Am Samstag, 7. Dezember, um 16 Uhr feiert die Oper Leipzig mit der Premiere von "Die Walküre" die Fortsetzung des "Ring des Nibelungen" von Richard Wagner. Zum Abschluss des Wagner-Jahres wird nach über 40 Jahren eine Neuinszenierung dieses ersten Abends der Tetralogie auf einer Leipziger Bühne zu sehen sein. Das Leipziger Publikum hat lang genug darauf gewartet - die Premiere ist schon ausverkauft.

Im Mai dieses Jahres gab es mit einer viel gelobten Inszenierung von “Das Rheingold” den Auftakt in der Geburtsstadt Richard Wagners, die mit der ersten szenischen Aufführung des kompletten “Rings” außerhalb von Bayreuth 1878/79 Geschichte geschrieben hat. Nun folgt der zweite Teil der Tetralogie in der Regie der britischen Regisseurin und Choreografin Rosamund Gilmore. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der Wagner-Experte Ulf Schirmer, Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig.

Richard Wagners “Walküre” ist derjenige Teil, der durch seine klare musikalische Dramaturgie sowie durch Höhepunkte wie die “Winterstürme” Siegmunds, die Todesverkündigung Brünnhildes, den Walküren-Ritt oder Wotans Abschied besticht. Darüber hinaus ist die Geschichte rund um die Göttertochter Brünnhilde mit ihren inzestuösen Verwicklungen schlichtweg ein packendes Familiendrama.

Die Regisseurin Rosamund Gilmore hat sich wie im “Rheingold” dem Prinzip des mythischen Realismus verschrieben. Sie erzählt genau an der Geschichte entlang, so dass die Situationen für den Zuschauer immer etwas Allgemeinmenschliches durchscheinen lassen. Dafür steht ihr eine exzellente Sängerbesetzung zur Verfügung.In der Titelpartie der Brünnhilde, die sich dem Willen ihres Vaters widersetzt und zur Strafe auf einem von Feuer umgebenen Felsen in ewigen Schlaf fällt, wird Eva Johansson zu hören sein. Die in Kopenhagen geborene Sopranistin gastierte an den großen Opernhäusern Europas, an der Metropolitan Opera New York sowie bei den Festspielen in Bayreuth, Salzburg und Aix-en-Provence. Bei der Neuinszenierung von “Die Walküre” an der Wiener Staatsoper 2007 debütierte sie als Brünnhilde. Als eben diese war sie auch für die konzertanten Aufführungen von “Die Walküre” und “Siegfried” in der Oper Leipzig zu Gast. In der Partie ihres Göttervaters Wotan wird Markus Marquardt, Ensemblemitglied der Semperoper, der zuletzt in Leipzig als Nabucco zu hören war, wieder mit seinem ebenso stimmlichen wie auch schauspielerischen Talent zu erleben sein. Die Partien der verliebten Geschwister Sieglinde und Siegmund übernehmen Christiane Libor und Guy Mannheim. Beide waren bereits im Frühjahr 2013 in Wagners “Die Feen” zu Gast in Leipzig.

Die Premiere ist bereits ausverkauft. Karten für weitere Vorstellungen am 22. Dezember, 5. und 11. Januar erhält man an der Kasse im Opernhaus, unter Tel. (0341) 12 61 261 (Mo – Sa 10.00 – 19.00), per E-Mail: service@oper-leipzig.de.

www.oper-leipzig.de

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar