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Veranstaltung zur Weltkontinenzwoche am 8. Juni: Depressionen, Schwindel, Stürze – unbehandelte Blasenschwäche kann die Ursache sein

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    In Deutschland sind 6 bis 8 Millionen Menschen von Blasenschwäche betroffen. Das Wort "Schwäche" ist irreführend. Es lässt glauben, dass es sich hierbei um ein Symptom handelt, das lästig ist und die Lebensqualität einschränkt. Die Wahrheit aber ist: es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die ernstzunehmende gesundheitliche Folgen hat und Frauen haben ein deutlich höheres Risiko, an Inkontinenz als an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken.

    Dr. med. Tom Kempe, Praxis für Frauenheilkunde und Urologie sowie Leipziger Kontinenzzentrum am Klinikum St. Georg in Leipzig führt aus: „Bis vor Kurzem waren uns die Zusammenhänge zwischen Depressionen, Schwindel, Stürzen und der Inkontinenz nicht so deutlich. Doch Studien und Zahlen sprechen eine klare Sprache.“

    Die Weltkontinenzwoche vom 18.-22. Juni 2012 bietet eine sehr gute Möglichkeit, die Frauen über die Erkrankung aufzuklären. Denn obwohl es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten zur effektiven Behandlung der Harninkontinenz gibt, suchen diese Frauen dennoch oft erst nach einem jahrelangen Leidensweg einen Arzt auf. Für viele Betroffene im höheren Alter endet der Weg im Altersheim: Inkontinenz ist der häufigste Grund für eine Heimeinweisung, da die Pflege durch Angehörige oder Pflegedienste im eigenen Zuhause nicht mehr zu leisten ist.

    Informationsveranstaltung in der Praxisklinik am Johannisplatz

    Auch die Experten des Leipziger Kontinenzzentrums nehmen mit einer weitreichenden Informationsveranstaltung am Freitag, 8. Juni, zwischen 15.00 bis 18.00 Uhr teil. In sieben Vorträgen gehen die Gynäkologen, Urologen, Chirurgen, Vertreter der Krankenkassen und Physiotherapeuten auf die unterschiedlichen Aspekte der Harn- und Stuhlinkontinenz und ihre Behandlungsmöglichkeiten ein.
    Veranstaltungsort ist der Kursraum in der 6. Etage der Praxisklinik am Johannisplatz 1 in Leipzig. Zusätzlich sitzen die Dr. med. Tom Kempe und seine Kollegin Dr. med. Anne Gutsche in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr am Expertentelefon, um Fragen von Betroffenen und Angehörigen direkt zu beantworten.

    Erfolgreiche Therapie nach korrekter Diagnose

    Den meisten Frauen, die unter einer Harninkontinenz leiden, ist nicht klar, dass die Behandlung ihrer Krankheit nur dann erfolgreich ist, wenn ein Arzt die genaue Ursache für ihre Inkontinenz erkannt hat. Es werden drei Arten der Harninkontinenz unterschieden: Die Dranginkontinenz, die Belastungsinkontinenz und eine Mischform aus beiden. Hauptmerkmal der Dranginkontinenz ist der Verlust kleiner oder auch großer Urinmengen, begleitet von dem Drang, die Toilette aufzusuchen. Lediglich 17 Prozent aller betroffenen Frauen leiden unter einer reinen Dranginkontinenz.

    Demgegenüber steht die Belastungsinkontinenz, die bei 50 Prozent aller betroffenen Frauen vorliegt. Ohne, dass ein Harndrang verspürt wird, kommt es während körperlicher Anstrengung, Niesen oder Husten zu unwillkürlichem Harnverlust. Als Ursache dieser häufigsten Form der Harninkontinenz liegt in den meisten Fällen eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder generelle Bindegewebsschwäche vor. Die Erschlaffung der Muskulatur wird oftmals ausgelöst durch Schwangerschaften, Geburtskomplikationen, Übergewicht, ein Östrogenmangel in den Wechseljahren, schwere körperliche Arbeit, Operationen oder schlicht Verstopfung. Immerhin bei 33 Prozent aller Erkrankungsfälle liegt eine Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz vor.

    Therapie der Belastungsinkontinenz

    Wenn konservative Verfahren (z.B. Beckenbodentraining) oder Änderungen des Lebensstils (u. a. Gewichtsreduktion) keinen Therapieerfolg bringen oder keine Option sind, z.B. wenn die Frauen an einer starken Belastungsinkontinenz leiden, setzt Dr. Kempe minimal-invasive Verfahren ein: „Wir haben an unserer Klinik die Möglichkeit, zwei schonende, aber effektive Operationsverfahren anzuwenden. Zum einen implantieren wir dünne Netzbänder spannungsfrei im mittleren Harnröhrensegment. Das Band (Gynecare TVT) ersetzt die defekten Strukturen und stellt die ursprüngliche Spannung wieder her. Beim zweiten Verfahren nutzen wir die Injektionstherapie und spritzen einen sogenannten Bulking Agent in die Wand der Harnröhre. Die Polster, die entstehen, verengen die Harnröhre. Die Behandlungen sind beide komplikationsarm, sehr erfolgreich und für die Patientin kaum belastend.“

    Besonders wichtig ist dem Experten Dr. Kempe, dass die Frauen einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen. Die Aussichten auf Heilung, zumindest aber nachhaltiger Besserung sind sehr hoch. Frauen, die ihre Krankheit schicksalhaft annehmen, sich zurückziehen, nicht zum Arzt gehen, riskieren unnötigerweise vermeidbare Komplikationen oder schwerwiegende Folgeerkrankungen oder Probleme auf Grund Ihrer Grunderkrankung.

    www.sanktgeorg.de

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