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Buchvorstellung und Diskussion: „Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990. Interne sowjetische Analysen“

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    Die Erinnerung an die blutige Niederschlagung des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 durch die Besatzungsmacht war in den Köpfen der Menschen in der DDR präsent. Bei der entscheidenden Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 blieb die sowjetische Armee aber in ihren Kasernen. Bereits einen Monat später fiel die Berliner Mauer. Und auch jetzt hielten sich die sowjetischen Besatzungstruppen zurück. Dies war eine wichtige Voraussetzung für den Sieg der Friedlichen Revolution gegen die SED-Diktatur.

    Die Forderung „Deutschland einig Vaterland“ nahm auf den Montagsdemonstrationen einen immer breiteren Raum ein. Die Wiedervereinigung des seit Jahrzehnte geteilten Deutschlands in Frieden und Freiheit wurde in einem zusammenwachsenden Europa möglich. Statt der von der Sowjetunion verlangten 4-Mächte-Konferenz ohne deutsche Beteiligung regelte auf Wunsch der Westmächte die „Zwei+Vier-Konferenz“ die äußeren Bedingungen der deutschen Wiedervereinigung.

    Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die deutsche Wiedervereinigung 1990 haben die Landkarte Zentraleuropas nachhaltig verändert: politisch, wirtschaftlich, militärisch. Die NATO rückte bis an die polnische Grenze. Warum stimmte Gorbatschow einer NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland zu? Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes entstand an der Peripherie der Sowjetunion ein militärisches Machtvakuum. Wie weit würde sich die NATO nach Osten schieben?

    Gab es eine Zusicherung des Westens, die NATO nicht weiter nach Osten auszuweiten? Wie reagierten die USA, Großbritannien und Frankreich? Welchen Preis forderte man von Deutschland? Bush sen., Gorbatschow, Kohl, Thatcher und Mitterrand waren die Big Player. Sie entschieden. Doch auf welcher Grundlage, auf welchen Annahmen?

    Erstmals wird eine Reihe sowjetischer Dokumente publiziert, die einen Einblick geben in den schwierigen Entscheidungsprozess in Moskau, wo die Integration der DDR in die Bundesrepublik Deutschland alles andere als unumstritten war. Dokumente aus den Schaltzentren sowjetischer Politik, verschollen geglaubte Tagebuch-Notizen politischer Berater der Kremlführung, die Aufzeichnungen der Gespräche und Interventionen führender deutscher Oppositionspolitiker in Moskau gegen die Linie Kohls machen deutlich, wie schmal der Grat war, auf dem die deutsche Wiedervereinigung schließlich gelang. Bereits im Jahr 2014 veröffentlichten die Autoren in ihrem Buch „Der Kreml und die Wende 1989“ interne sowjetische Analysen zum Fall des kommunistischen Regimes in der DDR.

    Begrüßung:
    Tobias Hollitzer, Leiter der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

    Einführungsvortrag:
    Stefan Karner, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen- Forschung

    Buchpräsentation mit Diskussion:
    Peter Ruggenthaler, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Stefan Karner, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen- Forschung, Manfred Wilke, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Günther Heydemann, Direktor des Hannah-Ahrendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden (HAIT)

    9. September 2015, 19:00 Uhr. Die Buchpräsentation findet im ehemaligen Kinosaal statt. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.runde-ecke-leipzig.de.

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