Nachdenken über ... Schwarzsehen

Warum das heutige Couchpotatoe-Fernsehen die Angst vorm Schwimmenlernen bestärkt

Für alle LeserNein, es geht diesmal nicht nur ums Fernsehen. Wenn auch nicht ganz beiläufig, da ja unser geliebter deutscher (Nicht-)Staatsfunk einen gehörigen Anteil auch an der Vermittlung von Weltbildern und Zukunftsaussichten hat. Was ja auffällt bei all unseren Deprimierten und Wütenden: Sie wettern zwar alleweil über das, was ihnen das Fernsehen so vorsetzt. Aber sie gucken das Zeug trotzdem jeden Tag. Sie sind süchtig nach dem Süßkram.

Sie sind also ganz normale deutsche Bürger, die der festen Überzeugung sind, dass ihnen das Pantoffelkino einen realistischen Blick auf die Welt bietet. Und gleichzeitig „die Parteien“ die Glotzkiste dazu nutzen, der Bevölkerung ihre „Wahrheiten“ aufs Auge zu drücken.

Wir haben ja hier kürzlich erst Claus Klebers Büchlein „Rettet die Wahrheit!“ besprochen, in dem der Nachrichtenmacher erzählt, wie man versucht, im „heute journal“ irgendwie einen seriösen und gut ausgewählten Nachrichtenüberblick zu schaffen.

Oder zu erzeugen. Denn wer nur über einen begrenzten Sendeplatz verfügt, der muss auswählen. Es geht gar nicht anders. Der dampft die tausenden täglich hereinströmenden Meldungen aus aller Welt auf vier, fünf als für wichtig erachtete Nachrichten ein, die dann mit Filmclips und Kommentaren untersetzt sind. Stets – da glauben wir Claus Kleber schon – mit sensiblem Blick dafür, dass man die Dinge möglichst realistisch darstellt. Oder authentisch.

Und da wird es schon spannend. Denn ich persönlich finde es sehr mutig, wenn einer titelt: „Rettet die Wahrheit!“

Schon gar, wenn er seit Jahrzehnten im Geschäft ist. Denn dann weiß man durch Erfahrung und Arbeit, dass es DIE WAHRHEIT gar nicht gibt.

Und auch keine andere. Was ja unsere neurechten Meinungsmacher dann so gern als „alternative facts“ oder ähnlich blödsinnig bezeichnen. Die Dinge sind entweder so, dass die gesprochenen (oder geschriebenen) Erläuterungen zum Bild und zum Geschehen passen und belegbar sind, oder sie sind „fakes“. Davon wimmeln ja die „sozialen Netwerke“.

Die meisten Menschen können das nicht wirklich unterscheiden. Und ein Denkfehler – eher nicht bei Claus Kleber, aber bei den Programmgestaltern – ist: Sie versuchen, die Berichterstattung über das, was in der Welt vorgeht, auf wenige Sendeminuten am Tag einzudampfen. Sie verweisen dann auf die hohen Einschaltzahlen zu den Nachrichtensendungen.

Aber sie haben auch nach 60 Jahren Fernsehmachen nicht gemerkt, dass ein Bild von der Welt nicht nur durch die paar Minuten „heute journal“ geschaffen wird. Es entsteht aus allem, was Menschen an Medien konsumieren. Und mal ehrlich: Wenn 90 Prozent des Gesendeten Spiel, Spaß, Geschwätz, Tratsch und Dystopie sind, dann prägt das die Weltsicht der Zuschauer viel stärker als die paar Minuten „Die Anstalt“ oder „heute journal“.

Und da kommen wir zu einem Kern des heutigen Fernsehmachens. Denn als demokratisches Medium hat es sich noch nie begriffen. Tatsächlich besteht es zu 90 Prozent aus „Unterhaltung“ (also der feudalen Form der Volks-Belustigung), die eigentlich als Fest-Haltung verstanden wird: Den Zuschauern wird (mit enormen Einsatzsummen) das serviert, was sie vor dem Bildschirm fest-hält. Fernsehen ist ein extrem immobiles Medium. Und so sind auch die Sendungen. Denn wenn man das Publikum mit dem Immergleichen am besten vor dem Apparat fest-hält, dann gibt es natürlich immer mehr vom Immergleichen. Und damit entsteht – ganz beiläufig, aber sehr stringent – ein Welt-Bild.

Das Bild einer Welt, die sich nicht mehr verändert. Es ist eine zum Bild gewordene Jetzt-Welt, die vor allem eine Haltung extrem stark bedient: Wie kann ich den Moment des sicheren Jetzt bewahren?

Es ist schon verblüffend, wie diese Haltung selbst dann sichtbar wird, wenn die mächtigen Fernsehintendanten vorm Bundesverfassungsgericht Rede und Antwort stehen müssen und sich dann – frech wie Bolle – damit verteidigen, wie wichtig sie für die Demokratie seien.

Kein Mensch braucht diese Art Fernsehen für die Demokratie.

Kein Mensch braucht eine Demokratie, die als immerwährendes glückliches Jetzt verkauft wird, in dem eine rautefaltende Bundeskanzlerin als Mittelpunkt des So-Seienden gefeiert wird.

Das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen hat keine demokratischen Hall-Räume. Wer glaubt, die Talkshows seien welche, muss mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein. Es gibt keine guten und lebendigen Auseinandersetzungen mit unserer Zeit und unserer Gesellschaft. Aber dafür jede Menge scheußlich überzuckerter Nostalgie. In West wie Ost.

Die einen trauern den „goldenen Jahren“ des Wirtschaftswunders hinterher und die anderen der grauen Schönheit der DDR. Kein Medium vermittelt stärker das Gefühl, früher sei alles viel aufregender gewesen. So dramatisch wie das „Wunder von Dings“ und „Das Wunder von Bums“ lässt sich – scheinbar – Gegenwart nicht darstellen. Außer, es kommt zum Showdown und man kann mit selbstgefälliger Bräsigkeit über Unglücke, Katastrophen, Niedergänge und Niederlagen berichten.

Weshalb ja auch Fußball mittlerweile einen so breiten Raum in der Berichterstattung einnimmt: Kein Unterhaltungsstück bietet so viele Möglichkeiten zu Jammer, Klage und Abstiegsängsten wie der Fußball. Und ich bin mir sicher: Das Hauptinformationsmedium für unsere heutigen Trauerpolitiker ist das Fernsehen. Hier werden sie tagtäglich bestätigt.

Auch wenn das die Konrad-Adenauer-Stiftung augenscheinlich nicht abgefragt hat, als sie nun Ende 2017/Anfang 2018 die Parteianhänger nach ihren Zukunftssichten gefragt hat.

„In der von der Adenauer-Stiftung beauftragten Umfrage bejahten 83 Prozent der AfD-Wähler den Satz ‚Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland‘, schreibt die F.A.Z. „In der Gesamtbevölkerung stimmte ein Drittel dem Satz zu. Eine Mehrheit findet sich auch bei Linken-Wählern für die pessimistische Aussage: 53 Prozent stimmten zu. Bei den anderen Parteien sieht nur eine Minderheit schwarz: 14 Prozent der Unionswähler, 17 Prozent der SPD-Wähler, 15 Prozent der FDP-Wähler und 22 Prozent der Grünen-Wähler stimmten dem Satz zu.“

Was ja eindeutig heißt: AfD-Wähler haben augenscheinlich ein sehr schwarzes, verängstigtes Bild von der Zukunft. (Oder gar keins, was erst recht vieles bestätigen würde. Denn wer sich Zukunft nicht mal vorstellen kann, ist logischerweise bei jeder wahrnehmbaren Veränderung in Panik.) Ein Bild, das sich bei den meisten mit ihrem eigenen Angst-Status trifft: „59 Prozent von ihnen gaben an, häufig Angst vor der Zukunft zu haben. Bei den Sympathisanten der anderen Parteien überwiegen die Optimisten, vor allem bei den Unions-Wählern: 19 Prozent von ihnen sagten, sie hätten häufig Angst.“

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung war es zumindest beruhigend: CDU-Wähler unterscheiden sich doch deutlich vom Wählerpotenzial der AfD.

Mal so gesagt: Was gehört eigentlich dazu, „häufig Angst vor der Zukunft zu haben“?

Was soll das? Der Klimawandel gehört ja eindeutig nicht zum Angst-Repertoire der AfD, dort leugnet man ihn lieber. Vor „Überfremdung“ fürchtet man sich. Aber das lässt sich nicht einmal bildlich vorstellen und setzt wirklich ein ziemlich verkorkstes Gehirn voraus. Ist die Behauptung, Angst zu haben, nur ein Topos, hinter dem sich die weltfeindliche Haltung der AfD und ihrer Wähler versteckt? Sind es eigentlich nur lauter Couchpotatoes, die jetzt herauskommen und nicht wissen, wohin mit all den Ängsten, die sie sich am Bildschirm angesammelt haben?

Denn es steckt ja ganz eindeutig auch eine immobile, passive Welt-Haltung dahinter. Wer ständig Angst hat, traut sich ja nicht mehr unter Menschen, gar solche, die anders denken und aussehen als man selbst. Da stecken dann Berührungs- und Begegnungsängste dahinter, die Ängste des Schneckenhausbesitzers, der jetzt herausdarf und den Neurechten zustimmt, die behaupten, sie würden all diese Herausforderungen beseitigen. Und gar dafür sorgen, dass alles wieder „schöne alte Zeit“ wird. Schön entmischt, geordnet, gesichert und mit Mauern umbaut.

Eine ausgewachsene Burgmentalität.

Ich weiß nicht: Das fände ich eine fürchterliche Sicht auf die Zukunft. Mit diesen immobilen Leuten zusammen eingesperrt zu sein in einem homogenisierten und pasteurisierten Land mit unterirdischen Geburtenraten und lauter Schrumpfungsaussichten … Wer kann sich danach eigentlich sehnen?

Aber man ahnt, dass die postulierte Angst eben auch ein verdrängter Lebensmut ist. Denn für all das, was das Leben erst lebenswert und spannend macht, braucht man Mut, muss man die einlullende Glotzkiste ausschalten (oder noch besser: entsorgen) und rausgehen. (Man spürt regelrecht, wie in den Leuten da schon die Panik aufsteigt.) Und sich mit anderen Leuten treffen, beschäftigen, sprechen. Sich zu öffnen für den Reichtum der Welt. Der natürlich auch zu uns kommt. In Form von Waren, Gedanken, Ideen, Musik, Filmen, Menschen.

Zukunft ist ja noch nicht da. Zukunft entsteht erst – durch Veränderung. Das ist wie beim Schwimmenlernen. Irgendwann muss man den Beckenrand loslassen und darauf vertrauen, dass die gelernten Bewegungen einen über Wasser halten. Egal, ob man dann paddelt wie ein Hund oder elegant dahinsegelt wie unsere Olympiaschwimmerinnen.

Was ja bedeutet: Die AfD ist eine ausgesprochene Ich-will-nicht-schwimmen-lernen-Partei. Oder zumindest ihre Wähler tendieren zu dieser Ich-will-nicht-schwimmen-lernen-Haltung. Das Führungspersonal gehört ja zur gut gepäppelten deutschen Elite und weiß mittlerweile, wie man an die Champagnerflaschen kommt.

Schwarzsehen macht einen nicht wirklich fit fürs Leben. Vielleicht sollten wir mentale Schwimmkurse anbieten. Auf die Idee werden die ja beim Fernsehen nie kommen.

Die ganze Serie „Nachdenken über …“

Ein Plädoyer für die alte, klassische Mühsal des journalistischen Arbeitens

Nachdenken über ...
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