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Basketball: Jungwölfe verpassen Chance in Gotha

Die Möglichkeit für die MBC Jungwölfe war da. Mit durchgehend konstanter Leistung hätte die U-16-Mannschaft der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) bei den starken Rockets in Gotha ihr Spiel der Jugend Basketball Bundesliga am Sonntag gewinnen können. Doch sie unterlag mit 70:79.

Eine deutliche Niederlage gab es für den U-19-Jahrgang der MBA in der Nachwuchs Basketball Bundesliga. Die MBC Junior Sixers verloren bei der s.Oliver Würzburg Akademie mit 67:90. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB verlor der MBC Kooperationspartner BSW Sixers Sandersdorf am Samstagabend bei EN BASKETS Schwelm mit 73:83, trotz starker Leistung der MBC-Jungprofis Eimantas Stankevicius, Jonas Niedermanner, Ferdinand Zylka und Benedikt Turudic, die alle zweistellig punkteten.

Vor dem Spiel hätte sich Jungwölfe-Cheftrainer Pit Lüschper mit einer Neun-Punkte-Niederlage bei den Rockets fast anfreunden können. Nach der Partie sprach er von einer verpassten Chance. „Wir hatten uns ja vorgenommen, bei dem starken Gegner einige Sachen auszuprobieren für die bevorstehenden Play-down-Spiele. Darauf haben wir verzichtet, weil wir eine gute Möglichkeit hatten, zu gewinnen“, sagte Lüschper.

Wie eng es war, zeigt sich darin, dass die Führung zehnmal wechselte. Nach dem 39:34-Halbzeitstand zugunsten der Rockets legten die Jungwölfe im dritten Viertel einen 10:0-Lauf hin und gingen 49:48 in Führung. „Wie so oft in der Saison haben die Jungs dann aber wieder einen Gang runtergeschaltet, sodass das Spiel verlorenging“, kritisierte der Trainer. Jedoch fehlten ihm mit Tim Schmidt und Anton Rose zwei wichtige große Spieler.

„Mit ihnen hätten wir vielleicht gegen die ebenfalls nicht in Bestbesetzung antretenden Rockets mehr ausrichten können.“ Allerdings habe sich seine Mannschaft auch diverse Fehler geleistet. Unter anderem verlor sie den Ball bei mehreren Einwürfen, weil er beim Gegner landete oder nicht rechtzeitig ins Spiel gebracht wurde. John-Patrick Hantschel erzielte mit 21 Punkten einen persönlichen Saisonbestwert. „Er hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte der Trainer.

In der NBBL haben die MBC Junior Sixers nach Einschätzung von Head Coach Christopher Schreiber vor allem in der ersten Halbzeit der Nachholpartie viel zu träge agiert. In Würzburg stand es nach zwanzig Minuten schon 45:28 für die Hausherren. Erst im dritten und vierten Viertel (24:19 und 21:20 für Würzburg) wurde es ein Spiel auf Augenhöhe. Da sei bei seinen Jungs mehr Feuer im Spiel gewesen.

„Ein Problem war sicherlich, dass wir aufgrund von Verletzung und Erkrankung nicht in Bestbesetzung anreisen konnten“, resümierte Schreiber. Darunter waren mit Aufbauspieler Franz Veit und Small Forward Jannik Luster zwei Leistungsträger. „Andererseits ist Würzburg sehr heimstark.“ Da nützte es schließlich auch nichts, dass Ralph Hounnou mit seinen 24 Punkten bester Werfer der Partie wurde.

In der Liga ProB haben es die Sixers aus Sandersdorf verpasst, bereits zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde die Teilnahme an den Play-offs sicher zu machen. Mit einem Sieg in Schwelm hätte das gelingen können. Doch kurz vor Beginn der Partie kam die Hiobsbotschaft, dass Aufbauspieler Luka Petkovic verletzungsbedingt nicht spielen kann. Mit U-19-Bundesligaspieler Franz Veit fehlte auch der Ersatz, „das hat unser Vorhaben dann   erschwert“, erklärte Head Coach Tomas Grepl.

Dennoch hielten die Sixers das Spiel offen. „Zweieinhalb Minuten vor Schluss stand es unentschieden, erst danach haben wir die Partie verloren“, sagte Grepl. Die ersten beiden Viertel endeten mit kappen   Führungen für Schwelm (18:17 und 21:20). Im dritten konnten die Sixers den Spieß umdrehen, gewannen das Viertel mit 15:12 und lagen so mit einem Punkt in Front.

Erst der Schlussabschnitt brachte mit einem 31:21 die Entscheidung zugunsten der Gastgeber. Die Sixers haben es als Tabellenfünfter aber in den kommenden beiden Heimspielen weiterhin selbst in der Hand, die Play-off-Teilnahme zu sichern. Bester Scorer bei den Sixers war MBC-Doppellizenzspieler Jonas Niedermanner mit 19 Punkten.

MBC Jungwölfen: Neufert (6 Punkte), F. Schwabe, Hofer, Buchheister (2), Stefanovic (6), J. Papenfuß (11), Geier, Otto (12), Ludwig (12), Hantschel (21);

MBC Junior Sixers: Hounnou (21), S. Papenfuß (11), Schlaug (10), Schirrmacher (6), Dalchau (6), Sievers (5), Wich (3), Aurov (2), Bauroth;
BSW Sixers: Stankevicius (15), Ghotra (2), Niedermanner (19), Zylka (10), Gille, Williams (10/12 Rebounds), Bär, Hounnou, Turudic (17/9 Rebounds).

Nach einem 73:63-Sieg gegen den BBC Halle in der Oberliga Sachsen-Anhalt hat sich der MBC-Kooperationspartner SSV Einheit Weißenfels am Sonnabend die Chance erhalten, an den Play-offs um die Landesmeisterschaft teilnehmen zu können. Die ebenfalls von Christopher Schreiber gecoachte Mannschaft hat es aber nicht in eigener Hand, braucht aus den letzten beiden Spielen zwei Siege und ist von den Ergebnissen anderer Teams abhängig.

Der Sieg gegen Halle gelang, obwohl der SSV nur mit neun Spielern antreten konnte, darunter der Trainer selbst. Beste Scorer waren die MBA-U-19-Spieler Paul Schlaug (18) und Justin Wenzel (12) sowie Spielertrainer Schreiber (14) und Fabian Höer (10).

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