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Verena Meiwald (Linke): Gewalt ist kein Phänomen des Fußballs, sondern eines der Gesellschaft

Von Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

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    Verena Meiwald, Sprecherin für Sportpolitik der Fraktion Die Linke, sagt zum Prioritätenantrag von CDU und SPD „Sicherheit im Fußball – Stärkung der sächsischen Fanprojekte“ (Drucksache 6/3474): Im Juni 2015 fand im Innenausschuss eine Anhörung zum Thema Sicherheit im Fußball statt. Deutlich wurde, dass die Arbeit mit den Fans, ob nun durch Fanprojekte oder die Fanabteilungen der Vereine, einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Gewalt leistet. Deutlich wurde aber auch, dass dieses Miteinander auch für den Umgang des Staates mit den Fans gelten muss.

    Wir unterstützen die Absicht, den Kräfteeinsatz der Polizei bei Fußballspielen zu reduzieren und verstärkt Kommunikationskräfte zum Einsatz zu bringen. Deeskalation und Kostensenkung liegen im Interesse aller Beteiligten. Zusätzlich müssen die Polizistinnen und Polizisten in Fort- und Ausbildung stärker für die Besonderheiten des Fußballs sensibilisiert und geschult werden.

    Die Sachverständigen waren sich auch einig, dass die Entwicklung im Bereich der Sicherheit durchaus positiv ist. Das muss verstetigt werden. Wichtig ist eine lückenlose Berichterstattung. Die Einführung eines eigenen sächsischen Jahresberichtes Fußball ist deshalb richtig. Er sollte aber über den reinen Arbeitsnachweis der Polizei hinausgehen und auch die Arbeit der präventiven Angebote im Fußballumfeld umfassen.

    Was die Finanzierung der Fanprojekte angeht, so begrüße ich ausdrücklich den Ansatz, die volle Summe in Höhe von je 150.000 Euro, die seitens vom deutschen Fußballverbandes und der deutschen Fußballliga für die präventive Arbeit auch aller sechs sächsischen Fanprojekte zur Verfügung gestellt wird, abzurufen. Dafür sind allerdings Ko-Finanzierungsmittel notwendig, die derzeit nur die Fanprojekte in Dresden und Leipzig voll nutzen können. Die Stärkung aller Arbeit der Fanprojekte ist aber wichtig. Den Vereinen muss auch finanziell bei der Professionalisierung der Fanbetreuung geholfen werden.

    Gewalt ist kein Phänomen des Fußballs, das sollte uns allen klar sein. Der Kampf gegen sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht allein vom Sport zu bewältigen ist.

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