Artikel zum Schlagwort DDR

Musik des Zerfalls

Wendegespräche (6): Ein Gespräch mit Ralf Donis über Wave und Punk in der DDR und über das erste Konzert von The Cure in Leipzig

© privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 82, seit 28. August im HandelAm 4. August 1990, mitten in der Umbruchszeit zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung, spielte die britische Band The Cure das erste Mal in Leipzig. Für hiesige Cure-Fans ist dieser Auftritt immer noch legendär. Einer, der damals dabei war, ist Ralf Donis. Er ist Musikjournalist, DJ und Sänger der Bands Love Is Colder Than Death und Think About Mutation. Im „Wendegespräch“ mit der LEIPZIGER ZEITUNG erzählt Donis von seinen Erinnerungen an das Konzert und davon, wie er den Mauerfall erlebt hat. Weiterlesen

Vor dreißig Jahren wird die deutsche Wiedervereinigung außenpolitisch besiegelt.

Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (6): Der steinige Pfad zum Zwei-plus-Vier-Vertrag

© Bundesarchiv / Peter Grimm

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 82, seit 28. August im HandelEs ist ein Routine-Termin. Sensationen erwartet bei der Pressekonferenz am Abend des 10. Februar 1990 in Moskau niemand. Doch dann verkündet der deutsche Kanzler Helmut Kohl (CDU) den Hammer: „Generalsekretär Gorbatschow und ich stimmen darin überein, dass es das alleinige Recht des deutschen Volkes ist, die Entscheidung zu treffen, ob es in einem Staat zusammenleben will.“ Weiterlesen

Wendegespräche (5): Leben in der Parallelwelt – Diana Wesser über ihre zweite Heimat in der DDR

Foto: Diana Wesser

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelDie Künstlerin Diana Wesser lebt seit 1994 in Leipzig. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Forschung ist die Einbindung von Nachbarschaften, Expert/-innen und Zeitzeug/-innen in den Kunstprozess. In ihren Begegnungsformaten lädt sie Menschen dazu ein, vielfältige Perspektiven innerhalb einer Stadt zu erfahren. Ich habe mich nun mit ihr über ihr eigenes Leben in zwei Realitäten unterhalten. Weiterlesen

Alte und neue Nazis – auch in der DDR ein Problem

Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (5): Der offizielle Antifaschismus in der DDR

© Bundesarchiv

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im Handel„Wir bitten das Volk in Israel um Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeit der offiziellen DDR-Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Lande.“ Ernüchternde Worte, mit denen sich Sabine Bergmann-Pohl, Präsidentin der ersten und letzten frei gewählten DDR-Volkskammer, im April 1990 an die Öffentlichkeit wendet – und das Selbstverständnis der DDR als antifaschistisches Vorbild zerlegt. Weiterlesen

„Kommt die D-Mark nicht, gehen wir zu ihr!“– Ein schwieriger Spagat zwischen Wunschdenken und Sachzwang

Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (4): Die Währungsunion am 1. Juli 1990

© Bundesarchiv, Bild 183-1990-0706-400 Kasper, Jan Peter CC-BY-SA 3.0

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelMilliarden D-Mark im Hinterhof der Sparkasse, smarte Westbanker, denen der Anblick bekittelter Ostkollegen den Schlips hochgehen lässt, ein Jahrmarktsbudenzauber an neuen Bankhäusern, die wie bunte Pilze aus der Alltagstristesse der noch existenten DDR herausschießen – das verrückte Jahr 1990 hat im untergehenden Realsozialismus auf deutschem Boden manch eine Überraschung parat. Weiterlesen

Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (3): Streiks, Sozialprotest und der steinige Weg der aufgeholten Modernisierung

Foto: gemeinfrei

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79In den ersten Jubel nach dem Fall der Mauer mischt sich in der noch existenten DDR bald auch Unbehagen, denn es wird klar, dass es kein Rückfahrticket in die kuschelige Gemeinschaft der „Volkseigenen Betriebe“ (VEB) geben wird, der Orkan des kapitalistischen Umbruchs nicht ohne Verwerfungen vonstatten geht. Die Bereitschaft zum Streik und soziale Proteste werden zum Begleiter im Ostdeutschland des Jahres 1990. Wo kam das Protestpotenzial her? War es unbedeutend oder hatte es doch einen Einfluss auf den Verlauf der ökonomischen Transformation? Weiterlesen

Dessau ist nicht nur Bauhaus-Stadt: Vor 20 Jahren ermordeten Neonazis den Mosambikaner Alberto Adriano

Foto: Luise Mosig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 80, seit Freitag, 26. Juni im HandelZwischen zwei Bäumen im Dessauer Stadtpark flattert ein Plakat mit 182 Namen. Einer von ihnen ist Alberto Adriano, elfte Zeile, vierter von links. Das Plakat trägt die Überschrift „Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt, 1990–2011“. Alberto Adriano wurde vor 20 Jahren, in der Nacht auf den 11. Juni 2000, von drei Neonazis brutal zusammengeschlagen. Drei Tage später verstarb er im Krankenhaus. Der aus Mosambik stammende Fleischermeister war als Vertragsarbeiter in die DDR gekommen, hinterließ eine Ehefrau und drei Kinder. Weiterlesen

Richter: DDR differenziert betrachten

Foto: Michael Freitag

Die SPD-Landtagsfraktion hat sich beim Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für die Arbeit in den vergangenen Jahren ausdrücklich bedankt. „Das gilt besonders für die intensive und wohl auch extensive Informations-, Beratungs- und Unterstützungstätigkeit, die den ungezählten Opfern der kommunistischen Diktatur zu Gute kommt“, so Frank Richter. „Ich weiß, wie dankbar viele sind, in Ihnen und Ihrem Team einen kompetenten und geduldigen Ansprechpartner zu wissen.“ Weiterlesen

Trabis. Panzer. Minenräumer

Ausstellung „1989 Zeitenwende: Zwischen Friedlicher Revolution und Gewalt“ ab sofort online

F.A.Z.-Foto: Mirko Krizanovic

89/90 – dreißig Jahre Friedliche Revolution, dreißig Jahre deutsche Einheit. Dreißig Jahre nach der Währungsunion präsentiert die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) ihre Fotoausstellung „1989 Zeitenwende. Osteuropa zwischen Friedlicher Revolution und Gewalt“ nun auch online. Unter www.slpb.de/zeitenwende zeigt die SLpB Bilder des Fotografen Mirko Krizanovic, inhaltlich eingeordnet mit Texten des Dresdner Historikers Tim Buchen. Weiterlesen

Eine neue Verfassung wurde im Zuge der Wiedervereinigung nie geschrieben – manche halten das für ein Versäumnis

Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (2): Sind wir in guter Verfassung?

Foto: Wikimedia Commons/Konrad-Adenauer-Stiftung

Vorschau auf die LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, ab Freitag, 24. April 2020 im HandelFür alle Leser2019 feierte das Grundgesetz seinen 70. Geburtstag. Seit 3. Oktober 1990 sind ehemals zwei deutsche Staaten unter seinem Schirm wieder vereinigt. Welcher Weg führte dorthin? Hätte es nicht einer komplett neuen Verfassung bedurft, um einstigen Bürgerinnen und Bürgern der DDR einen fairen Start auf Augenhöhe zu signalisieren statt überhebliche Siegermentalität? Wurde eine einmalige Chance versäumt? Weiterlesen

Die Volkskammer-Wahl am 18. März 1990 und die Folgen

Das letzte, verrückte Jahr der DDR und der Weg zur Einheit (1): „Es wird keine DDR mehr geben“

© Bundesarchiv/Bernd Settnik

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 77, seit 27. März im Handel1990 erwachte die Gesellschaft in der DDR zu einem nie gekannten Leben. Nach der Revolution schien auf einmal alles möglich, Aufbruchstimmung paarte sich mit Unsicherheit, der Verfall alter Strukturen der kommoden Diktatur sorgte gleichermaßen für Jubel und Zukunftsangst. Der vertraute Mief des Mauerstaats machte einer kapitalistischen Verwertungslogik Platz. Arbeitslosigkeit wurde zum Thema, Alltagsleben und politische Kultur waren auf den Kopf gestellt. Weiterlesen

Tag der offenen Tür im Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig

Foto: Ralf Julke

Am 7. März findet unter dem Motto „Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet“ der 10. bundesweite Tag der Archive statt. Wir bitten aus diesem Anlass in unser Archiv und ermöglichen allen Interessierten damit einen spannenden Einblick in die Überliefer-ungen der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung Leipzig. Insgesamt befinden sich in den Magazinen 8,6 Regal–Kilometer Akten sowie mehr als 2,8 Millionen Karteikarten. Weiterlesen

Jetzt mit 30 neuen Fotos und Grußwort von Jan Josef Liefers

Ost-Berlin: Höchste Zeit für den Abschied von einem Land voller falscher Geborgenheiten

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDieses Buch wandelt sich von Mal zu Mal. 2017 hat es der Jaron Verlag erstmals wieder in der ursprünglich von Harald Hauswald und Lutz Rathenow gewollten Zusammenstellung veröffentlicht, pünktlich zum 30. Jahrestags des ursprünglichen Erscheinens im Münchner Piper Verlag. Ein richtig ärgerliches Buch für SED und Stasi, die es damals weder verhindern konnten, noch den Fotografen und den Autoren öffentlich abstrafen konnten. Nicht mal wie Wolf Biermann 1976. Weiterlesen

Am 6. Februar: Dokumentarfilme zu Schicksalen politischer Häftlinge in der DDR und deren Kinder

Foto: Bürgerkomitee Leipzig

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zeigt im Rahmen der Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im ehem. Stasi-Kinosaal“ am Donnerstag, den 6. Februar 2020, zwei Dokumentarfilme zu Schicksalen von politischen Häftlingen in der DDR und deren Kindern. Die Filmreihe wird vom Freistaat Sachsen aus dem Programm „Revolution und Demokratie“ gefördert. Der Eintritt ist frei. Weiterlesen

Wenn Leipziger/-innen träumen

Der Traum vom Aufbruch im Osten geht weiter!

Foto: privat

Für alle Leser2019 war ein Jahr, das wir so schnell nicht vergessen werden. Das 30. Jubiläumsjahr von 1989, drei ostdeutsche Landtagswahlen und eine junge Bewegung, die für einen basisdemokratischen Aufbruch im Osten jenseits von Pegida, AfD und Co. streitet. Im September 2018 haben wir mit jungen ost- und westsozialisierten Menschen die Initiative „Aufbruch Ost“ in Leipzig gegründet. Weiterlesen

Vorpremiere: „Schalom, Genossen – Juden in der DDR“

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Die Dokumentation von ZDFinfo/3sat zur Überwachung jüdischer Gemeinden in der DDR wird als Vorpremiere am Montag, den 20. Januar 2020 um 19 Uhr im Ariowitsch-Haus Leipzig gezeigt. Nach dem Holocaust schien es 1945 kaum denkbar, dass es in Deutschland wieder jüdisches Leben geben könnte. Einige Jüdinnen und Juden kehrten dennoch nach Deutschland zurück, um ihre Gemeinden wiederaufzubauen. Die Gemeinden waren allesamt zerstört, und die neugegründete DDR lehnte Entschädigungszahlungen ab. Weiterlesen

Forschungsprojekt des Museums in der Runden Ecke

Digitale Karte macht jetzt die konspirativen Stasi-Objekte im Leipziger Stadtgebiet sichtbar

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm Dienstag, 3. Dezember, stellte die Gedenkstätte in der Runden Ecke ein neues Ausstellungsobjekt vor – diesmal ist es ein digitales im Internet: Im Ergebnis eines 18-monatigen Forschungsprojektes kann die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ am Sitz der früheren Stasi-Bezirksverwaltung Leipzig nun erstmals mit einem digitalen Stadtplan alle geheimen Objekte, die die Staatssicherheit bis zu ihrem Ende im Jahr 1989 noch betrieben hat, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Weiterlesen