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SC Markranstädt gestaltet erstes Heimspiel 2019 siegreich: Hart umkämpfter 30:26-Erfolg gegen TSG 1888 Eddersheim

Die Handball-Frauen vom SC Markranstädt haben ihren zweiten Platz in der Tabelle der 3. Bundesliga Ost verteidigt. Gegen den Tabellen-Sechsten TSG 1888 Eddersheim fuhren die Piranhas am Samstagabend im gut gefüllten Sportcenter einen 30:26 (12:13)-Erfolg ein und gestalteten nach dem knapp verlorenen Derby beim HC Leipzig ihr erstes Heimspiel 2019 siegreich. Beste Werferinnen beim SCM waren Jenice Funke (8/1) und Julia Pöschel (7), während Stefanie Güter bei den Gästen (10/5) immer wieder Akzente setze.

„Nach dem hochemotionalen Spiel und der unglücklichen Niederlage gegen den HCL letzte Woche fiel es dem Team heute schwer, von Anfang an mit der nötigen Spannung und Emotionalität ins Spiel zu gehen. Durch zu viele technische Fehler vorne und dem fehlenden Biss in der Abwehr, lag Eddersheim zur Halbzeit verdient in Führung.

Doch wir sind gut aus der Halbzeit gekommen und haben das Angriffsspiel etwas umgestellt. Es freut mich, dass wir es dieses Mal besser als im Hinspiel gemacht haben. In den letzten zehn Minuten hat meine Mannschaft mit großem Kampfgeist in der Abwehr, gutem Tempospiel und der nötigen Konsequenz im Abschluss dieses hart umkämpfte Spiel für sich entschieden“, sagte Cheftrainerin Ina Schaarschmidt.

Die Partie im Sportcenter begann mit reichlich Emotionen, da das verstorbene SCM-Gründungsmitglied, Ex-Präsident und Teamarzt Dr. Bernd Hierse mit einer bewegenden Rede an alter Wirkungsstätte geehrt wurde.

Auch wenn die kämpferisch jederzeit überzeugende Julia Pöschel den Führungstreffer erzielen konnte, taten sich die Gastgeberinnen phasenweise schwer. So zogen die cool und engagiert aufspielenden Gäste nach 19 Minuten erstmals mit einem Zwei-Tore-Vorsprung davon, fünf Minuten später waren es sogar drei Tore. Bis zum Wechsel konnten sich die Handballfrauen aus der Sportstadt am See wieder herankämpfen.

Kreisläuferin Julia Pöschel, die sieben Tore erzielte. Foto: Jens Teresniak

Kreisläuferin Julia Pöschel, die sieben Tore erzielte. Foto: Jens Teresniak

 

Auch in Halbzeit zwei war es lange Zeit ein Spiel beider Teams auf Augenhöhe. „Irgendwie haben wir uns heute auch etwas schwer getan“, meinte Henriette Dreier. „Wichtig ist, dass wir solche Spiele dann auch mit Kampf und Einsatz auf unsere Seite ziehen“, sagte Lena Smolik, die in Abwehr und im Angriff aufopferungsvoll spielte. In der 48. Minute musste sie mit der dritten Zwei-Minuten-Strafe das Spielfeld verlassen. Unmittelbar danach gingen die Gäste in Überzahl noch zweimal in Führung, doch dann zündeten die Piranhas den Turbo.

Hinten machte Torhüterin Stephanie „Froschi“ Wähner mit tollen Paraden einmal mehr den Kasten dicht, vorne lotsten Jenice Funke mit einem Doppelschlag und Julia Pöschel mit einem Klasse vorgetragenen Konter die Gastgeberinnen auf die Siegerstraße. Zudem zeigte sich Henriette Dreier im Schlussspurt mit allein drei Treffern aus dem Rückraum enorm treffsicher. Trotz Unterzahl gelang dann Julia Pöschel in der 56. Minute das 28:23 und somit die Vorentscheidung im Spiel.

Für den SCM spielten: Detjen, Wähner – Schwarz (2), Dreier (4), Pöschel (7), Dietrich, Smolik (4), Paluszkiewicz, Thieme (3/2), Okon, Funke (8), Rupp (2), Kathner, Paul

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