Von BüstenhalterInnen und anderen weiblichen Formen – „Fast jeder dritte STUDIERENDE bricht sein Studium ab“

So stand es mal wieder geschrieben, in irgendeiner Zeitung, schwarz auf weiß, mitten auf meinem Küchentisch. In meiner oft nicht ganz unimpulsiven Art wusste ich für den Bruchteil einer Sekunde mal wieder nicht, ob ich vor Empörung aus dem Fenster springen oder gar einen Leserbrief an diese Sprachvergewaltiger schreiben sollte. „Was bilden die sich ein?“, schoss es mir durch den Kopf und hieb bereits in die Tastatur: „Ich lasse mir „meine deutsche Sprache“ nicht verhunzen, nicht verschandeln, nicht dümmlich zurechtstutzen mit all diesem geschlechtsneutralen und gendergerechten Humbug!
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Zum hundertsten Male: Lasst diesen schwachsinnigen „-ierenden“-Quatsch! Achtet auf grammatische Feinheiten! Verdammt noch mal: Ein STUDENT ist doch nicht immer identisch mit einem STUDIERENDEN, genauso wenig wie ein PENETRIERENDER zwangsläufig PENETRANT sein muss … !“ Dann hielt ich inne.

Trotz des fortschrittlich wirkenden „Penetrierens“ fühlte ich mich plötzlich wie ein Zeitgenosse Bismarcks. Mein inneres Ordnungsamt war aufmarschiert und hatte mich noch einmal überlegen lassen. „Beruhige dich!“, sagte der Odnungsamtmitarbeitende ungewohnt sanft. „Wer will, dass sich Sprache nicht verändert, kann auch gerne damit anfangen, fünf Flaschen Mineralwasser am Tag zu trinken, um seine Jugend zu erhalten.“

Er hatte recht. Dies würde ähnlichen Erfolg zeitigen. Sprache ist nun einmal seit jeher ständiger Veränderung unterworfen. Wer das abstreitet, sollte nur einmal versuchen, seine nächste Bestellung beim Pizzadienst in der Sprache Walthers von der Vogelweide zu tätigen. Extrakäse inklusive.

Wenn nun diese „–ierenden“-Mode, also die geschlechtsneutrale Verwendung von Begriffen mittels des substantivierten Partizips I, beim Menschen Anklang findet und tatsächlich bereits sowohl gern als auch häufig von Sprechern genutzt wird, dann wird man dagegen kaum mehr anrennen können. Dann hat der Sprachwandel bereits eingesetzt. Sprache als zu schützendes Gut zu betrachten, als historisches Kunstwerk, mag ein liebevoller Ansatz sein, fruchten wird er nicht.

Sprache ist doch vielmehr ein hochinteressantes Kommunikationsmittel, das man pfleglich behandeln sollte, indem man es zwar vorbildlich wartet, aber auch in neuen Varianten möglichst viel an die frische Luft führt. Dann fühlt sie sich wohl die Sprache.

Deshalb kann man auch mit Fug und Recht die leicht pikante Frage stellen, ob wir uns eine geschlechtsneutrale Sprache verordnen lassen sollten. Der Ansatz, damit eine gerechtere Welt zu schaffen und Frauen auch in der Sprache sichtbar zu machen, ist zweifellos ein löblicher. Einige SoziolinguistInnen werden bestätigen, dass eine solche  sprachliche  Bewusstmachung durchaus Verankerung in den Köpfen finden kann.

Dennoch möchte ich etwas zu bedenken geben

Die Anordnung sprachlicher Normen oder die ganz konkrete Verhaltensweise einer Hochschulprofessorin, die ihren Studenten in den Richtlinien für eine einzureichende wissenschaftliche Arbeit wissen ließ, sie lese nichts, was nicht in gendergerechter Sprache verfasst sei, ist eben vor allem eines nicht: menschenfreundlich.

Ist dies nicht vielleicht sogar eine andere Form von Gewalt, die dort ausgeübt wird? Wirkt es nicht eher, als ob ein wutentbrannter und lange vernachlässigter Vierjähriger mit dem Fuß aufstampft und dabei ruft: Nun bin ich aber auch mal dran?

Ein weiterer Umstand lässt mich den besagten verordneten Sprachwandel mit Skepsis betrachten: Kein halbwegs obenrum illuminierter Mensch wird ernsthaft behaupten, dass Sexismus eine prima Sache sei. Vor allem Frauen reagieren diesbezüglich sicher feinfühliger, sind oft zarter besaitet, nicht ganz so breitbeinig im Habitus.

Aber räumt man Sexismus tatsächlich aus dem Weg, wenn man mittlerweile in nahezu JEDEM Lebensbereich (und mag dieser noch so abseitig sein), wenn schon nicht das Geschlecht, aber doch wenigstens die Geschlechterfrage heraushängen lässt?

Von BüstenhalterInnen und den anderen Buchstabenden. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Muss man tatsächlich überall HERUMGENDERN?

Ist es tatsächlich vonnöten, überall dort, wo es in keiner Weise hinpasst, mit z(w)ittrigen Fingern wild herumzugestikulieren und zu fordern, man möge doch bitte akzeptieren, dass man zwar als Mann bzw. Frau geboren wurde und sich nun als Frau/Mann/ABC-Schütze/bisexuelles Spanferkel/Bundestagsabgeordeneter oder an manchen Tagen wie alles auf einmal fühlt? Ist dies nicht der eigentliche Sexismus?

Alle wollen überraschenderweise neuerdings stets und ständig in ihrer Sexualität ernst genommen werden, dabei bewältigt man doch gerade dieses Gebiet menschlicher Interaktion am besten mit einer großen Brise Humor.

„Nimm mich mit Humor!“, sollten die Frauen viel öfter freundlich ihren Männern zurufen, aber die beschleicht mittlerweile nicht ganz unberechtigt das Gefühl, die Frauen hätten in einer geheimen Weltkonferenz beschlossen: „Von diesen Hoden wird kein Humor mehr ausgehen. Denn der geht ja ständig gegen uns!“

Dabei kann man durchaus folgerichtig fragen, ob es wirklich klug ist, auf allen Gebieten, die bisher weibliche ‚terra incognita’ zu sein schienen, unbedingt gleichziehen zu müssen. Warum muss Mutti eigentlich in jeden dumpfen männlichen Trend, in jede Testosteron-Domäne hineinschnuppern, immer mit dem Verdacht, dahinter könnte das Paradies lauern, das man ihr Jahrhunderte lang versperrt hatte? Will in der Küche nicht nur den Dienst an der Waffel, nein, sie will auch zur Armee. Will nicht nur auch ins Waschbecken pinkeln, sondern einen eigenen Urologen. Aber halt. Ich übertreibe.

Vielleicht sollten wir dennoch ein bisschen einhalten, liebe -Innen.

Keine Frage: Der Gatte sollte sicher nicht der einzige im Hause sein, der die PIN von der EC-Karte kennt. Aber diese groteske Gleichberechtigungs-Wahn-Nummer, die gerade bis zum Abwinken durchgezogen werden soll, ist nicht nur lächerlich, sondern birgt auch gewisse Fährnisse!

Bereitet es uns denn nicht schon genügend Mühe, die gnadenlose Bindegewebs-Evaluation der jeweils anderen unter der Dusche öffentlicher Sport- und Badeanstalten auszuhalten? Sollten wir dann WIRKLICH rein in die noch um einiges härtere Welt dessen, was Männer so gern untereinander vergleichen? Warum nur mit ins Unglück rennen, sehenden Auges, dass schon die Männer mit dem Schmarrn, den die Moderne so mit sich bringt, nicht klarkommen, weil eben die archaische Natur des Menschen, diese lästige Seele, eben doch manchmal unpassend und nervend hervorquillt?

Lasst die Männer mal in Ruhe, allzu gleichberechtigungsenthusiastische Schwestern! Vielleicht entpuppen die sich als gar nicht so üble Gesellen, wenn man sie mal locker ins Dekolleté spechten und eine gewisse Freude darüber äußern lässt. Erklärt ihnen mit guten Worten in guten Situation, dass ihr euch sogar heimlich darüber freut. Es soll Männer geben, die dann ganz von alleine merken, dass am Dekolleté als Bonus noch die ganze Frau dranhängt und auch die gesamte Büstenhalterin gar nicht so schlecht finden.

Mit anderen Worten

Wer Gleichheit zwischen einem bis an die Zähne bewaffneten Wolf und einem Schmetterling dadurch herzustellen sucht, indem man als Schmetterling neuerdings versucht, Lämmer zu reißen und den Wolf verklagt, wenn der wegen der schönen Schmetterlingsfarben verzückt ist, der denkt nicht mit.

Flattert dem Wolf vor der Nase herum, gereicht ihm zur Freude, führt ihn auch mal in die Irre spaßeshalber, lächelt über sein Rudeltum. Jedoch scheltet ihn nicht, weil er nicht fliegen kann. Schließt Frieden mit ihm! Der Wolf ist nicht der natürliche Feind des Schmetterlings. Das ist von der Natur gar nicht vorgesehen.

Gleichberechtigung versteht falsch, wer glaubt, sie sei Gleichheit von allem. Ein Binnen-I macht die Welt noch nicht besser, ein Mannschaftsbus wird den Damenfußball nicht vernichten und Daniel Craig wird niemals als Agierender 007 nach dem Rechten sehen. Denn selbst jeder dritte Studienabbrechende weiß: „One gender is not enough!“

In diesem Sinne: Uns allen um Gottes Willen keine vollkommen geschlechtsneutrale Woche!


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Am 24. und 25. Oktober im Westflügel Leipzig: Einmal Schneewittchen, bitte
Foto: Daniel Wagner

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