fein!

Später wurde für uns eine Afershow-Party ausgerichtet. Wir stiegen in die vierte Etage und befanden uns in einer Disco. Wieder „Wow!“. Centraltheater nachmachen, bitte, bitte! Vorher erhielten wir neben unserer Reisekostenpauschale noch Verzehrbons. Ein Essen und zwei Getränke wiesen diese Gutscheine aus. Drei Getränke wären mir lieber gewesen. Ach, hätte doch auch Leipzig soviel Geld für die Kultur übrig! Währenddessen ich solchen Träumen nachhing, schleppte sich die Party etwas. Bis plötzlich die DJs Emma Rönnebeck und Anita Vulesica auftauchten. Jetzt kochte es! Manuel begann und wir machen nach! Talk will to be dance!

Danke an alle Mittänzerinnen – also an Katja, Sophie, Sara, Davina, Thomas, meine verschnupfte Gert and so on. Ich habe seit unserer Premiere nicht mehr so lange getanzt. Wir feierten bis gegen fünf, saßen aber nach mehreren Weckanrufen alle pünktlich am Frühstückstisch. Über die Feier und die um einige Jahre gealterten Gesichter der Morgenrunde decken wir am besten gleich mehrere Mäntel des Schweigens.

Wieder zurück nach L.E. Manuel und Rainald fuhren auch mit . Zu unserem Trost sahen sie nicht besser aus als wir. Unser Zug hatte wieder mal Verspätung, da laut Originalton „die für die Überspielung der Daten nötige Diskette nicht auffindbar“ war. Diskette! Das sagt alles. Die Fahrt selbst an sich war trotzdem lustig. Nicht zuletzt wegen des mitgebrachten Sektes. In Leipzig zerstreute wir uns schnell in alle Himmelsrichtungen. So schnell, dass man sich nicht bei allen bedanken konnte. Also an dieser Stelle: Danke an alle. Es war eine Night to remember! Bis zum 15. Februar, wenn es wieder im Centraltheater heißt: „WildeWeiteWeltSchau“ die Achtzehnte.

Zum Centraltheater Leipzig
www.centraltheater-leipzig.de

Thalia Theater in Hamburg
www.thalia-theater.de


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