Am Freitag startet die Online-Lesereihe „Other Writers Readings“

Für alle LeserAm Freitag, 3. Juli, ist es so weit, dann laden vier Autor/-innen zur digitalen Lesung auf www.other-writers.de ein. Eigentlich sind „Other Writers“ ja die anderen, die scheinbar normalen Schriftsteller, die immer nur einzeln vorkommen und keine Familie und keine Kinder haben. Damit also die Normalgewinner von Stipendien und Arbeitsaufenthalten. Kinder stören da nur, oder? Das sehen die Autorinnen und Autoren, die bei „Other Writers“ mitmachen, aber ganz anders. Das Leben ist der Stoff, aus dem die Literatur entsteht. Und Kinder sollten eigentlich dazugehören.

Deshalb haben Katharina Bendixen, Sibylla Vričić Hausmann und David Blum in Leipzig im Februar den Blog www.other-writers.de gegründet, an dem mittlerweile 20 Autor/-innen mitschreiben. Fast täglich veröffentlichen sie hier Texte, die sich mit dem Leben als Autor/-in mit Kindern beschäftigen, sehr nachdenklich, manchmal schnippisch, oft neugierig und überrascht.

Also Stoff mitten aus dem Leben, der oft auch zu spannenden Büchern wird. Und das unter erschwerten Arbeitsbedingungen, etwas, was viele Eltern wahrscheinlich nach dem Corona-Shutdown und dem Home-Schooling besser nachempfinden können.

Corona hat auch die Tür geöffnet für die vier Online-Lesungen, die es ab Freitag zu sehen gibt.

In Deutschland betreuen derzeit zahlreiche Eltern ihre Kinder zu Hause, die meisten müssen gleichzeitig im Homeoffice weiterhin ihren Beruf ausüben. Darunter sind zahlreiche Solo-Selbstständige, die ohnehin besonders von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen sind. Eine Gruppe möchten die Blog-Macher/-innen in einer digitalen Lesereihe zu Wort kommen lassen: freiberufliche Autor/-innen mit Kindern.

Der Ursprung des Blog-Titels

„And sorry to tell you that we do not accept little kids as it really troubles other writers who need to concentrate“, war die Antwort auf eine Anfrage an ein Künstlerhaus, ob die Möglichkeit bestehe, zu dem bereits zugesagten Aufenthaltsstipendium mit Familie anzureisen. Diese Absage gab im Februar 2020 den Ausschlag, „Other Writers Need to Concentrate“ einzurichten, eine Internetseite über die komplexen Verbindungen zwischen Autor/-innenschaft und Elternschaft. Die Seite möchte den Austausch fördern, Arbeitsbedingungen dokumentieren und ein Bewusstsein für die Bedürfnisse schreibender Eltern schaffen.

In regelmäßigen Blogbeiträgen erzählen rund zwanzig Autor/-innen vom Leben und Schreiben mit Kindern. Neben dem Blog bietet „Other Writers Need to Concentrate“ eine Lektüreliste zum Thema Elternschaft und künstlerischem Prozess und gibt Hinweise zu familienfreundlichen und -feindlichen Aufenthaltsstipendien. Herausgegeben wird „Other Writers Need to Concentrate“ von Katharina Bendixen, Sibylla Vričić Hausmann und David Blum, drei Leipziger Autor/-innen, die genau wie die Autor/-innen des Blogs – und wie unzählige Eltern aus anderen Arbeitszusammenhängen – versuchen, die Zerrissenheit zwischen Familie und Beruf irgendwie auszuhalten.

Other Writers Readings

Marcus Klugmann. Foto: privat

Marcus Klugmann. Foto: privat

Die Lesereihe ist ein neues, zusätzliches Angebot der Website „Other Writers Need to Concentrate“ (www.other-writers.de), die im Februar 2020 ins Leben gerufen wurde und auf der rund zwanzig Autor/-innen aus dem deutschsprachigen Raum vom Leben und Schreiben mit Kindern erzählen.

Bei der Lesereihe „Other Writers Readings“ geben drei Leipziger Autor/-innen des Blogs (Franziska Gerstenberg, Marcus Klugmann, Sebastian Weirauch) sowie als Gast die Leipziger Autorin Kerstin Preiwuß Auskunft über das Leben und Schreiben mit Kindern und gewähren Einblick in ihr derzeitiges Schaffen. Die Lesungen haben eine Länge von etwa dreißig Minuten und werden vom 3. bis 24. Juli jeweils freitagabends auf YouTube und der Website online gestellt.

Wie die Website zeigt auch die Lesereihe, dass Autor/-innen keine einsamen Genies sind. Schreibende Eltern leben in Verantwortlichkeiten, die einen inhaltlichen Einfluss auf ihr Schreiben haben und die im Berufsleben zu Benachteiligung führen können. Bei „Other Writers Readings“ werden Gedichte, Erzählungen und Romanauszüge vorgetragen, die Lesungen ermöglichen auf eine niedrigschwellige Weise die Begegnung mit unterschiedlichen Schreibweisen.

Die Digitale Lesereihe über Autor/-innenschaft und Elternschaft mit Leipziger Autor/-innen auf www.other-writers.de:

03.07.20, 21 Uhr: Franziska Gerstenberg
10.07.20, 21 Uhr: Sebastian Weirauch
17.07.20, 21 Uhr: Marcus Klugmann
24.07.20, 21 Uhr: Kerstin Preiwuß

Die beteiligten Autor/-innen

Kerstin Preiwuß. Foto: privat

Kerstin Preiwuß. Foto: privat

Franziska Gerstenberg, 1979 in Dresden geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, wo sie mit ihrer Familie lebt. Sie schreibt für Zeitschriften und verschiedene Radiosender, unterrichtet literarisches Schreiben und lektoriert. Ihr Werk umfasst Erzählungen und Romane, zuletzt erschienen der Roman Spiel mit ihr (2012) und der Erzählband So lange her, schon gar nicht mehr wahr (2018). Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Literaturpreise, darunter den Hermann-Hesse-Förderpreis (2007), den Sächsischen Literaturpreis (2016) und ein Aufenthaltsstipendium in der Villa Massimo (2020).

Marcus Klugmann, geboren 1981, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, freiberuflicher Lektor und Autor, Veröffentlichungen in Zeitschriften, zuletzt in der Neuen Rundschau und Ostragehege, arbeitet an seinem ersten Roman, in dem er tagebuchartig u.a. von den Widersprüchen des Elterndaseins erzählt. Lebt mit Frau und Kind in Leipzig.

Kerstin Preiwuß, geboren 1980 in Lübz (Mecklenburg), lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. 2006 debütierte sie mit dem Gedichtband Nachricht von neuen Sternen, 2012 erschien ihr zweiter Gedichtband Rede, der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in die Liste der Lyrikempfehlungen des Jahres aufgenommen wurde. 2014 erschien ihr vielbeachtetes Romandebüt Restwärme (2014).

In dem Lyrikband Gespür für Licht (2016) setzt sie sich mit Schwangerschaft und Geburt auseinander. Es folgten der Roman Nach Onkalo (2017), der für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, und der Lyrikband Taupunkt (2020). Zuletzt erhielt sie den Lyrikpreis Meran 2018 und im September 2018 den Eichendorff-Literaturpreis. Kerstin Preiwuß ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Sebastian Weirauch, 1984 in Mönchengladbach geboren, studierte an der RWTH-Aachen, der Stanford-University und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Promotion zu Elfriede Jelineks subversiver Rhetorik (2018, Könighausen & Neumann). Bis Ende 2019 tätig als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig in einem Forschungs- und Digitalisierungsprojekt zum DDR-Literaturinstitut Johannes R. Becher. 2019 war er Finalist beim Literarischen März, im selben Jahr erschien sein Lyrikdebüt Von den Elementen (Poetenladen Verlag). Derzeit Herausgeber der Anthologie Experimentierfeld Schreibschule: Texte aus dem Literaturinstitut Johannes R. Becher 1955–1993 (erscheint 2020 bei Wallstein).

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

 

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