Artikel aus der Rubrik Karikaturen

Schwarwels Fenster zur Welt: Neu im Kino – „Vollstes Vertrauen“ 5

Wenn man als Filmkritiker so in den dunklen Saal tritt, kaum Publikum, bis auf das verkümmerte Kollegenpack im Raum und der Vorspann zum neuen Hollywoodhighlight rattert bereits, dann weiß man normalerweise, was einen erwartet. Irgendwer verliert immer den Kopf, es wird hin und her gerannt, ein bisschen Aktion, Blut und Humor, meist noch die übliche Portion "Luke, ich bin Dein Vater" und beim Happy End wird eingepennt. Diese Vorführung hätte ich nie betreten, wenn man mir vorher gesagt hätte, was für ein gnadenloses Grauen auf mich wartet!
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Schwarwels Fenster zur Welt: Doktor ex

Falsch, richtig, falsch - richtig falsch. Was bitte interessiert mich die Doktorarbeit einer weitgehend wahrnehmungslos agierenden Schavan und ihre freudsche Nabelschau vor über 30 Jahren? Sie war jung und brauchte den Job! Doktorarbeiten sind im gesellschaftlichen Wert doch eh längst unterhalb von Toilettenpapier gelandet. Beides hat sicher was mit längerem Herumsitzen zu tun, aber wichtig ist doch nur, was dabei rauskommt? Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Käpsele-Connection

Muss i denn, muss i denn, zuhum Städtele hinaus! Derzeit in Stuttgart gar nicht möglich. Da bleibt man drin und dabei nah am Baggerloch. Großprojekte, ein amüsanter Begriff für regionale Konjunkturprogramme mit politischer Vergabelobby. Da bekommt eben auch mal einer nen Auftrag, wenn er sich absichtlich verrechnet und dem Spezi rechtzeitig signalisiert - hey, Du? Ja Du! Wenn die Kalkulation dann implodiert, hol ich Dich in den Aufsichtsrat. Kriegen die da draußen doch gar nicht mit - zwinker, zwinker.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Sex-Ismus

Ich freu mich. Wirklich. Auch wenn es für mich rein vom Zustand der Außenbauten her gesehen, eindeutig zu spät kommt. Aber was wird das schön. A zeigt B an, weil B männlich und ein Gucker ist. Am besten ein Chef-Gucker, mit großer Fallhöhe. Und B gehört gnadenlos fertig gemacht. Das Schwein. Besser der tote weiße Eber - denn wie mein wenig humoriger Kollege Augstein da im Spiegel schreibt - der Machtanspruch des weißen Mannes ist tot. Jetzt kommt die Herrschaft der weisen, gnädigen und weitsichtigen Frauen.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Geierflug

Hat da jemand 2014 gesagt? Auch egal mittlerweile. Ordentlich Grassamen drauf und warten, bis den vergammelten Rohbau weite Ebenen, tiefe Gräben und ein dominanter Berg zieren, wo einst der Tower stand. 10 Jahre und es ist durch geordneten Wildbewuchs zu einem großartigen Abenteuerspielplatz mutiert, dessen Freizeit- und Tourismuswert dem des jetzigen Vielleicht-wird-da-irgendwann-jemand-abheben-Desaster weit überlegen ist. Geflogen wird dann halt ab Leipzig, auch eine Maßnahme zur Reduzierung von Flugverkehr. Nur die ganzen Komplettversager in Planung und Aufsicht müssen sich halt ihre Privatvillen anders finanzieren. Irgendwo in der Nähe eines Geierhorstes.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Lieferung

Hat doch wenigstens der FDP-Kopf den Lieferanteneingang endlich gefunden. Die Frage ist eigentlich nur noch, wer die Zubereitung des letzten Ganges übernimmt. Denn leider ist da einiges mehr im Argen, als nur der Service. Auch in der Küche steht mittlerweile nur noch drittklassiges Personal und schreit: Hat es Euch nicht geschmecket? Und aus dem Gastraum hallt's zurück: Sie können uns langsam mal im A... lecken. Endlich ist Wahljahr, auch wenn's an den Zutaten kaum was ändern wird, kann man doch wenigstens einmal selbst die Suppe umrühren. Auch wenn die Fettaugen wohl weiter oben schwimmen werden. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Patsch, patsch white rabbit

Manchmal braucht man Zeit. Zeit, sich selbst zu sortieren, die Trennschneise zwischen junger, lebensfroher Veränderungslust und abwinkendem Zynismus zu finden. Hier ist sie. Ich, Ilse Schnickenfittich kehre widerspiegelig zurück. Und sei es nur darum endlich wieder eine der herausragenden Karikaturen meines Freundes Schwarwel mit teils hitzeresistenten Worten zu begleiten. Denn Mutti hat schon lange nichts weiter verdient, als die klare Frage, wie Diktatur eigentlich entsteht? Mindestens durch die Verblödung aller Anderen.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Phantomschmerz

Die Welt bricht zusammen. Alles erodiert, Pestkranke schleichen um die Häuser, welche sich selbst auf einer Säule hinkend, am Abgrund gebaut, todessehnsüchtig gen Tiefe neigen. Die Zeitungen sterben! Was einst mit vier Freigaben durch die Alliierten begann, in der medialen Verteilung des Ostens seine Fortsetzung und Machterweiterung fand, geht am Stock. Springer, Burda, Bertelsmann und - lokaler Einschuss - so ein bisschen Madsack-Clan mit einem alten Mann an der Spitze bekommt nach Jahrzehnten des Gelddruckens Probleme.
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Schwarwels Fenster zur Welt: Dunkeldeutschland

Überall Faschisten in Dunkeldeutschland - ich hab's doch gewusst, auch ohne neue Studie. Diese stöckelnde Gans beim Arzt, die immer so scheel schaut, wenn man die Karte nicht pronto auf den Tresen hämmert - eine klare Privatkassenrassistin! Der Kontroll-Otti in der Bimmel, wenn er den Schnippel vor der nächsten Haltestelle sehen will - ein Zeitschwein! Von diesen ganzen Orks um mich herum ganz zu schweigen. Apropos Schweigen. Das wird man ja wohl nochmal sagen dürfen: Ihr seid alle, alle Alltags-Nazis! Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Netze

Oben, unten, meine, Deine. Ja wem gehört denn nun was? Wem ist das Elektron zu Diensten? Wär ja schön gewesen, wenn irgendjemand verstanden hätte, dass große Energieversorger vor allem eines wollen. Nichts abgeben vom Profit und die Altlasten dahin kippen, wo Onkel Frieder seinen Garten geplant hat. Verständlich - wenn man bedenkt, dass sie Quartalsdresche bekommen für fehlende Schlafsandumsätze im Atombereich und bei wirklich neuen Ideen der Energiegewinnung so flexibel sind, wie ein vom Himmel fallender Amboss. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Pssst

Warum da noch lange Worte machen? Ein bisschen Budenzauber, nichts gelöst, aber ein Auge schon in der Wahlurne. Das andere im Portemonnaie der Verbraucher. Danke also für die Blumen, also dieses gemeuchelte Gestrüpp, das verwelkt, noch ehe man es gesehen. Wenn es keine Intelligenzbeleidigung wär, hätte man sich fast geschmeichelt fühlen können. Bei so vielen Geschenken. Hat bloß keiner nach gerufen - außer bei der Abschaffung der Praxisgebühr. Aber das war ja eine Forderung der Linken - also pssst. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Muttiland

Es mag ja viele geben, die hassen ihren einst meist kaum anwesenden Vater. Aber wer schafft es eigentlich wirklich für eine längere Zeit die eigene Mutter wenigstens zu ignorieren? Von Hass ganz zu schweigen? Nun Männer bestimmt nicht - die Brust von ehedem bleibt ein Leben lang im Gesicht. Rund 50 Prozent hat die eingewanderte Ostpomeranze also immer fast sicher. 70 Prozent Zustimmung nennt sie immer wieder mal ihr Eigen. Bei rund 66 Prozent Ablehnung des koalitionären Dauerhalloweens. Es bleibt also konstant: der Deutsche verbindet seine "Führer" nicht mit dem Elend. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Paradox

Hey - nur so unter uns. Die haben gar kein eigenes Geld. Wirklich nicht. Der Kaiser ist nackt. 7,5 Prozent eigene Kohle - das hält nicht lang vor, wenns brennt. Auch so ein Grund, sich eigentlich jeden Morgen erstmal sein Geld zeigen zu lassen. Sofern man welches hat. Die Banken jedenfalls haben eigentlich keines. Sie tun einfach nur so. Immer wenn jemand einen Kredit will, beginnt das große Schubsen von Nullen und Einsen. Und dann heißt es - es werde Geld! Natürlich dadurch, dass man ihnen das bringen soll, wenn man zurückzahlt, was sie nie hatten. Paradox, oder? Denkt Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Rom II

Alle Welt steht still, wenn Dein starker Arme es will. Klingt doch hübsch. Ist halt oft kein Kopf zum Arm. Bekanntermaßen der Wortstamm von Armer. Wie nennt man so ein Stadion eigentlich in der Sozialwissenschaft? "Entladungsfläche"? Ihr armen Irren da mit Eurem beknackten Fußball. Aber ok - jeder Staat braucht ja bekanntlich Sklaven und die entsprechenden Illusionsräume. Obwohl - wenn sich soziale Fragen noch deutlicher im Stadion austragen, wird's vielleicht unbezahlbar und Ihr seid der Anfang von Veränderung?
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Schwarwels Fenster zur Welt: Gérontenexport

Alte, Alte, Alte - ich hör immer Alte. Altersamut, Altersteilzeit, Rentenalter. Waren das nicht gestern noch die "Best- und Gold-Agers"? Moment! Alte könnten die sein, die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Da gilt wahrlich keine Zielgruppenbeschreibung, keine Gnade mehr. Alt werden geht klar, aber alt sein doch nicht. Irgendwie werden wir die Schwemme schon klar kriegen. Wozu ist man schließlich Fast-Exportweltmeister? Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Klingeling

Klingeling. Klingeling. Schnickenfittich, Leipziger Internet Zeitung. Ähm. Nein, der ist leider im Moment nicht zu sprechen. Nein, der Stellvertretende Chefredakteur auch nicht. Ähm. Verzeihen sie bitte, worum geht es denn? Wie bitte? Ja, ich notiere. "Berichterstattung über ...". Ähm - mit wem spreche ich bitte? Ach nein - Sie sind es Herr Schafftlhuber - Mensch, wissen Sie noch, da bei den Brezen aufm Oktoberfest. Wann war das noch mal - stimmt 2007. Mensch Alois - worum geht's? Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Gefühlte Armut

Armut in Deutschland? Jeder 5. in Deutschland arm? Ach hör doch auf. Das muss man relativieren, einordnen, bewerten, noch mal rasch mit zentralafrikanischen Lebensverhältnissen abgleichen und darüber die Wurzel aus dem statistischen Median dreier Multimillionäre ziehen. Um rasch zu erkennen, dass es eine gefühlte Armut ist. Heute morgen hat's jedenfalls bei mir geläutet. Hartmann - darf ich mal rauf kommen? Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Zeitreise

Werd erwachsen Kind, dann darfst Du mitreden. Vielleicht sogar fragen, warum Deine Sozialkontakte zwischen Deinem 3. und 6. Lebensjahr so eindimensional waren. Dann, wenn Du groß bist, wirst Du erfahren, warum Deine Mutti Geld fürs zu Hause bleiben bekam, Dein Papi fast nie da war und Du bis heute solche schwerwiegenden Probleme hast, Deine menschlichen Beziehungen über eine Rechnerbekanntschaft hinaus zu erleben. Ja - Deine Mutti hat Dich lieb, aber halt keinen Kitaplatz gefunden. Weiterlesen

Schwarwels Fenster zur Welt: Energieverwende

Die Geschichte der deutschen Energieerzeugung ist eine voller Missverständnisse. Oder wie es Hitler einmal gesagt haben könnte, wenn man die Mitschrift noch fänd: "Wir haben kein Öl, keinen Kautschuk und nicht genug Kohle um die ganze Welt in Brand zu stecken. Rommel! Lösen sie das Problem in Afrika!" Es wäre doch so schön geworden mit den Atommeilern - ein paar kassieren und der strahlende Rest bezahlt die Endlagerung. Und jetzt? Zahlen alle trotzdem so lange, bis sie wieder nach dem Atom lechzen. Wo bliebe sonst der Profit im eigentlich Kriege entscheidenden Bereich? Weiterlesen