Gleichstellung an der Uni Leipzig: Kinderschuhe wäre der richtige Begriff

An der Spitze der Leipziger Universität steht mit Beate Schücking nun erstmals eine Rektorin. Bundesweit einmalig hingegen ist, dass die Gleichstellungsarbeit der Uni von einem Mann verantwortet wird. Kurz vor dem Internationalen Frauentag hat die L-IZ Georg Teichert zu seiner Arbeit als Gleichstellungsbeauftragter befragt.
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Als die Leipziger Universität sich im November 2010 eine Frau an die Spitze wählte, übte Georg Teichert schon seit gut vier Wochen das Amt des zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Alma Mater der Pleißestadt aus. Bundesweit ist er als Student mit seinen 24 Jahren nicht nur einer der jüngsten Gleichstellungsbeauftragten in Deutschland, sondern der einzige Mann auf einem solchen Posten.

Im Vorfeld des 8. März 2011 und im Nachgang zur Wahl der neuen weiblichen Spitzen an gleich drei Leipziger Hochschulen, wollte L-IZ im Gespräch mit Georg Teichert wissen, wo die Gleichstellung an der Leipziger und an den sächsischen Universitäten steht.

Herr Teichert, wie kamen Sie auf die Idee, sich als Gleichstellungsbeauftragter der Uni Leipzig zu bewerben? Wer oder was gab den Ausschlag?

Seit meinem zweiten Semester engagiere ich mich für die Studierenden an der Uni Leipzig, war drei Jahre studentischer Senator und habe mich in dieser Zeit sehr eingehend mit der Gleichstellungsarbeit an der Uni Leipzig befasst. Dabei habe ich vor allem zwei Dinge erkannt: Die Gleichstellungsarbeit befindet sich hier an der Universität Leipzig noch in den Kinderschuhen. Bisher eher belächelt, gilt es, das Nischendasein der Gleichstellungsarbeit zu beenden. Zweitens hat mich bei der Gleichstellungsarbeit fasziniert, dass man über alle Gruppengrenzen hinweg von Studierenden, MitarbeiterInnen bis zu ProfessorInnen, wirken kann.

Tja und als dann im Sommer 2010 ein neuer zentraler Gleichstellungsbeauftragter gesucht wurde, habe ich klare Anforderungen an den oder die Stelleninhaberin formuliert und, wie es so oft ist im Leben, einmal zu oft gemeckert … Ich wurde gefragt, ob ich kandidieren würde. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit habe ich mich entschlossen, zu kandidieren und wurde dann einstimmig von den Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und zentralen Einrichtungen gewählt.

Welche Reaktion hat Sie denn nach Amtsantritt am meisten positiv, welche am meisten negativ überrascht?

In drei Jahren Tätigkeit als Studentischer Senator habe ich mir nicht nur Freunde gemacht, deshalb habe ich die vielen Anrufe, Glückwunschschreiben und aufmunternden Gespräche nach meiner Wahl als sehr positiv empfunden. Sie haben mich dann wirklich überrascht, aber auch ganz klar Erwartungen geweckt, die es nun zu erfüllen gilt.

Negativ war und ist für mich die Debatte: Können Männer Gleichstellungsbeauftragter sein? Ich finde es befremdlich, wenn ich mit meinen Kolleginnen bei Landes- und Bundeskonferenzen darüber diskutieren muss, ob man als Mann überhaupt die Interessen der Gleichstellung vertreten könne, ohne die Diskriminierungserfahrungen, wie sie eine Frau häufig gemacht hat, zu kennen. Solche Diskussionen sind für mich sehr müßig, da wir doch eigentlich als Gleichstellungsbeauftragte ein und dasselbe Ziel haben – die Herstellung von Chancengerechtigkeit!Gibt es Unterschiede in der Akzeptanz Ihrer Arbeit bei den verschiedenen universitären Gruppen, Studierende, ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen?

In der Tendenz ist erkennbar, dass vor allem Studierende und MitarbeiterInnen ohne Probleme mit mir zusammenarbeiten können und wollen. Besonders für die Studierenden ist es natürlich etwas Besonderes, einen Studenten als zentralen Gleichstellungsbeauftragten zu haben. Ich werde auch vom StudentInnenRat sehr stark unterstützt. Bei den ProfessorInnen herrscht eher ein geteiltes Stimmungsbild. Diejenigen, die mich noch nicht kennen, sind meist sehr kritisch, ob ein Student den Anforderungen des Amtes gerecht werden kann. Sie befürchten einen Missbrauch der umfangreichen Kompetenzen.

Was tun Sie dann?

In solchen Fällen versuche ich, in der Zusammenarbeit Vorurteile und Bedenken abzubauen, da ich mit meiner Arbeit auch immer für die Gleichstellungsarbeit werben und die Vorteile für alle aufzeigen möchte. Selbstredend gibt es auch immer Ausnahmen, wo ich mal die Zähne zeigen muss und auch eine Berufung oder Stellenbesetzung stoppen muss. Freunde mache ich mir in der jeweiligen Kommission damit nicht, aber darum geht es bei meiner Arbeit ja auch nicht.

Wie sieht denn so ein ganz normaler Tag im Leben des Gleichstellungsbeauftragten der Uni Leipzig aus? Stehen die Studierenden und ProfessorInnen Schlange, um sich einen Rat zu holen?

Jeder Tag ist anders und es erwartet mich immer Neues! In der Regel arbeite ich vier Tage und am Wochenende als Gleichstellunsgbeauftragter. Die Tage bestehen aus sehr vielen Berufungs- und Stellenbesetzungskommissionen. Ich lese und beantworte täglich unzählige Mails und Briefe. Das ist nicht sonderlich spannend, aber es gehört eben auch zu einer solchen Funktion. Ein Schlangestehen versuchen wir zu vermeiden, da ich jedem/jeder Ratsuchendem/n genügend Zeit und Aufmerksamkeit widmen möchte und hier nicht wie am Fließband beraten will. Aber in der Tat, die Beratungen nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, und in der Tendenz ist zu erkennen, dass der Bedarf größer wird.

In welchem Stadium befindet sich die Gleichstellung an der Universität Leipzig nach Ihrer Erfahrung und Einschätzung im sachsen- und bundesweiten Vergleich, und woran liegt?s?Kinderschuhe wäre wohl der richtige Begriff. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat uns kürzlich ins Stammbuch geschrieben, dass wir zwar ambitionierte Zielvorgaben abgegeben hätten, aber noch ein überzeugendes Gesamtkonzept fehle.
Im sachsen- und bundesweiten Vergleich liegen wir damit leider am unteren Ende der Skala. Woran es liegt, ist recht einfach: Die Universität Leipzig hat in der Vergangenheit der Umsetzung des Gleichstellungsauftrages zu wenig Bedeutung beigemessen, eher als Ballast angesehen. Dieses Defizit wurde jedoch mittlerweile von allen erkannt. Sowohl durch unsere neue Rektorin, als auch durch den Akademischen Senat erfährt das Thema eine enorme Aufwertung. Ich blicke somit zuversichtlich in die Zukunft!

Welche gleichstellungspolitischen Aufgaben an der Uni Leipzig sind als nächste zu lösen?

Das Wichtigste ist die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für die Gleichstellungsarbeit bis zum Frühjahr 2012, und dieses dann auch zu implementieren. Parallel zu der Erstellung dieses Konzeptes gilt es, einen Imagewechsel zu organisieren. Gleichstellung und Familienfreundlichkeit müssen als Querschnittsaufgabe verankert werden und dürfen nicht mehr als „Zusatzbedarf“ angesehen werden.
Konkret gilt es zum Beispiel auch, eine familienfreundlichere Infrastruktur im Neubau am Augustusplatz zu schaffen. Das fängt bei Wickelräumen an, die im Bauplan nicht vorgesehen waren.
Außerdem möchte ich im Jahr 2011 mit einer Reihe von Veranstaltungen stärker in der Öffentlichkeit für die Universität und die Gleichstellungsarbeit werben.


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