Eine Frau und ein Mann begegnen sich wieder. 70 Jahre lang haben sie sich nicht mehr gesehen. Damals waren sie, Mimi und Herbert, noch Kinder und, wie Mimi sagt, „wie Bruder und Schwester“. Herbert, das ist Herbert Rubinstein, heute Mitglied der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Seine Geschichte ist eine von vier Erinnerungen jüdischer Kinder aus Czernowitz vor und während des Zweiten Weltkriegs: glückliche Tage, zerbrochene Träume und das Überleben in der Hölle.

„Blindekuh mit dem Tod“ ist keine Erzählung über die Shoah, sondern eine über gestohlene Kindheit. Die Perspektive der Kinder steht im Vordergrund, ihnen erscheint manches als Spiel, was bitterer, lebensbedrohlicher Ernst ist. Wenn wir den Blick aus der Vergangenheit auf die Gegenwart richten, wenn wir an die gestohlene Kindheit von jungen Menschen an vielen Orten der Welt denken, bemerken wir die Aktualität dieser Geschichten.

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat 2023 die Graphic Novel „Blindekuh mit dem Tod“ als Leuchtturmprojekt für die pädagogische Erinnerungsarbeit an Schulen empfohlen.

Ein Gastspiel des Düsseldorfer Schauspielhauses / Junges Schauspiel \ Veranstaltung im Rahmen von: Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen / Altersempfehlung: ab 14 Jahren \ Dauer: 1 Std. 15 Min

„Blindekuh mit dem Tod“, Theater der Jungen Welt, Sonntag, 22. März, 18:00 Uhr, und Montag, 23. März, 10.30 Uhr.

Tickets und weitere Informationen: www.theaterderjungenweltleipzig.de/wann-und-was/stueckdetail/blindekuh-mit-dem-tod

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