Die Tierheime sind überfüllt mit Katzen, die nach einem Zuhause suchen. Folglich liegt es nahe, eine Samtpfote von dort anstatt von einem Züchter zu adoptieren. Bevor Sie sich jedoch unüberlegt eine Katze zulegen, sollten Sie im Vorhinein einige Dinge wissen.

Stubentiger haben Liebe zu verschenken

Für einen Stubentiger gibt es nichts Schöneres, als ein neues Zuhause zu bekommen, in dem er sich wohlfühlt. In der Regel sind Katzen, die im Tierheim landen, bereits an Menschen gewöhnt und haben dementsprechend eine große Sehnsucht danach, wieder mit Menschen zu schmusen und zu spielen. Dadurch, dass sie in der Regel bereits erwachsen sind, brauchen sie weniger Aufmerksamkeit als die kleinen Kitten.

Termin im Tierheim

Es kommt immer wieder vor, dass jemand eine Katze im Wald findet und glaubt, dass es sich um eine handelt, die kein zu Hause mehr hat. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn in der Regel handelt es sich dabei meist um eine echte Wildkatze. Nehmen Sie daher keine Katze aus dem Wald mit, sondern machen Sie einen Termin mit einem Tierheim.

Bevor Sie sich aber Hals über Kopf in eine Katze vor Ort verlieben, sollten Sie sich erst einmal mit der Haltung einer Katze auseinandersetzen. Die Pfleger sollten sich Zeit nehmen und Fragen zur häuslichen Situation stellen. Schließlich ergibt es keinen Sinn, sich für eine Katze zu entscheiden und im Nachhinein festzustellen, dass man ihren Bedürfnissen nicht gerecht wird.

Während manche Katzen reine Wohnungskatzen sind, sind andere es gewohnt, jederzeit durch eine Katzenklappe das Haus verlassen zu können, was wiederum Sie im Tierheim abfragen sollten, denn der gewohnte Freigänger würde sehr darunter leiden, dies nicht mehr praktizieren zu können!

Des Weiteren ist es wichtig, dem Tierheim anzugeben, wenn man bereits eine Katze besitzt. Der Grund ist, dass es Katzen gibt, die es bevorzugen, allein zu sein. Ist das bei dem Stubentiger aus dem Tierheim so, dann eignet er sich in diesem Fall nicht. Wenn es das Tierheim zulässt, stellen Sie die neue Katze lieber erst mal ihrer eigenen Katze zu Hause vor, auch sie könnte diese Veränderung vielleicht nicht besonders mögen.

Neben dem erkundigen nach dem Tier und seinen Charaktereigenschaften ist es wichtig zu wissen, dass das Tierheim in der Regel eine Katze nur nach einem Besuch bei Ihnen zu Hause ausgibt. Die Pfleger möchten dadurch sichergehen, dass der Stubentiger ein gutes Zuhause bekommt. Wenn alles passt, kann der Stubentiger nach der Zahlung einer Schutzgebühr Ihnen gehören.

Alternative zur Wurmkur

Immer mehr Katzenbesitzer machen sich Gedanken um die Gesundheit ihres Stubentigers. Zwar möchten Sie chemische Wurmmittel vermeiden, aber zum anderen gerne wissen, wie es um die Gesundheit des Tieres steht.

Um Gewissheit zu bekommen, kann ein Parasitentest die Lösung sein. Praktisch daran ist, dass Sie bequem von zu Hause aus eine Stuhlprobe aus der Katzentoilette entnehmen und diese dann einfach in ein Labor einsenden. Ist der Befund negativ, können Sie Ihrem geliebten Stubentiger eine chemische Wurmkur ersparen und diese nur noch dann einsetzen, wenn es wirklich notwendig ist.

Besteht ein Verdacht auf eine Allergie oder Unverträglichkeit, gibt es auch hierfür Tests, für die es ebenfalls nicht den Gang zum Tierarzt benötigt. Was Flöhe und Zecken betrifft, gibt es ein Spot On, dass frei von unerwünschten Fraß- und Kontaktgiften ist.

Ein neuer pelziger Untermieter ist eingezogen und angekommen. Foto: Alexa via pixabay

Die Eingewöhnung braucht Zeit

Wer eine Katze an ihr neues zu Hause eingewöhnen möchte, sollte ihr viel Ruhe und Geduld geben. Schließlich ist für die Samtpfote alles neu und aufgrund ihrer Vergangenheit kann es sein, dass sie erst einmal ziemlich misstrauisch Fremden gegenüber ist. Sobald die Katze jedoch weiß, dass sie ihrem neuen Besitzer vertrauen kann, wird sie ihn als Lieblingsmenschen ganz oben auf der Liste stehen haben.

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