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Landgericht

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Einrichtung der Waffenverbotszone 2018. Foto: René Loch

Dienstag, der 21. Juni 2022: Waffenverbotszone Eisenbahnstraße wird abgeschafft, fünfeinhalb Jahre Haft für Leipziger Bombenbastler und Fête de la Musique + Bildergalerie

Die Stadt Leipzig möchte nun ein neues Maßnahmenpaket für die Sicherheit auf der Eisenbahnstraße schnüren und in diesem Zug die Waffenverbotszone abschaffen. Derweil wurde vor dem Landgericht ein Mann zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, der gestanden hatte, im vergangenen Jahr mehrere Sprengstoffpakete im Stadtgebiet verteilt zu haben. Außerdem: Dank der „Fête de la Musique“ war […]

Der geständige Sprengsatzbastler Florian O. (l.) muss fünfeinhalb Jahre hinter Gitter. Foto: Lucas Böhme

Rätsel um Bombenbastler vom Zentrum-West auch nach Schuldspruch: „Das Motiv ist ungeklärt geblieben“

Nach zwei Verhandlungstagen fiel bereits der Vorhang: Das Landgericht Leipzig verurteilte den 34-jährigen Florian O. am Dienstagnachmittag zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis – der junge Mann hatte gestanden, im vergangenen Jahr mehrfach selbst gebaute Sprengsätze im Zentrum-West deponiert zu haben, die explodierten und zwei Unbeteiligte verletzten. Doch eines bleibt rätselhaft: Was war sein Motiv? Florian O. […]

Zeigte sich weitgehend geständig: Bombenbastler Florian O. (34, l.) am Montag im Landgericht. Foto: Lucas Böhme

Explosionsserie im Leipziger Westen: 34-jähriger Bombenbastler legt vor Gericht Geständnis ab

Eine Reihe an Explosionen sorgte vergangenes Jahr westlich des Leipziger Zentrums für Aufregung – zwei Unbeteiligte kamen zu Schaden und verletzten sich erheblich. Ursache waren jedes Mal Sprengfallen der Marke Eigenbau. Seit Montag muss sich der mutmaßliche Urheber am Landgericht verantworten. Zum Prozessauftakt räumte der 34-jährige Florian O. die Vorwürfe weitgehend ein. In der Anklageschrift, […]

Freitag, der 3. Juni 2022: Endlich wieder Wave-Gotik-Treffen, Prozessauftakt wegen Femizid und elf Open-Air-Flächen für Leipzig + Bildergalerie

Das Pfingstwochenende wird bunt: Heute startete nicht nur das Leipziger Stadtfest. Auch das Wave-Gotik-Treffen konnte nach zwei Jahren Pandemiepause wieder mit dem Viktorianischen Picknick im Clara-Zetkin-Park beginnen. Außerdem: Am Landgericht Leipzig muss sich ein 40-Jähriger wegen des Mordes an einer Frau verantworten. Und das Genehmigungsverfahren für elf Open-Air-Flächen in Leipzig ist gestartet. Die LZ fasst […]

Justizbeamte nehmen Marcus W. (40) im Gerichtssaal die Handschellen ab - er sitzt seit 29. Dezember in Untersuchungshaft. Foto: Lucas Böhme

43-jährige Frau in Lindenau erwürgt: Prozessbeginn wegen Mordes am Leipziger Landgericht

Kurz vor Ende des Jahres 2021 entsetzte eine tödliche Gewalttat ganz Leipzig: Eine 43-jährige Frau wurde erwürgt in ihrer Lindenauer Wohnung aufgefunden. Unter dringendem Tatverdacht nahmen die Ermittler einen Bekannten des Opfers fest. Seit dem heutigen Freitag, 3. Juni 2022, muss sich der 40-Jährige wegen Mordes am Leipziger Landgericht verantworten. Die Anklageschrift schockiert: Es sei […]

Beteuert seine Unschuld: Detlev B. (71, v.) beim Prozessauftakt mit Strafverteidiger Dr. Carsten Pagels. Foto: Lucas Böhme

Behinderter Stiefsohn stirbt bei Großbrand in Wohnhaus: „Ich war es nicht“

Fast genau zwei Jahre ist es her, dass ein Großbrand im Ortsteil Last der Gemeinde Beilrode (Nordsachsen) ein Wohnhaus zerstörte, ein 47-jähriger Bewohner kam ums Leben. Seit letzter Woche muss sich dessen eigener Stiefvater am Landgericht verantworten – er soll das Feuer aus Wut und Habgier selbst gelegt haben. Am Mittwoch nun äußerte sich der […]

Will sich im Prozess noch äußern: der Angeklagte Detlev B. (71, r.) mit seinem Anwalt Dr. Carsten Pagels. Foto: Lucas Böhme

Prozessauftakt um Hausbrand mit Todesopfer: Aus Wut und Habgier gezündelt?

Vor fast zwei Jahren wütete ein Hausbrand im nordsächsischen Beilrode. Das Feuer richtete 344.000 Euro Schaden an und kostete einen 47-jährigen Bewohner das Leben, der qualvoll in den Flammen starb. Ausgerechnet der Lebensgefährte seiner Mutter steht nun seit Montag vor Gericht – wegen Mordes und schwerer Brandstiftung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft hegt einen ungeheuerlichen Verdacht […]

Verbarg aus lauter Scham sein Gesicht: Klaus Peter S. (65), hier beim Prozessauftakt Ende Februar, muss dreieinhalb Jahre in Haft. Foto: Lucas Böhme

Schwerkranke Ehefrau erstochen: Haftstrafe von dreieinhalb Jahren für 66-jährigen Störmthaler

Er war ursprünglich wegen Mordes angeklagt – verurteilt wurde er am Ende aber wegen Totschlags in einem minderschweren Fall: Das Leipziger Landgericht schickte einen mittlerweile 66 Jahre alten Rentner aus Störmthal am Dienstag für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Er hatte die Tötung seiner schwer erkrankten Ehefrau im Prozess eingeräumt. Frühstücksbrötchen als Auslöser Das Schwurgericht sah […]

Gestand die Tötung seiner Ehefrau: Klaus-Peter S. (65), hier beim Prozessbeginn mit seiner Verteidigerin Dorothea Stöckchen. Foto: Lucas Böhme

65-Jähriger aus Störmthal ersticht todkranke Ehefrau im Streit um Frühstück: „Ich war wie weg“

Die Beschwerde der Ehefrau über ein Frühstücksbrötchen soll vor einem halben Jahr dazu geführt haben, dass ihr Mann seine Gattin mit einem Messer erstach. Am Leipziger Landgericht legte der nun wegen Mordes angeklagte Störmthaler Klaus-Peter S. (65) am Donnerstag ein Geständnis ab – und nach und nach offenbart die erschreckende Gewalttat ihren tragischen Hintergrund. Frühstücksbrötchen […]

Wollen das Urteil nicht hinnehmen: Edris Z. (32, r.) und sein Verteidiger Georg K. Rebentrost kurz vor der Urteilsverkündung am 23. Februar. Foto: Lucas Böhme

Mord im Leipziger Auwald: Angeklagter legt Revision gegen lebenslange Haft ein

Edris Z. akzeptiert sein Urteil nicht: Der in der vergangenen Woche wegen Mordes an seiner Ex-Partnerin zu lebenslanger Haft verurteilte Mann hat über seine beiden Anwälte Revision gegen die Entscheidung des Landgerichts eingelegt. Daher wird sich demnächst der Bundesgerichtshof (BGH) mit dem Fall auseinandersetzen müssen. Mehr als eine Woche, nachdem das Leipziger Landgericht ihn wegen […]

Edris Z. (32) am Mittwoch kurz vor der Urteilsverkündung im Gerichtssaal. Wenig später wurde die Urteilsbegründung vorübergehend unterbrochen. Foto: Lucas Böhme

Endlos-Prozess entschieden: Mörder vom Auwald zu lebenslanger Haft verurteilt – scharfe Kritik an Verteidigung des Angeklagten

Am späten Mittwochnachmittag fiel die Entscheidung nach 59 Verhandlungstagen: Das Landgericht schickte den 32-jährigen Edris Z. wegen heimtückischen Mordes an seiner Ex-Partnerin Myriam Z. sowie vorsätzlicher Körperverletzung lebenslang hinter Gitter. Über das ausufernde Verfahren und den aggressiven Auftritt der Verteidigung im Prozess äußerte sich der Vorsitzende Richter äußerst kritisch – und begründete, warum für die Strafkammer keine besondere Schwere der Schuld vorlag. Zwischendurch sorgte der Angeklagte selbst noch dafür, dass die Urteilsbegründung kurz unterbrochen werden musste.

Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (damals 31) beim Prozessauftakt 2020. Foto: Lucas Böhme

Prozess um Gewaltverbrechen im Auwald: Verteidigung spricht von „Affektsturm“ des Angeklagten

Nach rund sechzig Verhandlungstagen und damit einem Vielfachen der eigentlichen Planung scheint der Prozess um die tödliche Gewalttat gegen eine 37-jährige Frau im Leipziger Auwald langsam auf ein Ende zuzusteuern. Während Staatsanwaltschaft und Nebenklage das, was Edris Z. seiner Ex-Partnerin am 8. April 2020 im Leipziger Auwald angetan haben soll, als geplanten und heimtückischen Mord werten, hat die Verteidigung eine eigene Sicht auf das Geschehen.

15 Jahre hinter Gittern verändern den Menschen - und doch gibt es manchmal Momente der Hoffnung. Foto: Pixabay

15 Jahre hinter Gittern – eine Ex-Gefangene erzählt (Teil 2): Psychoterror, Resignation, Zuversicht

Trotz aller geographischen, rechtlichen, soziologischen und strukturellen Unterschiede gäbe es etwas, was man als die „menschliche Ursituation des Gefangenseins“ bezeichnen könne, bemerkten der schweizerische Jurist Alfred Abegg und der deutsche Kriminologe Rüdiger Herren schon im Jahr 1965: „Ist ein Mensch in die ‚Grenzsituation des Gefangenseins‘ gestellt, so tauchen oftmals archetypische Angst- und Todesvorstellungen aus dem Dämmer seines Unbewussten auf. Auch beim modernen Strafgefangenen bricht manchmal die Urangst, die Existenzangst in nackter Form, durch und ergreift Besitz von seinem Bewusstsein.“

Will nicht erkannt werden: Manfred F. (65), hier neben seiner Verteidigerin Henrike Wittner beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Urteil am Landgericht: 12 Jahre Haft und mögliche Sicherungsverwahrung für Mordversuch an Nachbarin

Ein bereits rechtskräftig als Totschläger verurteilter Mann muss wieder für sehr lange Zeit in Haft – wenn es dick kommt, bis zum Ende seines Lebens. Das Schwurgericht verurteilte den 65-jährigen Manfred F. am Freitag zu zwölf Jahren Freiheitsentzug mit Vorbehalt der Sicherungsverwahrung, weil er aus nichtigen Gründen auf seine jüngere Nachbarin eingestochen hatte. Sie überlebte nur mit Glück.

Justizbeamte nehmen dem Angeklagten Edris Z. (M.) zum Prozessbeginn am 7. Oktober die Handfesseln ab. Links sein Verteidiger Georg K. Rebentrost. Foto: Lucas Böhme

Plädoyers im Auwald-Mordprozess: Höchststrafe für Angeklagten Edris Z. gefordert

Nach zähem Ringen um weitere Anträge der Verteidigung schloss das Landgericht am Mittwoch nach 57 Tagen die Beweisaufnahme im Mordprozess gegen Edris Z. endgültig ab. Der 32-Jährige, der seine frühere Partnerin 2020 im Leipziger Auwald mit Hammerschlägen getötet haben soll, musste sich in den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gnadenlos direkte und unmissverständliche Worte anhören. Auch an seinen zwei Anwälten hagelte es äußerst scharfe Kritik.

Auf der Anklagebank: Edris Z. (M.) mit seinen Anwälten Georg K. Rebentrost und Petra Costabel beim Prozessbeginn im Oktober 2020. Foto: Lucas Böhme

Finale ohne Abschluss im Auwald-Prozess: „Wollen Sie die Kammer veralbern?“

Viele Zeugen vernommen, der psychiatrische Gutachter gehört: Der Prozess um den gewaltsamen Tod einer jungen Mutter und Sozialarbeiterin im Leipziger Auwald vor rund 2 Jahren könnte nun endlich, nach viel längerer Zeit als geplant, zu einem Abschluss kommen. Doch stoppt die Verteidigung den Beginn der Plädoyers mit einer Flut von immer neuen Anträgen – und sorgt wieder für eine Zerreißprobe im Gerichtssaal. Wohin wird das führen?

Der Angeklagte Manfred F. (65, r.) wird in den Verhandlungssaal geführt. Er sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Foto: Lucas Böhme

Anklage wegen versuchten Mordes: 65-Jähriger nach Messerangriff auf Nachbarin vor Gericht

Versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung, Nachstellung und Weiteres – diese schwerwiegenden Vorwürfe treffen einen Rentner, der sich seit Donnerstag vor dem Landgericht verantworten muss. Er soll im Sommer 2021 eine jüngere Nachbarin in Schleußig vor ihrer Wohnung gezielt mit einem Küchenmesser attackiert haben, weil sie ihn kurz zuvor bei den Behörden angezeigt hatte. Die Frau konnte sich retten und überlebte den Angriff.

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