In der Innenstadt von Leipzig wurde an den vierten Jahrestag des russischen Großüberfalls auf die Ukraine erinnert. Und: Am Landgericht begann ein wichtiger Wirtschaftsprozess, der sich unter anderem um Geldwäsche, Bitcoins und die Zukunft eines Kryptoschatzes dreht. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 24. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Russlands Großangriff jährt sich zum vierten Mal: „Save Ukraine, Save Europe“

Mit einer abendlichen Demonstration in der Innenstadt von Leipzig haben Menschen heute an den vierten Jahrestag des russischen Großangriffs auf die Ukraine erinnert. Aus diesem traurigen Anlass rief der Freundeskreis Ukraine zu einer Demonstration unter dem Motto „Save Ukraine, Save Europe“ auf den Richard-Wagner-Platz. An der Versammlung durch die Innenstadt schlossen sich circa 700 bis 800 Personen an. Zum Abschluss legten die Teilnehmer Kerzen an der Nikolaisäule nieder.

Auf der Versammlung wurden zahlreiche Spenden gesammelt, die u.a. in ein Evakuierungsfahrzeug für die Territorialverteidigungsarmee der Ukraine, Star-Link-Stationen, Generatoren und weitere nützliche Güter gehen. An der Demonstration nahm auch eine größere Gruppe von Iranern teil. Russland ist bereits seit mehreren Jahren ein Partner des Iran und beteiligt sich zurzeit an einer Militärübung des Mullah-Regimes.

Grußworte im Namen der Stadt Leipzig richtete Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning aus. „Die gesamte Stadtverwaltung steht ungebrochen zu Kiew und der Ukraine“, betonte Hörning und schloss mit „Es lebe die freie Ukraine“ ab. Zahlreiche ukrainische Rednerinnen betonten die Wichtigkeit der Unterstützung der ukrainischen Kampfes gegen Russland für Europa und die reelle Gefahr für Europa, sollte die Ukraine den Kampf verlieren.

Russland unter Präsident Wladimir Putin hatte die Ukraine ab den frühen Morgenstunden des 24. Februar 2022 großflächig mit Bodentruppen und Bombardements attackiert und auch vier Jahre danach scheint kein Ende der Kämpfe in Sicht.

Sachsen und sein Kryptoschatz

Es geht um 2,64 Milliarden Euro, die auch auf die Zukunft Sachsens Einfluss haben könnten: Am Landgericht Leipzig startete heute der Strafprozess gegen zwei Männer im Zusammenhang mit der illegalen Streaming-Plattform „movie2k“. Das 2013 abgeschaltete Portal hatte seit 2008 Raubkopien zahlreicher Filme und Serien kostenlos im Netz angeboten. Durch Abo-Fallen und Werbung konnten die Betreiber offenbar kräftig Gelder generieren, die sie dann großteils in die damals noch vergleichsweise günstigen Bitcoins investiert haben sollen.

Den Angeklagten (39 und 42), denen die Dresdener Generalstaatsanwaltschaft Geldwäsche, schwere Steuerhinterziehung und Anstiftung zur falschen Verdächtigung vorwirft, sollen als Betreiber bzw. Helfer bei „movie2k“ eine zentrale Rolle gespielt haben. Rund 50.000 im Zuge der Ermittlungen sichergestellte Bitcoins wurden 2024 für sage und schreibe 2,64 Milliarden Euro durch die Behörden veräußert.

Derzeit ruht das viele Geld auf einem Verwahrkonto. Sollten die Angeklagten umfassend und rechtskräftig verurteilt werden, könnten die Milliarden aber legal in den lädierten Landeshaushalt Sachsens fließen. Sicher ist das aktuell aber keineswegs. Mehr Hintergründe und Eindrücke vom Prozessauftakt gibt es hier.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Brisanter Prozess am Landgericht: Sachsen und seine Bitcoins

Götterfunken: Am 1. März startet das Schillerhaus Leipzig in die Saison

Erneuter Streik bei den LVB am 27. und 28. Februar 2026

Stellplätze gegen Schulneubau: Streit um den Fuxbau droht das Projekt Katzmannstraße zu torpedieren

Hallo Leipzig: So startet Dienstag, der 24. Februar 2026

Ein Offener Brief mit Ansage: Sachsens Kultusministerium verprellt schon wieder junge Lehrkräfte

August der Starke: Die letztlich doch politische Biografie des Künstlers auf dem Sachsenthron

Gastkommentar von Christian Wolff: Krieg ohne Ende?

Was sonst noch wichtig war:

Unfall auf dem Schleußiger Weg in Leipzig.

Mehr Befugnisse für Sachsens Polizei?

Das umstrittene Heizungsgesetz der Vorgängerregierung soll modifiziert werden.

Mit Dankbarkeit und der Hoffnung auf weitere Hilfen wendet sich der ukrainische Präsident Selenskyj an Europa.

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