Am 31. Oktober kann man mit der Künstlerin Diana Wesser und Zeitzeug/-innen in das Leipzig der 1960er Jahre aufbrechen und bei einem Rundgang mit Funkkopfhörern mehr über das größte Leipziger Protestereignis zwischen dem 17. Juni 1953 und der Friedlichen Revolution 1989 erfahren – die Leipziger Beatdemonstration von 1965. Die Zeitzeugen Thomas Loest, Gerhard Pötzsch und Sabine Onnasch teilen unterwegs ihre persönlichen Erinnerungen an die Ereignisse vor 61 Jahren.

Am 31. Oktober 1965 hatten sich hunderte Jugendliche auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig versammelt, um gegen den Kahlschlag der Beatszene zu protestieren. „The Butlers“ und andere beliebte Leipziger Bands durften nicht mehr spielen, galten der SED als zu „westlich-dekadent“. Die Staatsmacht löste die Beatdemo schließlich brutal auf und nahm 267 Fans vorläufig fest.

Gegen 162 Jugendliche wurden Strafmaßnahmen verhängt, ein großer Teil von ihnen wurde direkt im Anschluss für zwei bis drei Wochen in ein Arbeitserziehungslager im Braunkohletagebau bei Leipzig eingewiesen.

"Freiheit für alle Beatfans!" am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: ABL, Thilo Neubacher
„Freiheit für alle Beatfans!“ am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: ABL, Thilo Neubacher

Der Audiowalk „Freiheit für alle Beatfans“ von Diana Wesser entstand im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig. Und dort freut man sich sehr, dass der Rundgang als adaptierter Hörspaziergang durch die Leipziger Innenstadt nun wieder von der Künstlerin im Beisein von Zeitzeug/-innen angeboten werden kann.

Hörspaziergang „Freiheit für alle Beatfans!“ zur Leipziger Beatdemo mit der Künstlerin Diana Wesser und Zeitzeug/-innen der Beatdemo, 31. Oktober, 14:00 Uhr, Wilhelm-Leuschner-Platz

Bitte melden Sie sich an unter: bildung@archiv-buergerbewegung.de oder Tel. (0341) 30 65 175.

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

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