Wahre Motorradfahrer schwingen sich bei jedem Wetter auf das Bike, aber natürlich macht eine ausgedehnte Tour in den Sommermonaten noch immer am meisten Spaß. Motorradfahren bedeutet Freiheit und grenzt in einigen Momenten schon fast an eine Meditation, in anderen wiederum ist es eine nicht zu unterschätzende sportliche Herausforderung.

Motorradfahren hat auch seine Schattenseiten und diverse schwere Unfälle bestätigen dies Jahr für Jahr auf traurige Art und Weise. Wir möchten Ihnen einige Tipps mit auf den Weg geben, damit Sie allzeit sicher an Ihrem Ziel ankommen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Ein Motorrad und dessen Fahrer sind im Vergleich zum Auto ein leider beinahe ungeschütztes Fortbewegungsmittel und somit im Verkehrsraum stark gefährdet. Daher sollten Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um ihrerseits einen Unfall zu vermeiden.

Um zumindest einen Teil der Risiken schon vor Beginn einer Fahrt auszuschließen, reicht eine einfache Kontrolle aller relevanten Bauteile am Bike. Prüfen Sie vor jeder noch so kleinen Fahrt, ob Ihre Reifen unbeschädigt und die Bremsen funktionstüchtig sind. Dies dauert wenige Sekunden und kann Ihnen eventuell das Leben retten.

Sparen Sie nicht an den falschen Stellen

Protektoren-Bikerkombi schützt den Fahrer vor ernsteren Verletzungen. Foto: Albrecht Fietz via pixabay

Sparen ist an sich immer eine gute Idee und besonders bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Doch beim Motorradfahrer sollten Sie bei allem rund um das Thema Sicherheit niemals sparen. Kaufen Sie bei allen relevanten Teilen ausschließlich Originalteile und investieren Sie in eine hochwertige Schutzkleidung.

Diese gibt es inzwischen in unzähligen Designs und sogar auf das Motorrad abgestimmt. Fahren Sie beispielsweise ein BMW Motorrad, dann gibt es auch die dazu passende und gebrandete Kleidung.

Auf sein Recht zu bestehen kann böse enden

Bei einem Unfall sind Sie auf einem Motorrad immer im Nachteil, daher sollten Sie zu jeder Zeit vorausschauend und aufmerksam fahren. Denken Sie für die anderen Verkehrsteilnehmer mit und bremsen Sie lieber, auch wenn Sie Vorfahrt hätten. Auf dem Motorrad gilt: Die eigene Sicherheit ist wichtiger, als das Recht auf Vorfahrt zu erzwingen!

Motorradfahrer werden von anderen Verkehrsteilnehmern oft einfach übersehen. Foto: Franz P. Sauerteig via pixabay

Halten Sie sich fit und machen Sie Pausen

Wie bereits angesprochen, kann eine längere Fahrt oder eine Reise mit dem Motorrad auch körperlich sehr anstrengend werden, weshalb es eben auch zu den Sportarten gezählt wird. Daher ist es wichtig, dass Sie sich körperlich fit halten und in regelmäßigen Abständen eine Fahrpause einlegen. Nur so stellen Sie sicher, auch nach mehreren Stunden Fahrt, aufmerksam zu bleiben und im Notfall schnell genug reagieren zu können.

Sobald Sie merken, dass Sie unkonzentriert werden, oder verzögert reagieren, ist es an der Zeit, eine Pause zu machen und sich ein wenig die Beine zu vertreten. Wenn das nicht reicht, dann sollte eben außerplanmäßig eine Übernachtung eingelegt werden.

Ein Fahrsicherheitstraining schadet nie!

Ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder erfahrener Motorradfahrer, ein Sicherheitstraining schadet nie. Hier lernen Sie, wie Sie Ihr Bike auch in schwierigen Situationen unter Kontrolle halten und Unfälle vermeiden können. Sollte es dann einmal im Straßenverkehr zu einer ähnlichen Situation kommen, dann wissen Sie bereits, was zu tun ist und wie das Motorrad reagiert. Ein Fahrsicherheitstraining kann unmittelbar Leben retten und ist die vermutlich beste Investition, die es gibt!

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