Im Rahmen des Projekts „Zeitzeugen der Zukunft“ finden drei zweitägige Zukunftsworkshops am Beruflichen Schulzentrum in Delitzsch statt (25.-26.6.19, 27.-28.6.19 sowie 3.-4.7.2019). Die 11.-KlässlerInnen entwickeln ihre eigenen Vorstellungen zum Thema „Populismus und die Zukunft der Demokratie“ für das Jahr 2040 in Form von Zeichnungen, Texten und szenischen Darbietungen.

Abschließend diskutieren sie mit den beiden Referenten des Berliner Vereins „Zeitgeist e.V.“ darüber, welche Konsequenzen ihre virtuellen Zukunftsreisen für das politische Handeln von heute haben: in Deutschland, an ihrer Schule und für sie persönlich.

„Zeitzeugen der Zukunft“ ist ein Projekt von Zeitgeist e.V. und wird unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, durchgeführt. Die Workshopreihe gibt sächsischen SchülerInnen eine Stimme und fördert langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln im Rahmen einer toleranten Demokratie.

Das Projekt wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts über das Landesprogramm “Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz” des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration beim Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Die Schirmherrin Frau Staatsministerin Petra Köpping unterstützt nachdrücklich das Projekt: „Gerade für junge Menschen ist das aktive Auseinandersetzen mit der Demokratie wichtig. Ich wünsche mir, dass es uns mit Hilfe der Workshops gelingt, die Schülerinnen und Schüler für Politik und demokratisches Engagement zu aktivieren, und ihr Interesse nachhaltig geweckt wird.“

In den bisherigen drei Zukunftsworkshops beschäftigten sich die SchülerInnen in ihren Szenarien zum Jahr 2040 unter anderem mit folgenden Fragen: Wird die Bildungspolitik des „Landes der Dichter und Denker“ doch noch zum globalen Exportschlager? Verschleiert künftig ein bedingungsloses Grundeinkommen eine geheime Macht der Politiker und führt es womöglich sogar zu allgemeiner Unzufriedenheit?

Kommunizieren wir miteinander bald nur noch mit IEWHs (In-Ear-Wireless-Headsets) und schützen uns Bakteriophagen vor den schlimmsten Krankheiten? Manövriert uns eine neue Partei „Deutschland ist Deutschland“ schrittweise in den Dexit mit dramatischen wirtschaftlichen Folgen?

Prof. Dr. Heinz Kleger begleitet das Projekt als Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie der Universität Potsdam wissenschaftlich. Angesichts seiner Erfahrung als Mit-Initiator des „Potsdamer Toleranzedikts“ begrüßt er das Projekt: „Eine tolerante Gesellschaft kann nur entstehen, wenn eine Aufklärung gerade der jungen Generation gelingt. Besonders zielführend erscheint mir, dass in den Zukunftsworkshops drängende, aber heikle Fragen ergebnisoffen und dialogorientiert reflektiert werden. So erschließen sich die Schülerinnen und Schüler selbst, welche Werte ein ziviles und demokratisches Miteinander ermöglichen.“

Dr. Thomas Mehlhausen, der zusammen mit Dr. Paul Kuder die zweitägigen Veranstaltungen leitet, erklärt dazu: „In unseren Zukunftsworkshops wollen wir die Schülerinnen und Schüler ergebnisoffen dazu motivieren, über unser künftiges demokratisches Miteinander in Deutschland in den nächsten zwei Jahrzehnten zu reflektieren. Gerade in Zeiten wachsenden Populismus sollen sie sich bewusst werden, dass sie einen Einfluss auf die Zukunft haben, in der sie künftig leben werden.“

Die Zukunftsgeschichten, Bildmaterial sowie weitere Hintergrundinformationen finden sich auf der Projekthomepage „www.zeitzeugen-der-zukunft.de“.

Zeitgeist e.V. ist ein Berliner Verein, der mit einer überzeitlichen Perspektive – im Dreiklang von Geschichte, Gegenwart und Zukunft – sachliche Diskurse zu aktuellen Gesellschaftsfragen fördert. Zu seinen aktuellen Projekten gehört „Zeitzeugen der Zukunft“.

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