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Basketball: U 19 muss in die Qualifikation

Die MBC Junior Sixers haben am Wochenende die Chance verpasst, sich den Klassenerhalt in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) zu sichern. In einem Overtime-Krimi unterlagen sie am Sonnabend im dritten Spiel der letzten Play-down-Runde bei den HAKRO Merlins Crailsheim mit 77:80. Dort hatten sie zwei Wochen zuvor noch mit 78:77 gewonnen, dann aber das Heimspiel mit 48:52 verloren.

Um im kommenden Spieljahr 2019/2020 dennoch erstklassig zu spielen, hat die U-19-Mannschaft der Mitteldeutschen Basketball Academy (MBA) aber die Möglichkeit, sich im Juni bei Qualifikationsturnieren einen Platz in der NBBL zu sichern. Die Qualifikationsturniere sind laut dem Rahmenterminplan für die Wochenenden 15./16., 22./23. Und 29./30. Juni angesetzt.

Die MBC Junior Sixers hatten es durchaus in der Hand, sich diesen Weg zu ersparen. Die drei Ergebnisse gegen Crailsheim zeigen, dass die Teams auf Augenhöhe waren. Auch im dritten Play-down-Vergleich blieben die MBC Junior Sixers in den ersten beiden Viertel am Kontrahenten dran, lagen nach dem ersten nur mit einem Punkt zurück (14:15). Zur Halbzeit war dann der Rückstand etwas angewachsen auf 26:34.

Aber die Schützlinge von Head Coach Christopher Schreiber holten Punkt um Punkt auf und entschieden das dritte Viertel mit 20:19 und das vierte mit 23:16 für sich, so dass es bei 69:69 in die Verlängerung ging. Da hatte dann Crailsheim das glücklichere Ende für sich und gewann schließlich mit 80:77. „Mein Respekt den Jungs, sie haben kämpferisch und spielerisch eine gute Leistung gezeigt“, sagte Schreiber. Letztlich sei das Spiel durch die individuellen Stärken von zwei serbischen Spielern auf Crailsheimer Seite entschieden worden.

Für die U-19-Mannschaft bedeutet das, sich über die Qualifikation wieder in die NBBL zu bringen. Da die Liga ab der kommenden Spielzeit einen neuen Modus hat und keine Wildcards mehr vergibt, ist das notwendig. Wann genau und wo die Turniere stattfinden und welche Mannschaften daran teilnehmen, ist noch offen.

„Natürlich sind wir in der MBA nicht zufrieden mit dem Abschneiden der beiden Nachwuchsmannschaften, die in der NBBL und JBBL gespielt haben“, sagte MBA-Leiter Alexander Rolle. Aber die Ergebnisse entsprechen schließlich auch dem Leistungsvermögen der Teams. „Während andere Mannschaften, auch Crailsheim zum Beispiel, bereits junge Ausländer in ihren Reihen haben, sind unsere Teams regionale Auswahlen“, erklärt Rolle. Man wolle zwei Wege gehen.

„Einerseits geht es uns darum, die Spieler aus der Region besser zu machen, andererseits werden wir stärker den Blick darüber hinaus werfen“, sagte der MBA-Leiter. Mit der Struktur der Academy habe man schließlich die Voraussetzungen, um von auswärts kommende Spieler gut betreuen zu können.

Die Saison habe aber auch gezeigt, dass es gelungen sei, einige Spieler gut zu entwickeln.  „In der U 19 haben wir unter anderem mit Ralph Hounnou, Ole Sievers und Leander Dalchau Spieler aus dem Jahrgang 2002 eingebaut, die sich zu Leistungsträgern entwickelt haben und die auch noch zwei Jahre NBBL spielen können“, erklärte Rolle.

Ähnlich gelte das auch für die JBBL-Mannschaft, die ebenso in den Pay-downs gescheitert war. Hier sind nach seiner Einschätzung Jungs aus dem Jahrgang 2004 wie Malcolm Neufert, John-Patrick Hantschel oder Jan Papenfuß gut vorangekommen, die ebenfalls noch Zukunft in der JBBL haben. Die U-16-Mannschaft der MBA könnte möglicherweise die Qualifikationsturniere umgehen. „Wir wollen für die JBBL eine Wildcard beantragen“, erklärte Rolle.

MBC Junior Sixers: Bauroth, Sievers (10 Punkte), Aurov (2), Schirrmacher (7), Hounnou (10), S. Papenfuß (14/8 Rebounds), Scheiding, Luster (17), Schlaug (17).

In der Mitteldeutschen Liga U 14 hat der MBC sein letztes Punktspiel in der heimischen Schlossgartenhalle gegen die zweite Mannschaft von Science City Jena mit 71:88 verloren.

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Foto: L-IZ.de

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