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Holocaust

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Holocaust-Gedenktag in Leipzig und der Ukraine: „Wenn Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen, muss man gemeinsam an die individuellen Schicksale erinnern“

Anlässlich von Jom HaSchoa (dem jüdisch-israelischen Holocaust-Gedenktag) hatte die internationale Bewegung „Marsch des Lebens“ am Donnerstag, 28. April, in Leipzig eingeladen. Unter dem Thema „Mit Herz und zu Fuß – Erinnern, Versöhnen, ein Zeichen setzen!“ ist man gemeinsam auf die Straße gegangen. „Judenhass und Antisemitismus haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Antisemitismus ist längst wieder in […]

Wieder zwischen beiden Parteien, aber mit verhältnismäßig wenig Arbeit - die Polizei in losen Gruppen. Foto: LZ

Donnerstag, der 28. April 2022: Dresdens Bürgermeister darf trotz Formfehlern kandidieren, erneut Ermittlungen gegen Polizisten und Holocaust-Gedenktag in Leipzig

Der amtierende Dresdner Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) darf trotz Formfehlern erneut kandidieren. Mit dem neuen Innenminister Armin Schuster sollte derweil etwas Ruhe in der sächsischen Regierung einkehren: Doch nun wird erneut gegen zwei Polizisten wegen Beleidigung ermittelt. Außerdem: In Leipzig fand anlässlich des jüdisch-israelischen Holocaust-Gedenktags eine Kundgebung statt. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, […]

Das Ariowitsch-Haus, Leipziger Zentrum jüdischer Kultur Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Marsch des Lebens in Leipzig am 28. April

Hiermit laden wir anlässlich von Jom HaSchoa (dem jüdisch-iraelischen Holocaust-Gedenktag) herzlich zum Marsch des Lebens am Donnerstag, den 28.04.22, in Leipzig ein! Unter dem Thema „Mit Herz und zu Fuß – Erinnern, Versöhnen, ein Zeichen setzen!“ wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen. Judenhass und Antisemitismus haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Antisemitismus ist längst wieder in den […]

Transport Leipziger Juden, vermutlich vom Güterbahnhof Engelsdorf. Foto: anonym, 1942/1945 / SGM

Zug in den Tod: Zum 80. Jahrestag des Beginns der Deportationen von Leipzig am 21. Januar 1942

Vor 80 Jahren, am 21. Januar 1942, ging bei bitterer Kälte der erste Deportationszug mit 561 Leipzigern – jüdischen Frauen, Kindern, Männern – über Dresden nach Riga. Die Fahrt war Teil einer deutschlandweiten „Aktion" zur Ermordung der deutschen Juden. Diese Deportationen noch vor der Errichtung der großen Vernichtungslager in Osteuropa ist in der Erinnerung an den Holocaust weniger bekannt.

Leipzig erinnert an die Sinti- und Roma-Opfer des Holocaust

Mit dem Niederlegen von Blumen am Denkmal „Geschlagener“ in der Parkanlage am Schwanenteich hat die Stadt Leipzig gemeinsam mit dem Romano Sumnal e.V. an die über 500.000 Sinti und Roma erinnert, die während der NS-Zeit Opfer des Holocaust wurden.

Küf Kaufmann. Foto: Alexander Böhm

Kerzenzünden, Schweigeminute und Gebet am Holocaust-Gedenktag – Jom haScho’a

Mit einer entsprechenden Zeremonie aus Kerzenzünden, Gebet und einer Schweigeminute wird am Jom haScho’a, dem Gedenktag der Opfer des Holocausts, im stillen Gedenken an die sechs Millionen jüdischen Menschen, die während des Holocausts in Europa systematisch ermordet wurden, auf dem neuen jüdischen Friedhof erinnert.

Stolpersteine in der Gerberstraße. Foto: Tilly Domian

Ein Bewusstsein schaffen

Vor ein paar Tagen fragte mich eine Freundin, ob ich sie begleiten würde, sie wolle Stolpersteine putzen gehen. Angesichts der gerade stattfindenden Gedenkveranstaltungen bezüglich des Holocaust war ich für das Thema sowieso offen bzw. sensibilisiert, also sagte ich spontan zu. Und fragte mich danach, was ich eigentlich über Stolpersteine weiß.

Mittwoch, der 27. Januar 2021: In Sachsen wird den Opfern des Nationalsozialismus gedacht, Ermittlungen gegen Freitaler Neonazi und Mahnwache am Rathaus

An vielen Stellen in Leipzig und Sachsen wurde heute der Internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Und: Zeitgleich führte das LKA in Sachsen und darüber hinaus Drogen-Razzien durch. Außerdem gab es erneut eine Umwelt-Mahnwache am Neuen Rathaus Leipzig (Video) und ein Freitaler Neonazi läuft nach einem Tötungsdelikt frei herum. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 27. Januar 2021 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Der 27. Januar als Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist ein Datum, dass sich in die deutsche Geschichte eingebrannt hat. Er erinnert schmerzlich daran, dass es den Deutschen nicht möglich war, sich selbst von der Diktatur des Nationalsozialismus zu befreien.

Stilles Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Heute (27. Januar) jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 76. Mal. Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hat die Stadt Leipzig an die Opfer erinnert. Coronabedingt waren die Kranzniederlegungen nicht öffentlich.

Rico Gebhardt, (MdL, Die Linke). Foto: Michael Freitag

Rico Gebhardt: Antifaschismus ist die Verpflichtung aller

Zum heutigen Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt der Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, Rico Gebhardt: „,Wer denkt, es kann sich nicht wiederholen, der irrt‘, hat uns der aus Chemnitz stammende Auschwitz-Überlebende Justin Sonder gemahnt.“

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Anlässlich des jährlichen Gedenkens an die Opfer des Holocausts appelliert Staatsministerin Petra Köpping daran, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit nicht der Relativierung preiszugeben und aktuelle Bedrohungen der Demokratie ernst zu nehmen. Petra Köpping: „Je weniger Zeugen der Shoah leben und widersprechen können, umso mehr erleben wir den Versuch, Geschichte umzuschreiben, und die Forderung, endlich einen ‚Schlussstrich‘ zu ziehen.“

Dr. Brigitta Trübel im Gespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Dr. Eva Umlauf am 5. April im Felsenkeller. Foto: L-IZ.de

„Sind so kleine Hände“: Lesung und Diskussion mit Dr. Eva Umlauf, die als 3jähriges Kind die Hölle in Auschwitz überlebte + Video

VideoLeipzig, Felsenkeller, kleiner Saal. Es ist Freitagabend, kurz vor 18 Uhr, ein lauer Frühlingswind fährt den zahlreichen Besuchern unter die Nase, die auf Einlass ins „Naumann´s“ hoffen. Der Verein des Erich-Zeigner-Hauses hatte geladen, um am 70.Todestag (5. April 1949) des ersten Leipziger Oberbürgermeisters einen besonderen Gast, mit Dr. Eva Umlauf eine außergewöhnliche Frau zu begrüßen. Ein besonderer Abend, so unterstrichen einhellig Henry Lewkowitz, Vorsitzender des Erich-Zeigner-Hauses e.V. und Dr. Nils Franke, Historiker, die zu erwartende Stimmung. Gespannt und auch betroffen, schmunzelnd ab und zu und dann wieder nachdenklich sollte sie auch werden.

Holocaust on stage?! – Gesprächsrunde am 3. November am Westflügel Leipzig

Rechtsextreme Äußerungen werden zunehmend gesellschaftsfähig, Einschüchterungen aus entsprechenden Kreisen gehen weit über persönliche Bedrohungen hinaus, erreichen sogar öffentliche Bildungs- oder Kultureinrichtungen. Selbst antisemitische Handlungen sind in Deutschland längst nicht mehr überall ein Tabu.

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