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Experte für rekonstruktive Chirurgie legt Wert auf psychoonkologische Begleitung

Prof. Bernd Lethaus übernimmt Leitung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie

Der Generationenwechsel am Universitätsklinikum Leipzig setzt sich fort: Mit seiner Berufung übernimmt Prof. Dr. Dr. Bernd Lethaus die Leitung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am UKL. Der 46-Jährige wechselt vom Universitätsklinikum Aachen nach Leipzig.

In Aachen war Lethaus, der neben zwei Promotionen auch einen Master of Health Business Administration (MHBA) abgelegt hat, seit 2012 leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Zuvor war er in gleicher Funktion fünf Jahre am Universitätsklinikum Maastricht in den Niederlanden tätig.

„Dieser Wechsel zu einem unserer europäischen Nachbarn bot nicht zuletzt einen spannenden Einblick in ein anderes Gesundheitssystem“, resümiert der Experte für rekonstruktive Chirurgie. Der Startpunkt seines beruflichen Werdegangs lag nach dem Studium in Erlangen am Universitätsklinikum Erlangen, danach am Klinikum Stuttgart, wo seinerzeit die größte kieferchirurgische Abteilung der Bundesrepublik beheimatet war.

Entsprechend breit sind die klinischen Schwerpunkte der Tätigkeit von Bernd Lethaus aufgestellt – von der Operation angeborener Fehlbildungen über die Behebung von Bissfehlstellungen bis zu chirurgischen Eingriffen nach Unfällen oder bei Krebserkrankungen der Mundhöhle und der Zunge. „Mit den heutigen Operationsverfahren können wir immens viel für unsere Patienten tun“, so Lethaus. „Weil es dabei aber um den sehr diffizilen Kopf- und Gesichtsbereich geht, haben wir eine besondere Verantwortung.“

Es sei extrem wichtig, den Patienten in seiner Gesamtheit zu sehen und auch die psychischen Aspekte in den Blick zu nehmen. „Gerade Tumorerkrankungen im Gesichtsbereich sind für die Patienten oft sehr schwierig“, beschreibt Bernd Lethaus. „Hier ist es unsere Aufgabe, nicht nur zu operieren, sondern den Prozess der Behandlung auch psychoonkologisch zu begleiten und zu unterstützen.“

Diesem Thema hat sich der gebürtige Düsseldorfer auch wissenschaftlich gewidmet. In einem anderen Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich Lethaus mit Fragen der Knochenneubildung sowie dem Einsatz neuer Ersatzmaterialien und Stammzellen in der rekonstruktiven Chirurgie.
Für deren Besonderheiten die Studenten zu begeistern und für sein Fach zu gewinnen, darin sieht er auch eine seiner Aufgaben in der Lehre.

„Wer Mund-Kiefer-Gesichtschirurg werden möchte, muss zwei Fächer studieren – Humanmedizin und Zahnmedizin“, erklärt Prof. Lethaus. „Deshalb führen MKG-Chirurgen in der Regel auch zwei Doktortitel.“ An diese doppelte Studienzeit schließt sich die Facharztausbildung an – insgesamt kommt so eine anspruchsvolle Ausbildungszeit von 15 Jahren zustande. „Da muss man schon sehr motiviert sein, um durchzuhalten“, ist Lethaus überzeugt. Diese Motivation will er durch ein gutes Angebot an die Studenten in der Lehre unterstützen.

In Leipzig sieht er dafür beste Voraussetzungen. „Eine faszinierende Stadt mit einem dynamischen Universitätsklinikum“, zeigt sich Bernd Lethaus begeistert. „Hier bewegt sich viel, und hier kann man viel bewegen.“ In seiner neuen Aufgabe will der Familienvater sowohl bewegen als auch erhalten.

Der große Schwerpunkt in der Spaltchirurgie an der Klinik soll bestehen bleiben und künftig noch um parallel auszubauende Schwerpunkte ergänzt werden. „Ich freue mich daher sehr, dass jetzt in der Anfangsphase gleich die Chance besteht, die Klinik baulich und in der Ausstattung zu modernisieren.“

Die aktuell dazu laufenden Umbauarbeiten auf der Station und im OP in der 1997 gebauten Kopfklinik sollen Ende Mai abgeschlossen sein. „Dann können wir unseren Patienten nicht nur eine komplett erneuerte Station bieten, sondern auch hochmoderne Geräte der neuesten Generation“.

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Helfen die Sanktionen den Betroffenen aus der Hilfebedürftigkeit? Grafik: Tacheles e.V.

Grafik: Tacheles e.V.

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