Am 8. und 9. Dezember im Westflügel

Mutter Krausens Fahrt ins Glück – mit Musike und die Puppen tanzen

Für alle LeserManche Leipziger fühlen sich längst wieder an die ganz und gar nicht goldenen Zwanziger Jahre erinnert. Golden waren die schon – aber selten für die Malocher und kleinen Leute. Und das thematisierte 1929 ein Film, der bis heute Legende ist und den die Nazis sofort verboten, als sie an die Macht kamen: „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“. Der Westflügel Leipzig zeigt den Film am Wochenende: als Live-Performance mit großer Puppenbesetzung.

Der Film des Regisseurs Phil Jutzi (1929), der unter anderem auch für die deutsche (Ton-)Fassung des „Panzerkreuzer Potemkin“ arbeitete, basiert auf einer Idee des bekannten Zeichners Heinrich Zille, von dem auch das oben erwähnte Zitat stammt.

Stück wie Film spielen im Berliner Arbeiterbezirk Neu-Wedding. Die Küche einer Hinterhofwohnung drängt ein Typen-Ensemble zusammen: den melancholischen Sohn und die kesse Tochter, den halbseidenen Schlafburschen, seine sich prostituierende Geliebte und deren Kind. Mutter Krause balanciert sie alle haarscharf am sozialen Absturz vorbei. Bis… „Nanu Onkel Paule, wo warste die janze Nacht? Muttern is heute so traurich.“ – „Ick habe ja so’n Quatsch jemacht!“

Der in Berlin-Wedding gedrehte Film hatte am 30. Dezember 1929 Premiere. Er gehörte zu den ersten Filmen, die die Nationalsozialisten nach ihrer Machtergreifung verboten.

Zum Stummfilm „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“

Mutter Krausens Fahrt ins Glück ist ein deutscher Stummfilm aus dem Jahr 1929 von Regisseur Phil Jutzi. Produziert von der Prometheus Filmproduktionsgesellschaft in den Jofa-Ateliers in Berlin-Johannisthal, zählt er zu den Vertretern des sogenannten „Proletarischen Films“.

Mutter Krause lebt in einer kleinen, ärmlichen Wohnung zusammen mit ihren Kindern Paul und Erna. Als Untermieter wohnen dort außerdem ein Ganove (der „Schlafbursche“) und seine Braut Friede, die als Prostituierte arbeitet, zusammen mit ihrem kleinen Kind. Mutter Krause verdient sich etwas Geld nebenbei mit Zeitung austragen. Als Paul ihr 20 Mark aus der Zeitungskasse stiehlt und gemeinsam mit Freunden vertrinkt, droht ihr eine Anzeige, denn sie kann das Geld nicht an ihren Arbeitgeber zurückzahlen. Erna, die den politisch engagierten Arbeiter Max kennengelernt hat, will für sie das Geld durch Prostitution verdienen, schreckt aber im letzten Moment davor zurück.

Mutter Krausens Fahrt ins Glück. Foto: Conny Haufe

Mutter Krausens Fahrt ins Glück. Foto: Conny Haufe

Paul lässt sich vom Schlafburschen zu einem Einbruch überreden, bei dem die beiden jedoch gefasst werden. Während sich Erna und Max den durch Berlin ziehenden Kommunisten anschließen, öffnet Mutter Krause angesichts ihrer verzweifelten Lage den Gashahn und tötet sich selbst zusammen mit dem schlafenden kleinen Kind der Prostituierten Friede: „Was hast Du armet Wesen auf dieser Welt zu verlieren. Komm, Du fährst mit Mutter Krause ins Jlück.“

Was hat Heinrich Zille damit zu tun?

Der Film basiert auf einer Idee des Zeichners Heinrich Zille, der bekannt für seine sozialkritische Darstellung der damaligen Berliner Unterschicht, des „Milljöh“, ist. Schauplatz ist der Berliner Bezirk Wedding, das damalige Arbeiterviertel. Die Zwischentitel sind im Berliner Dialekt abgefasst, um den Dialogen eine authentische Note zu geben. Bei den Schauspielern handelt es sich vorwiegend um Laiendarsteller. Der in Berlin-Wedding gedrehte Film hatte am 30. Dezember 1929 Premiere.

Sämtliche erreichbaren Kopien wurden vernichtet. In Dänemark, wo er im April 1931 verboten wurde, erhielt sich eine allerdings gekürzte Kopie im Archiv der Zensurbehörde. Am 13. Januar 1957 wurde der Film in dieser Fassung im Berliner Kino Babylon erstmals wieder aufgeführt. Auf Grundlage des Drehbuchs entstand im Jahr 2012 eine umfassend rekonstruierte Fassung. Der Film diente als Vorlage für Fassbinders Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel aus dem Jahr 1975.

Was hat flunker produktionen aus dem Stoff gemacht?

flunker produktionen aus dem brandenburgischen Wahlsdorf und ihr Regisseur Hendrik Mannes haben „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ neu auf die Bühne gebracht. Im Leipziger Westflügel wird die Inszenierung nach dem ersten deutschen proletarischen Stummfilm „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ am kommenden Wochenende (8./9. Dez, jew. 20 Uhr) aufgeführt.

Diese Inszenierung von „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“, Typenkomödie und Mutter-Melodram zugleich, transformiert den 1929 von Phil Jutzi gedrehten ersten deutschen proletarischen Stummfilm ins Puppenspiel. Das sprachlose Spiel der beredten Körper wird getrieben von Live-Musik. Die Texte, „Zilles“ Berliner Schnauze, erscheinen in der Adaption wie eigenständige Objekte.

Eigensinnig und offenherzig entwickeln die flunker produktionen Stücke zu zeitbewegenden Themen und Variationen zu Märchen und Geschichten. In ihren bildreichen Inszenierungen arbeiten sie mit Puppen und Objekten, schauspielerisch und musikalisch. Und immer spielen das Ungesagte, die emotionale Tiefe, der schräge Humor und der Hang zum Absurden eine Rolle.

Kern der flunker produktionen sind die beiden Puppenspieler Claudia Engel und Matthias Ludwig, beide studiert und diplomiert an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Abt. Puppenspielkunst, sowie die Schauspielerin Andrea Post. Ihre Inszenierungen entstehen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Regisseuren, Spielern, Musikern und bildenden Künstlern.

„Mutter Krausens Fahrt ins Glück“, Stummfilm als Live-Performance, nach dem gleichnamigen deutschen Stummfilm von Phil Jutzi (1929), kann man im Westflügel Leipzig (Hähnelstr. 26) erleben am Freitag und Samstag, 8.und 9. Dezember jeweils um 20 Uhr.

Karten: 12,- Euro, 8,- Euro ermäßigt, Karten: service@westfluegel.de oder Tel. (0341) 260 90 06 (Mailbox), Onlinekartenkauf über www.westfluegel.de (Paypal)

 

Westfügel Lindenfels
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Taborkirche Kleinzschocher: Vergoldete Wetterfahne wird aufgesetzt
Sachsen muss beim Bildungsticket mutiger sein
Kretschmer dankt langjähriger DGB-Landeschefin
Polizeibericht, 15. Dezember: Sparkassen-Container gesprengt, Versuchter Totschlag, Radler gestürzt
Juliane Nagel (Linke): „Wohnfähigkeitsprüfung“ in Leipzig zurückgenommen
SPD Leipzig-Nordwest für eine baumstarke Stadt
Polizei erhält ersten Survivor
Leipziger Mathematiker erhält Leibniz-Preis 2018
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

SC DHfK Leipzig vs. Gummersbach 27:24 – Mit starker Schlussphase zum Heimsieg
Elf-Tore-Mann Andreas Rojewski im Griff der Gummersbacher Abwehr. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserIn ihrem letzten Heimspiel des Jahres verabschiedeten sich die Handballer des SC DHfK Leipzig mit einer packenden Vorstellung von ihren Fans. Immerhin 5.058 Zuschauer machten die Arena zu einem stimmungsvollen Handballtempel. Anteil daran hatte aber auch die sportliche Leistung des VfL Gummersbach, der die Partie bis wenige Minuten vor dem Ende völlig offengehalten hatte.
RB Leipzig vs. Hertha BSC 2:3 – Auf einem Europa-League-Platz in die Winterpause
Ausgerechnet Ex-RBL-Spieler Selke verwandelte zum 3:0. Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Foto: GEPA pictures/Sven Sonntag

Für alle LeserPleite zum Abschluss der Hinrunde: Gegen Hertha BSC unterlag RB Leipzig vor eigenem Publikum mit 2:3. Zwei Tore erzielten die Berliner in Unterzahl. Mitte Januar beginnt die Rückrunde der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Schalke 04.
Leipziger Fußball-Derby-Nachlese
Derbyzeit in Leipzig - die Schlachtenbummler als das eigentliche Event? Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 50Mannschaftssport ist, wie gern geworben wird, „Emotion pur“ – geht es um Fußball, noch immer vorrangig männlich und testosteronschwer. Das Prinzip ein uraltes: Auf begrenztem Platz kämpfen stellvertretend für die vom Alltagsmühsal ablenkungsbereiten Zuschauer auf den unteren Rängen stehend möglichst gut trainierte Gladiatoren zum Beweis kriegerischer Abwehrbereitschaft der Gesellschaft. Einmal für sich und in Stellvertretung der Anhängerschar wird im griechisch-römischen Oval ein möglichst heroischer Kampf um Sieg oder Niederlage dargeboten.
Gastmanns Kolumne: Jenseits von PISA
Kinder mit Migratonshintegrund scheitern öfter im sächsischen Bildungssystem. Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Für alle Leser„Wird die Rechtschreibung bewertet?“ Nahezu jeder Lehrer kennt sie, die ängstliche Frage der Schüler, die bei manch einem klingt, als ginge es um Leben oder Tod. Auch wenn Kommafehler niemandem den Kopf kosten und man über die Rolle von Rechtschreibkenntnissen im Zeitalter hochentwickelter PC-Korrekturprogramme geteilter Meinung sein kann, alarmiert die wachsende Zahl derjenigen, die erst gar nicht zu einer sicher anwendbaren Lese- und Schreibfertigkeit gelangen – und damit die Richtigkeit von Geschriebenem gar nicht anzweifeln.
„Essener Erklärung“ erinnert daran, dass die „Leipzig Charta“ noch immer gültig ist
Die Initiatoren der Essener Erklärung: Prof. Dr. jur. Oliver Scheytt (KULTUREXPERTEN GmbH, ehemals Geschäftsführer der Ruhr. 2010 GmbH), Simone Raskob (Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017) und Dr. (I) Arch. Dipl.-Ing. Andreas Kipar (Geschäftsführer LAND srl) (v.l.n.r.). Foto: Jochen Tack

Foto: Jochen Tack

Für FreikäuferDie „Leipzig Charta“ von 2007 hat ein Baby bekommen. Am 14. und 15. Dezember fand die Tagung „Europäische Zukunftsformate“ im Sanaa-Gebäude auf dem Welterbe Zollverein in Essen statt. Da ging es um 30 Jahre Transformation im Ruhrpott. Etwas, was man in Leipzig fast nie im Blick hat – dass auch Städte wie Essen sich nach dem Ende des Montanzeitalters völlig neu erfinden mussten. Denn das mit dem Erfahrungsaustausch, das klappt nicht wirklich.
Wer wirklich einen großen Wurf aus der ÖPNV-Strategiekommission erwartet hat, wurde enttäuscht
Blick ins Vorfeld des Leipziger Hauptbahnhofs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBei den Stellungnahmen zum am Freitag, 15. Dezember, vorgelegten Bericht der ÖPNV-Strategiekommission merkt man, wie sehr die Sichtweisen auseinanderklaffen. Die einen scheinen schon happy, wenn man den ÖPNV irgendwie am Laufen halten und ein paar nützliche Dinge wie das Bildungsticket bekommen kann. Die anderen hatten ein wirklich modernes und attraktives Konzept erwartet – und bekamen eine halb verhungerte Maus.
Abschlussbericht ÖPNV-Strategiekommission
Leoliner auf dem Leipziger Innenstadtring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZiel der im Mai 2015 gegründeten ÖPNV-Strategiekommission war eigentlich die Entwicklung einer Gesamtstrategie für einen leistungsfähigen, kundenorientierten und wirtschaftlichen ÖPNV in Sachsen. Die Erwartungen waren hoch. Die Enttäuschung am Freitag, 15. Dezember, war entsprechend groß. Das 180-seitige Ergebnis schwankt zwischen einem ängstlichen „Weiter so“ und einem ebenso ängstlichen „Wir könnten ja mal“ für die Zukunft.
Neue Schleusenrekorde in Connewitz und ein Bootsverkehr ohne Verträglichkeitsprüfung
Die Schleuse Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Schleusennutzung im Leipziger Neuseenland so hoch wie nie!“, meldete die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland und verband das gleich mit einer Hitliste, als könnte sich Leipzigs meistfrequentierte Schleuse nun gleich mit berühmten Wasserschleusen in Erholungsregionen vergleichen. Als vergäße man in diesem Gremium einfach mal immer wieder, dass Leipzig gerade als Großstadt ziemlich einzigartig ist mit dieser Lage direkt in einer Auenlandschaft. Das hat keiner sonst.
13 Kanurast- und Kanu-Biwak/Zeltplätze sollen an Leipzigs wassertouristischen Routen entstehen
Schleuse Cospuden. Foto: Patrick Kulow

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserWie geht man um mit dem Leipziger Auwald? Wie viel wirtschaftliche Nutzung ist überhaupt möglich? So langsam naht die Herstellung weiterer Wasserkurse und in der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland macht man sich Gedanken, wie man dafür sorgen kann, dass die Bootsnutzung der Gewässer nicht dazu führt, dass überall wild angelandet und biwakiert wird. Aber wohin mit den Rast- und Biwakplätzen?
BUND Leipzig lädt zur Gründung einer Arbeitsgrupppe Auwald & Wildkatze ein
Tier des Jahres: die Wildkatze. Foto: Thomas Stephan / BUND

Foto: Thomas Stephan / BUND

Für alle LeserWaschbären sieht man ab und zu, auch mal ein Reh oder einen Fuchs. Aber Wildkatzen im Auwald? Doch, es gibt sie. Und der BUND Leipzig macht sie jetzt zum Arbeitsprojekt. Die jüngst zum Tier des Jahres 2018 gekürte Wildkatze (Felis sylvestris sylvestris) etabliert sich zunehmend auch im Nord-Westen Sachsens. Aber ganz so einfach ist das nicht.
BUND findet 13 von 17 gekauften Weihnachtsbäumen mit Pestiziden belastet
Und gleich nach dem Fest werden sie entsorgt: Weihnachtsbäume. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht doch lieber auf den Weihnachtsbaum verzichten? Das legt ein neuer Test des BUND nahe. Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Aber eigentlich liegt sie nahe, wenn man weiß, dass die alljährlich verkauften Riesenmengen an Weihnachtsbäumen eben nicht aus dem Wald kommen, sondern von Plantagen. Und dort werden sie augenscheinlich heftig mit Pestiziden besprüht.
Erwerbstätigenzahl in Sachsen im Herbst 2017 auf neuem Höchststand
Die Entwicklung der Erwerbstätigenzahl. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Für alle LeserDie Konjunktur ist auf einem Hoch, meldet das IWH in Halle. Die Wirtschaft in Deutschland brummt – trotz aller außenpolitischen Querelen. Und das hat weniger mit der fleißigen Industrie zu tun, als mit der wachsenden Dienstleistungswirtschaft in Deutschland. Denn Dienstleistung braucht Leute. Das hat auch in Sachsen zu einem neuen Beschäftigungshoch im Herbst geführt.
Linksfraktion beantragt sofortige Verhandlungsaufnahme für einen attraktiven Lehrer-Tarifvertrag in Sachsen
Schülerprotest 2012 in Leipzig. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserGleich am 6. Dezember – kaum war die Meldung zur geplanten Verbeamtung sächsischer Lehrer in der Welt – ruderte das Kultusministerium zurück und verschickte um 16:07 Uhr eine Korrektur: Nein, es ginge noch nicht um die Verbeamtung aller Lehrer, sondern um die „Prüfung der Verbeamtung der Lehrer“. Die CDU-Fraktion im Landtag hatte die Entscheidung im Alleingang getroffen. Ohne Absprache mit dem Koalitionspartner SPD. Der meldete sich wenig später entsprechend deutlich zu Wort.
Schönfärberei schafft keine Gerechtigkeit
Sachsen-Euro. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer „Sachsen Monitor“ kann zwar nichts dafür, dass Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich das Feld räumte, denn befragt wurden die Sachsen für diese Studie ja schon im August, deutlich vor der Bundestagswahl am 24. September, die gerade die Ergebnisse der sächsischen CDU abschmieren ließ und die AfD prozentual zur Nr. 1 machte. Veröffentlicht wurde der „Sachsen-Monitor“ erst nach der Wahl, am 28. November. Am 14. Dezember wurde er dann im Landtag diskutiert.
Bernd Göbels freundlich-verschmitzter Blick auf ein Leben als Künstler in Deutschland
Bernd Göbel: Verschiedenes Hell. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferDie Leipziger kennen ihn. Zumindest wissen sie, was er getan hat. Denn Bernd Göbel ist der Schöpfer jener ironischen Skulptur, die seit November 1990 in der Grimmaischen Straße steht, die ursprünglich mal „Beginn einer Reihe“ heißen sollte, jetzt aber „Unzeitgemäße Zeitgenossen“ heißt. Und noch heute erzielen die „Pädagogikerin“, der „Stadtgestaltiker“ und die „Rationalisatikerin“ ihre Wirkung.