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Faszinierende Begleitausstellung zeigt u. a. einen Nachbau des Titanic-Schiffbuges

360°-Panorama „TITANIC – Die Versprechen der Moderne“

Seit Ende Januar 2017 ist im Panometer Leipzig Yadegar Asisis neues 360°-Panorama „TITANIC – Die Versprechen der Moderne“ zu sehen. Im Maßstab 1:1 werden Besucher zum gesunkenen Wrack der RMS Titanic in 3.800 Metern Meerestiefe im Nordatlantik geführt. Das mittlerweile sechste Panorama von Künstler Yadegar Asisi in Leipzig erfreut sich großer Beliebtheit beim Publikum. Im ersten Vierteljahr sahen bereits mehr als 100.000 Besucher das imposante Werk. Yadegar Asisi dazu: „Der Gradmesser des Zuspruchs für ein Thema ist bei fast jedem neuen Panorama das Leipziger Publikum. Der Erfolg der Panoramen wäre ohne das Interesse und die Neugier der Leipziger nicht denkbar. Eine Stadt, mit der mich nicht nur die Jugend verbindet, sondern der ich mich bis heute verbunden fühle.“

Mit TITANIC thematisiert Asisi nicht das eigentliche Schiffsunglück, sondern gibt Denkanstöße, um über das menschliche Streben nachzudenken, um jeden Preis die Natur überflügeln zu wollen und dabei den Blick für die eigenen Grenzen und Möglichkeiten aus den Augen zu verlieren. Dies zeigt nicht nur eindrucksvoll das 360°-Rundbild, sondern auch die dazugehörige Begleitausstellung.

Schon unmittelbar nach Betreten des ehemaligen Gasometers begibt sich der Besucher auf eine Zeitreise ins 19. und frühe 20. Jahrhundert, als im Fahrtwind der Industrialisierung neue Materialien und technische Innovationen das Leben der Menschen grundlegend veränderten. Anschaulich wird der euphorische Fortschrittglauben jener rasanten Zeit und die Selbstüberschätzung des Menschen, der sich durch einen laufenden Rekordbruch der eigenen technischen Höchstleistungen zu einem Gebieter der Natur hochstilisiert, präsentiert. Um diese „sky is the limit“-Haltung für das Publikum emotional zu übersetzen, arbeitet die Ausstellung mit Installationen, die eine entsprechende Kraft besitzen.

Der thematische Einstieg in die Ausstellung erfolgt über das neue Universalmaterial jener Epoche – gewissermaßen die Triebfeder der industriellen Revolution: Stahl. Die Planung des gesamten Verkehrswesens und Städtebaus der westlichen Industriestaaten stützte sich auf den Einsatz dieses neuartigen Baustoffs, der durch seine große Stabilität und enorme Elastizität ungeahnte Möglichkeiten bot. Zahlreiche historische Fotoaufnahmen sollen die damalige Entwicklung veranschaulichen, als der Mensch immer größere Maschinen herstellte und zwischen Tonnen schweren Hydraulikpressen und Meter hohen Schiffsschrauben selbst immer kleiner wurde. Der Besucher wird Zeuge vom Bau der gewaltigsten Stahlbrücken, Luftschiffe, Eisenbahnen oder Passagierdampfer, und erlebt so, wie Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Hetzjagd nach dem Superlativ die Grenzen von Zeit und Raum überwunden schienen.

Das sich verändernde Raumgefühl soll deutlich spürbar sein, weshalb die besonderen räumlichen Möglichkeiten des ehemaligen Gasometers voll ausgeschöpft werden: Auf dem Höhepunkt seiner Zeitreise trifft der Besucher schließlich auf die größte Maschine der Welt, die RMS Titanic. Vor dem Panoramaraum blickt er hoch zu einem Nachbau des gewaltigen Schiffsbugs im Maßstab 1:1. Die 23 Meter hohe und 19 Meter lange Konstruktion stellt die bisher aufwändigste Installation einer Panorama-Begleitausstellung dar. Die unteren 6 Meter des Nachbaus bestehen aus einem Gerüstbaukern mit einer Holztheaterbauverkleidung; von da an sind Stoffbahnen über die restliche Höhe bis knapp unter das Dach des Leipziger Gasometers gespannt.

So beeindruckend der riesige Schiffsbug ist, der sich vor dem Besucher auftut, so hoch ist die Fallhöhe beim anschließenden Betreten des Panoramaraumes. Nach dem Höhenrausch aus Beschleunigung, technischer Innovation und einem laut und gewaltig inszenierten Kräftemessen zwischen Mensch und Natur, findet sich der Besucher in rund 4.000 Metern unter der Meeresoberfläche wieder – ernüchtert, in der Stille der Meerestiefe am Wrack der Titanic.

Erstmals sind im Panometer Leipzig reproduzierte Konstruktionspläne der Titanic von der Werft Harland & Wolff aus Belfast öffentlich zu sehen. Zudem zeigt die Begleitausstellung das einzige deutschsprachige Telegramm eines geretteten Passagiers zu sehen. Verschickt wurde es von Bord der „Carpathia“ von Alfred Nourney an seine Mutter in Köln.

Die Begleitausstellung steht unter der Leitung von Creative Director Mathias Thiel. Im Zuge der Recherchezuarbeit für Yadegar Asisi reisten er und Artworker Kaj Knüpfer unter anderem nach Belfast, wo 1911 im größten Trockendock der Welt Arbeiten an der Titanic durchgeführt wurden. Der Nachbau des Buges wurde von der Firma Hertzer aus Berlin-Pankow erstellt, die auf die Planung und Produktion von szenografischen Bauten spezialisiert ist und mit 20-jähriger Erfahrung vor allem in der Theater- und Ausstellungsbranche tätig ist.

Zum Panorama und der Begleitausstellung bietet das Team vom Panometer Leipzig ein umfassendes pädagogisches Programm an, das den Besuchern die Thematik zielgruppenspezifisch nahebringt. In diesem Rahmen werden verschiedene Führungen, Vorträge, Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt. „Die Reaktionen unserer Besucher sind durchweg positiv und es ist auch für uns spannend zu erleben, wie die TITANIC auch heute noch Jung und Alt in ihren Bann zieht“, so Marketing- und Vertriebsleiterin Marie Rosenlöcher über die bisherige Resonanz. Mindestens ein Jahr lang soll TITANIC im Panometer Leipzig zu erleben sein.

Weitere Informationen unter www.asisi.de und www.panometer.de.

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Abschiedsdisco © DEFA-Stiftung Rigo Dommel

© DEFA-Stiftung Rigo Dommel

Im sächsischen Jahr der Industriekultur 2020 haben sich der Bergbau-Technik-Park e.V., das Soziokulturelle Zentrum KuHstall e.V. und das KulturKino zwenkau zusammengeschlossen, um im Landkreis Leipzig eine Veranstaltungsreihe zum Thema Braunkohlenbergbau in Film und Literatur zu veranstalten. An sehr unterschiedlichen Orten wird es Gelegenheit geben, Spielfilme, Dokumentationen, Kurzfilme und Literatur der letzten 40 Jahre zu diesem Thema zu erleben.
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Die Beethovenstraße kurz vor der Bibliotheca Albertina. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Piktogramm und Umsetzungskonzept für Fahrradstraßen sollen bald kommen
Ausweisung für eine Fahrradstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDa waren wir nicht die Einzigen, die einige wichtige Zusagen der Verwaltung im Ohr hatten. Zum Beispiel die zur Vorstellung eines Piktogramms für Fahrradstraßen. So um Ostern herum sollte es eigentlich vorgestellt werden. Aber um Ostern herum kämpfte sich Leipzig gerade aus dem strengen Corona-Shutdown heraus. Was die SPD-Fraktion nicht davon abhielt, zwei etwas ungeduldige Stadtratsanfragen zu stellen.
Linke beantragen ein Artenschutzkonzept für den Wilhelm-Leuschner-Platz
Gerade rechts und links der Markthallenstraße sind dichte Gehölze herangewachsen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der Ratsversammlung am Mittwoch, 8. Juli, wird wahrscheinlich der Bebauungsplan Nr. 392 „Wilhelm-Leuschner-Platz“ auf der Tagesordnung stehen, zu dem es ganz bestimmt heftige Diskussionen geben wird. Nicht nur, was all die von der Stadt geplanten Ansiedlungen betrifft (was die Freibeuter thematisieren) oder den Verkauf städtischer Grundstücke (was der Stadtbezirksbeirat Mitte kritisiert), sondern auch die Artenvielfalt auf dem Platz, der ja im Grunde eine Nachkriegsbrache ist.