Artikel zum Schlagwort DDR

Hoffnungen auf liberalen Sozialismus aus der Sicht des Musikers Hansi

Wende-Gespräche (2): Jazz in der Dada-R

© Olav Amende

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 70, seit 23. August im HandelHansi, geboren 1953, ist Barkeeper in Leipzig und Musiker in verschiedenen Bands aus der DDR und BRD. Er studierte Technologie des Nachrichtenwesens in Dresden und parallel dazu Violine am Konservatorium in Cottbus. Von 1976 bis zum Ende der DDR war er Berufsmusiker und gehörte unter anderem zum Ensemble des Nationalen Jazzorchesters. Er erzählt mir, dass er erst gestern Abend in einer Bar darauf angesprochen wurde, was er denn vor 30 Jahren gemacht habe. Weiterlesen

Die sechziger Jahre in der DDR waren von Stabilisierung, bescheidenem Wohlstand und vorsichtigen Hoffnungen geprägt.

Die DDR (2): „Walterchens“ Wirtschaftswunder, ein wenig Wohlstand, Wahnsinnsvisionen

© Bundesachiv (Gemeinfrei)

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 70, seit 23. August im HandelIn den frühen Morgenstunden des 13. August 1961 wird die Westberliner Polizei in Alarmzustand versetzt. Passanten und Anwohner hatten in der Nacht beobachtet, wie Kampfgruppen im Ostteil den Zugang zu den Westsektoren unter dem Schutz schwer bewaffneter Soldaten mit Barrikaden abriegelten. Neugierige werden mit Gewehr auf Abstand gehalten. Weiterlesen

Es ist unverschämt und blödsinnig, die Demokratie der Bundesrepublik mit der DDR zu vergleichen

Foto: Michael Freitag

Frank Richter, Kandidat der SPD Sachsen für die Landtagswahl, zur Vereinnahmung der Bürgerrechtsbewegung in der DDR durch die AfD: „Es ist unverschämt und blödsinnig, die Demokratie der Bundesrepublik bei all ihren Mängeln und Fehlern mit der DDR zu vergleichen. Das ist eine Beleidigung für alle, die damals in der DDR im Gefängnis saßen und an der Mauer starben.“ Weiterlesen

Der Fund in der Truhe

Die zweite Frau: Günter Kunerts ironisches Porträt einer zur Infantilität verdammten Gesellschaft

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNormalerweise schreiben Schriftsteller nicht so viele Romane, dass sie beim Kramen im Archiv ganz zufällig in einer Truhe über einen Roman stolpern, den sie vor 45 Jahren geschrieben haben, aber damals lieber nicht an einen Verlag gegeben haben und dann fast vergessen. Aber bei einem wie Günter Kunert kann das schon einmal passieren. Kaum ein deutscher Schriftsteller hat eine so lange Titelliste – gedruckt in Ost und West. Und „Die zweite Frau“ gibt’s seit März ebenfalls als Buch. Weiterlesen

Ein Gespräch mit Silvia über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Wende

Wende-Gespräche (1): „Wenn du früher kein Geld hattest, dann hast du auch jetzt keins.“

Foto: Silvia

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelAm 9. November jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Allerorten wird es Feierlichkeiten und zeremonielle Erinnerungen an jenen Tag geben, der die deutsche Wiedervereinigung eingeleitet hat. Neben einer neuen Serie zur Geschichte der DDR haben wir parallel Menschen dazu eingeladen, mit uns über ihre persönlichen Wende-Erfahrungen zu sprechen. Den Anfang macht Silvia. Sie ist 59 Jahre alt. Zur Wende lebte sie in einer sächsischen Kleinstadt. Weiterlesen

Die frühen Jahre der DDR 1949-1961 zwischen Utopie und Terror

Die DDR (1): Walter Ulbricht und der große Plan

© Lucas Böhme

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 69, seit 19. Juli im HandelEr scheint noch einmal davongekommen zu sein. Dabei schien sein politisches Schicksal besiegelt. Doch Anfang Juli 1953, keine drei Wochen, nachdem sowjetische Panzer die Diktatur gegen den Aufstand am 17. Juni retteten, wittert SED-Generalsekretär Walter Ulbricht Morgenluft. Sowjetdiktator Stalin war gestorben, die neuen Machthaber in Moskau lassen den ersten Mann in ihrem ostdeutschen Teilstaat nicht fallen – trotz aller Vorwürfe, er sei für die desaströse Situation verantwortlich. Weiterlesen

Antrag „Aufarbeitung Zwangsadoption in der SBZ/DDR 1945 – 1989“

Bundestag berät heute über Verbesserung für Betroffene – den sogenannten „in der DDR gestohlenen Kinder“

Foto: Michael Freitag

Der Bundestag berät heute in erster Lesung über ein Maßnahmenpaket, welches die Situation der Menschen verbessern soll, deren Kinder demnach in der DDR gestohlen worden sind. (Antrag Aufarbeitung Zwangsadoption in der SBZ/DDR 1945 – 1989/ Drucksache 19/11091) Weiterlesen

Neue Ausstellung im Leipziger Stasi-Unterlagen-Archiv : „30 Jahre nach der Friedlichen Revolution und dem Mauerfall“

Foto: Ralf Julke

Seit 1970 bis in die Gegenwart hinein malt die Künstlerin Diana Achtzig immer wieder Motive, die persönliche Schicksale und gesellschaftliche Prozesse aufgreifen. Dazu gehören szenische Bilder über die Flucht von DDR-Bürgern in den Westen, die Diktatur der DDR, die Stasi, die friedliche Revolution, den Mauerfall und die Einheit Deutschlands im Oktober 1990. „Ich interessiere mich für Brüche in Biografien von Menschen, die in diesem diktatorisch und ideologisch geprägten DDR-Staat lebten.“, so die DDR-Künstlerin. Weiterlesen

Veranstaltung am 10. Juni 2019 in der "Runden Ecke"

Vortrag, Live-Musik und Gespräch zum Straßenmusikfestival für die Freiheit der Kunst vor 30 Jahren

Foto: Ralf Julke

Am 10. Juni 1989 trafen in Leipzig Musiker aus der ganzen DDR zu einem von der SED verbotenen Straßenmusikfestival unter dem Motto „Für die Freiheit der Kunst“ zusammen. Wie zu erwarten, wurde das Festival von den staatlichen Stellen verboten. Die Volkspolizei nahm 84 Personen fest, davon kamen 53 nicht aus dem Bezirk Leipzig, was die SED zusätzlich beunruhigte. Weiterlesen

DDR-Zwangsadoptionen aufklären – Familien endlich wieder zusammenführen

Foto: Sächsisches Staatsministerium der Justiz

Sachsen hat heute einen Gesetzentwurf im Bundesrat vorgestellt, durch den ein Auskunfts- und Akteneinsichtsrecht in Adoptions- und Jugendamtsakten für zwangsadoptierte Kinder und leibliche Eltern geschaffen werden soll. Damit soll es zu DDR-Zeiten zwangsadoptieren Kindern ermöglicht werden, ihre leiblichen Eltern zu finden. Das Auskunfts- und Akteneinsichtsrecht soll in Fällen einer Adoption bestehen, die damals ohne bzw. ohne wirksame Einwilligung des Kindes oder eines leiblichen Elternteils begründet worden ist. Weiterlesen

Filme mit Peter Wensierski, Führungen mit Zeitzeugen und Rundgänge

Museumstag am 19. Mai 2019: „Museen – Zukunft lebendiger Tradition“

Foto: Ralf Julke

„Museen – Zukunft lebendiger Tradition“ lautet das Motto des nunmehr 42. Internationalen Museumstages. Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ beteiligt sich am Sonntag, den 19. Mai 2019, ebenfalls daran und bietet mit ihrem Geländerundgang „Stasi intern“ ungewöhnliche Wege durch die ehemalige Leipziger Stasi-Zentrale, einen Stadtrundgang auf den Spuren der Friedlichen Revolution in Leipzig sowie eine kombinierte Zeitzeugenführung durch beide Ausstellungen der Gedenkstätte. Weiterlesen

Drei Orte der SED-Diktatur zur Museumsnacht am 11. Mai 2019 geöffnet

Foto: L-IZ.de

Anlässlich des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution öffnet die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ auch zur kommenden Museumsnacht am Samstag, den 11. Mai 2019, drei authentisch erhaltene Orte der SED-Diktatur. Besucher erhalten Einblicke in die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit zu Friedens- und zu möglichen Kriegszeiten, zu den Repressionsmaßnahmen gegen die eigene Bevölkerung, aber auch zur Überwindung der Diktatur durch den friedlichen Protest der Bürger im Herbst 1989. Weiterlesen

Veranstaltung der Gesprächsreihe "Heute vor 30 Jahren"

Die von der SED gefälschte Kommunalwahl am 7. Mai 1989

Foto: Bürgerkomitee Leipzig

An jenem Montag vor 30 Jahren, am 7. Mai 1989, fand in der damaligen DDR die Kommunalwahl statt. Zur Absicherung dieser „Schein-Wahl“ hatte die Stasi die Aktion „Symbol“ vorbereitet, doch Oppositionsgruppen hatten, so auch in Leipzig, eine Kontrolle der öffentlichen Stimmenauszählung organisiert. Dadurch konnte der regelmäßige Wahlbetrug der SED erstmals nachgewiesen werden. Weiterlesen

Ostern in der Volkshochschule: Finden Sie die „Buddenbrocks der DDR“

Foto: Ralf Julke

In diesem Jahr können Sie am Osterdienstag ein ganz besonderes "Osterei" finden: Als die Buddenbrocks der DDR wurden die Braschs, eine perfekte Funktionärsfamilie, bezeichnet. Sie lebten den deutschen Traum vom Sozialismus: Horst Brasch, ein leidenschaftlicher Antifaschist und jüdischer Katholik, baut die DDR mit auf, obwohl seine Frau Gerda darin nie heimisch wird.Weiterlesen

Künstlergespräch am 21. Februar: Zwischen Liebe und Zorn. Rock, Pop und Schlager in der DDR

Foto: Ralf Julke

Mit der Zeitreise durch die Unterhaltungsmusik der 1960er und 1970er Jahre in der DDR werden die Künstlergespräche am Donnerstag, dem 21.2., 18 Uhr, in der Ausstellung POP fortgesetzt. An diesem Abend zu Gast sind Hans-Jürgen Beyer, Schlagermusiker und ehemaliger Sänger von „Renft“, und Thomas „Monster“ Schoppe, bekannt als Sänger und Gitarrist der „Klaus Renft Combo“. Moderiert werden die Gespräche von dem exzellenten Kenner der Musikszene Prof. Dr. Bernd Lindner. Weiterlesen

Buchvorstellung am 24. Januar im Conne Island

„Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ oder die Frage: Was passiert eigentlich, wenn man Geschichte einfach für erledigt erklärt?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Buch „Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR“ haben wir schon im Dezember besprochen. Jetzt kommen die Herausgeber auch nach Leipzig, um diesen durchaus brisanten Tagungsband im Conne Island vorzustellen und auch zur Diskussion zu stellen. Denn der Befund ist ziemlich eindeutig: Auch die DDR hat sich nie wirklich der Aufarbeitung jener zwölf Jahre gewidmet, die nicht nur die Teilung Deutschlands zur Folge hatten, sondern auch Berge unbewältigter Vorurteile. Weiterlesen