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Mit zwei Patenkindern ins Wolkenlabor, auf den Rathausturm oder in die Oper

Stiftung Bürger für Leipzig: Wunderfinder suchen Paten für das neue Schuljahr

Die Stiftung Bürger für Leipzig sucht für das Projekt „Die Wunderfinder“ ab sofort Bildungspaten für das kommende Schuljahr. Die Ehrenamtlichen gehen mit je zwei Hortkindern aus dem Leipziger Osten auf Entdeckungsreise durch Leipzig und blicken dabei hinter die Kulissen der Stadt. Auf diese Weise unterstützt das Projekt Kinder aus schwierigen Verhältnissen ihre Stärken zu entwickeln und sich neue Bildungswelten erschließen. Nach der erfolgreichen „Premiere“ im ersten Projektjahr kann die Stiftung den Wunderfindern hierfür bereits viele große und kleine Türen spannender Orte in der ganzen Stadt öffnen.

„Wo gehen wir heute hin?“ fragen Franzi und Leonie als sie ihre Bildungspatin Isabelle freudig im Hort begrüßen. Franzi und Leonie sind „Wunderfinder“. Ein Jahr lang machen sie und rund 60 weitere Kinder Ausflüge an spannende Orte in Leipzig.

„Ins Wolkenlabor!“ eröffnet Isabelle den Förderschülerinnen das Ausflugsziel. Und tatsächlich, begleitet vom schönsten Aprilwetter haben die drei Gelegenheit, den Wolkenforschern des Leibniz-Institut für Troposphärenforschung über die Schulter zu schauen. Wie entsteht eine Wolke, was hat es mit dem Schmelzen der Polkappen auf sich und warum gibt es eigentlich nachts über dem Institut an der Permoserstraße eine Lasershow am Himmel? Franzi und Leonie sind gespannt dabei und zaubern einen Regenbogen aus der Flasche. „Hier will ich später mal arbeiten!“ beschließt Leonie. „Und als Kindergärtnerin auch!“

Um diese Impulse der Kinder geht es. So vielseitig wie sie und ihre Ideen sind, so sehr sind die Familien, aus denen sie stammen, auf besondere Unterstützung bei der Bildung und Förderung angewiesen. Nach wie vor starten viele Kinder unter schwierigen Umständen ins Leben. Jedes dritte Kind unter 15 Jahren in Leipzig erhält Sozialgeld, um die Einkommensschwäche der Eltern auszugleichen. Neben der Kommune ist da auch bürgerschaftliches Engagement gefragt. Das Projekt „Die Wunderfinder“ stellt den Grundschulkindern für ein Jahr einen Paten zur Seite, der sie fördert, in ihren Ideen bestärkt und informelle Bildung vermittelt.

Heidi Zippel von der Oper Leipzig führt Die Wunderfinder durch das Haus. Foto: Stiftung Bürger für Leipzig

Heidi Zippel von der Oper Leipzig führt Die Wunderfinder durch das Haus. Foto: Stiftung Bürger für Leipzig

Je zwei Kinder ziehen mit einem Erwachsenen los – z.B. zur Feuerwehr, auf den Rathausturm, in die Figurenspielerwerkstatt oder in eine Backstube. Was passiert alles in der Stadt und hinter ihren Kulissen? Das entdecken die Wunderfinder – und quasi nebenbei ihre eigenen Stärken. Aber nicht nur die Kinder erweitern bei der gemeinsam verbrachten Zeit ihren Horizont. Auch die Pat|innen sehen neue Orte oder Vertrautes aus einer neuen Perspektive.

Regina Liebold, Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Bürger für Leipzig, ist ebenfalls als Bildungspatin begeistert mit dabei: „Mit Kindern Neues zu erkunden ist etwas Wunderbares. Dies mit Kindern aus schwierigen Verhältnissen zu tun, hilft, ihre Stärken zu wecken. Es ist mir sehr wichtig, dass wir diese Kinder nicht zurücklassen. Deshalb freue ich mich, dass unsere Stiftung hier einen wichtigen Beitrag leisten kann.“

Die Stiftung Bürger für Leipzig sucht ab sofort weitere Interessierte, die im kommenden Schuljahr eine ehrenamtliche Patenschaft mit je zwei Grundschulkindern übernehmen. Ab August starten „Die Wunderfinder“ an vier Horten im Leipziger Osten. Geplant sind jeweils 10 Patennachmittage pro Schuljahr.

Interessierte melden sich bei der Stiftung Bürger für Leipzig unter post@buergerfuerleipzig.de oder Tel. 0341 9601530. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Stiftung Bürger für Leipzig zu finden: www.diewunderfinder.de.

Das Projekt wird gefördert von der Drosos Stiftung. Über die Startfinanzierung hinaus muss die Stiftung Bürger für Leipzig ergänzende Mittel einwerben und bittet daher um Spenden für „Die Wunderfinder“.

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© Bundesarchiv

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im Handel„Wir bitten das Volk in Israel um Verzeihung für Heuchelei und Feindseligkeit der offiziellen DDR-Politik gegenüber dem Staat Israel und für die Verfolgung und Entwürdigung jüdischer Mitbürger auch nach 1945 in unserem Lande.“ Ernüchternde Worte, mit denen sich Sabine Bergmann-Pohl, Präsidentin der ersten und letzten frei gewählten DDR-Volkskammer, im April 1990 an die Öffentlichkeit wendet – und das Selbstverständnis der DDR als antifaschistisches Vorbild zerlegt.
BachOrgelFestival in der Thomaskirche Leipzig

©Son

Am kommenden Samstag, 8. August, wird das bisher gut besuchte BachOrgelFestival in der Thomaskirche Leipzig mit zwei identischen Konzerten um 15:00 und 17:00 Uhr fortgesetzt. Die Kirchgemeinde St. Thomas schätzt sich glücklich, dass dem berühmten Organisten der Kathedrale Notre Dame von Paris – Olivier Latry – die Anreise aus Frankreich möglich ist. An der Bach-Orgel, die dieses Jahr Ihr 20. Jubiläum feiert, erklingen Werke von Johann Sebastian Bach und Bert Matter.
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Foto: PR

Das Programm des Ensemble Consart macht sich 2020 auf den Weg. Es spürt dem Leben in der Fremde nach und der ewigen Sehnsucht nach Ankunft. Im Mittelpunkt steht dabei Händels Vertonung der Moseworte im 2. Teil des Oratoriums „Israel in Ägypten“. Dieses wurde für die geringere Besetzung des Konzertes arrangiert und somit kann mit geringer Besucherzahl das Konzert in Leipzig glücklicherweise realisiert werden.