Der Startschuss für das erste großflächige Neubauvorhaben Leipzigs seit zweieinhalb Jahrzehnten ist gefallen. Gemeinsam haben Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Ralf-Dieter Claus, Geschäftsführer der stadteigenen Erschließungs-, Entwicklungs- und Sanierungsgesellschaft LESG mbH, sowie Vertreter der Investoren und Selbstnutzer den Grundstein für das neue Quartier am Lindenauer Hafen gelegt.

Auf dem 172.000 Quadratmeter großen Gelände, das von der LESG treuhänderisch für die Stadt entwickelt und vermarktet wird, können bis 2020 rund 500 Miet- und Eigentumswohnungen entstehen sowie Stadthäuser, Gewerbeeinrichtungen und eine Kindertagesstätte. Im Ergebnis entsteht ein vielfältiges, gut vernetztes und urbanes neues Stück Leipzig mit direkter Wasseranbindung.

„Der Lindenauer Hafen ist ein Paradebeispiel der Stadtentwicklung, mit dem sich die dynamische Entwicklung des Leipziger Westens fortsetzt“, erklärte Oberbürgermeister Burkhard Jung. „ Wir haben vor mehreren Jahren beschlossen, dieses Gebiet zu bebauen und zu beleben. Dazu gehört auch die 2015 geschaffene Verbindung des Hafenbeckens mit dem Leipziger Gewässernetz. Angesichts des rasanten Wachstums unserer Stadt und des steigenden Bedarfs an größeren Flächen für den Wohnungsbau hat sich diese Entscheidung als goldrichtig erwiesen. Möge das neue Quartier sich gedeihlich entwickeln.“

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau hob hervor: „Der Lindenauer Hafen ist die erste kommunale Leipziger Flächenentwicklung im Geschosswohnungsbau seit 1990. Unser Ziel war und ist es, ihn dezidiert zu einem urbanen, vielfältigen Stadtquartier zu entwickeln, das zugleich mit der Landschaft und dem Wasser verbunden ist. Bei der Grundstücksvergabe im Wege eines Investorenauswahlverfahrens haben wir großen Wert gelegt auf die städtebauliche und architektonische Qualität, auf Nutzungsmischung und -vielfalt sowie auf nachhaltiges Bauen. Uns kommt es vor allem auf ein breit gemischtes Wohnungsangebot und eine multifunktionale Nutzung an.“

LESG-Geschäftsführer Ralf-Dieter Claus betonte: „Wir als treuhänderisch tätiger Entwickler freuen uns, dass der erste Vermarktungsabschnitt fast komplett verkauft ist und die Bebauung beginnen kann. Die Gewässerverbindung, die Freiflächen und die Erschließungsanlagen sind fertig gestellt. Die Selbstnutzer haben bereits mit dem Bauen begonnen, die Investoren werben vor Ort. Auf den größeren Grundstücken werden voraussichtlich im September weitere Arbeiten starten.“

Die Verwirklichung des Lindenauer Hafens ist eine konsequente Fortsetzung der behutsam begleiteten Entwicklung des Leipziger Westens. Im Kontext des anhaltenden Wachstums wählte die Stadt bewusst diesen Standort als erste städtische Flächenentwicklung: Seine Geschichte, Lage und Angebote machen ihn zu einem besonderen, neuen Teil Leipzigs. Die einzigartige Kombination aus naturnah und urban beschert dem Lindenauer Hafen einen unverwechselbaren Charme. Umgeben vom Biotopraum „Schönauer Lachen“ und nur etwa 4,5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, befindet sich der Hafen am Rand des jungen Leipziger Westen. An dessen Ostufer entsteht das neue multifunktionale Wohngebiet. Im Norden begrenzen die denkmalgeschützten Speichergebäude das Quartier – sie sind eindrucksvolle Zeugen einer längst vergangenen Zeit und tragen zusätzlich zum individuellen Flair des Quartiers bei.

Die geplante Kindertagesstätte am Lindenauer Hafen wird nicht nur junge Familien des neuen Hafenquartiers anziehen. Auch für die angrenzenden Stadteile Lindenau und Plagwitz wird sie von zentraler Bedeutung sein. In unmittelbarer Nähe befinden sich zudem eine Grundschule und ein Gymnasium. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar.

- Anzeige -

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar