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LEADER fördert die Region – Gute Erfahrungen mit regionaler Verantwortung

Von Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
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    Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (31. Juli 2019) das LEADER-Gebiet „Südraum Leipzig“ besucht. Im Pegauer Ortsteil Kitzen (Landkreis Leipzig) informierte sich der Minister über die Umsetzung des LEADER-Programms und die besonderen Impulse, die mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt werden.

    „Der Südraum Leipzig hat große Potenziale und eine starke Dynamik. Der Wandel der Landschaft hin zur Tourismusregion ist allgegenwärtig. Da gilt es, den besonderen Charakter des ländlichen Raums mit seinen vielen kleinen Dörfern zu bewahren und zu entwickeln“, sagte der Staatsminister in Kitzen.

    Das LEADER-Gebiet „Südraum Leipzig“ gehört mit seinen 14 Städten und Gemeinden und knapp 120 000 Einwohnern zu den größeren sächsischen LEADER-Gebieten. Bis zum Jahr 2020 stehen dem Gebiet rund 18,6 Millionen Euro als Budget zur Verfügung, mit dem Vorhaben im ländlichen Raum gefördert werden können.

    Mit diesen Mitteln wurde unter dem Leitbild „Unser Südraum Leipzig: Lebenswerte, innovative Seen- und Kulturlandschaft“ etwa die Umnutzung des „Alten Wasserwerks“ zur Imkerei mit Hofladen im Pegauer Ortsteil Werben gefördert. Die leere Gebäudehülle des Wasserwerkes wurde mittig geteilt. Im sogenannten Warmbereich wurden ein Hofladen, das Büro und der Arbeitsraum für die Imkerei eingerichtet. Im Kaltbereich hat Andrea Auster, die die Imkerei im Nebenerwerb betreibt, den Schleuderraum, Honiglager, Werkstatt und ein Lager für Beuten und Ausrüstung untergebracht.

    Christian Kötter arbeitet seit genau einem Jahr als Projektmanager in einem Kooperationsvorhaben, das über LEADER mit 82 800 Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) gefördert wird. Das Projekt bereitet vor allem investive Vorhaben zur Entwicklung der Fischwirtschaft an den Bergbaufolgeseen wie dem Störmthaler, Markkleeberger oder dem Seelhausener See im Umfeld von Leipzig vor.

    Der Förderverein der Kreuzkirche St. Nikolai Hohenlohe-Kitzen e. V. hat für die Umgestaltung des Kirchenraumes zu einer kulturellen Bürgerbegegnungsstätte in der Kreuzkirche einen Zuschuss in Höhe von 104 500 Euro erhalten. Damit wurden die Elektrik und Beleuchtung erneuert und verschiedene Heizmodule installiert.

    Zudem besuchte Staatsminister Schmidt die Evangelische Kirchgemeinde Hohenlohe, die nach ihrer Sanierung die Pfarrscheune Kitzen als Begegnungszentrum nutzen will. Dafür erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 226 000 Euro. „Gerade die Unterstützung des Engagements von Vereinen und Kirchen ist typisch für LEADER. Sie tragen das Zusammenleben und stärken damit Identifikation und Heimatverbundenheit“, sagte der Minister.

    Hintergrundinformationen:

    Nach den guten Erfahrungen mit der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) in der vergangenen Förderperiode hatte der Freistaat Sachsen den Regionen für die Jahre 2014 bis 2020 noch größere Gestaltungsmöglichkeiten in der regionalen Entwicklung eröffnet und mehr Verantwortung bei der Verwendung der Fördermittel übertragen.

    Bei der Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums setzt der Freistaat Sachsen wie kein anderes Bundesland auf das LEADER-Prinzip: Die Akteure im ländlichen Raum können nahezu flächendeckend die Vorteile eigenständiger Strategien einschließlich der Verantwortung für ihr Budget nutzen. Die Regionen erhalten dafür mit 427 Millionen Euro 40 Prozent der Mittel des sächsischen Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR). Mit diesem hohen Anteil ist der Freistaat Sachsen europaweit an der Spitze.

    Nach dem Aufruf des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) haben sich 30 sächsische Regionen gebildet und sich mit ihren Entwicklungsstrategien um die Anerkennung als LEADER-Gebiet beworben. Das SMUL genehmigte alle Strategien im April 2015.

    Die LEADER-Gebiete bestimmen nun in einem transparenten Verfahren selbst, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Die Strategien sind die Basis für thematische Aufrufe, nach denen sich Bürger, Unternehmen, Vereine und Gemeinden um eine Förderung bewerben können. Ein Entscheidungsgremium wählt nach den regionalen Prioritäten die Vorhaben aus. Die Bewilligung der Förderung erfolgt durch die jeweiligen Landratsämter.

    LEADER (französisch: „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“) ist eine Initiative der Europäischen Union zur Entwicklung der ländlichen Räume unter maßgeblicher Mitarbeit der Bevölkerung. Die finanzielle Unterstützung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erfolgt aus ELER-Mitteln sowie aus sächsischen Landesmitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

    LEADER in Sachsen: www.smul.sachsen.de/laendlicher_raum/
    LEADER-Gebiet „Südraum Leipzig“: https://suedraumleipzig.de/

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