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Die Leber schützen: Hepatitis-Infektionen stellen großes Gesundheitsproblem dar

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    Die Leber übernimmt als Organ wichtige Funktionen im Körper. Sie ist unter anderem zuständig für die Herstellung essenzieller Proteine, die Speicherung von Glucose, Fetten und Vitaminen sowie für den Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten.

    „Die Leber spielt bei allen Stoffwechselvorgängen eine entscheidende Rolle und leistet wirklich Schwerstarbeit“, erklärt Prof. Dr. med. Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie / Tropenmedizin, Nephrologie und Rheumatologie am Klinikum St. Georg. „Deswegen ist eine gesunde Leber Grundvoraussetzung für ein gesundes Leben.“

    Feind Alkohol

    Ein zu hoher Alkoholkonsum sowie die Einnahme toxikologischer Substanzen sind Auslöser für viele Lebererkrankungen. Diese Genussmittel können zu Leberzirrhose führen und damit die Leber zerstören. Am häufigsten kommt es aber zu einer Leberentzündung. In Deutschland sind schätzungsweise mehr als eine Millionen Menschen von einer chronischen Leberentzündung betroffen, weltweit sind es fünf Prozent.

    Die sogenannte Hepatitis, die entweder akut oder chronisch verläuft, kann durch Viren, Bakterien und andere Keime, Medikamente und Gifte hervorgerufen werden. Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen im rechten Oberbauch können erste Symptome sein. Färbt sich das Augenweiß leicht gelb, ist das ein klares Zeichen, sich an einen Arzt zu wenden.

    Hepatitis wieder auf dem Vormarsch

    Je nach Art der Virusinfektion kann eine bestimmte Hepatitis-Form entstehen. Besonders den Anstieg speziell von Erkrankungen des Hepatitis-B-Virus beobachten auch die Experten am Klinikum St. Georg mit Besorgnis. „Seit mehreren Jahren empfehlen wir die Impfung gegen Hepatitis B, und das nicht nur bei Personen, die ins Ausland reisen möchten“, sagt Prof. Dr. Ruf.

    Die Krankheit wird beispielsweise durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen und so verhindern, dass die Übertragung des Virus auf das Kind übergeht. Immerhin: Seit 2007 hat sich die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten mit der Leberentzündung, die auf eine Hepatitis-Infektion zurückzuführen ist, fast halbiert. Hauptverantwortlich dafür ist der Ausbau von Präventions- und Kontrollprogrammen.

    Eine Gefahr, die man nicht spürt

    Die Leber ist ein schmerzunempfindliches Organ. Daher besteht die Gefahr, dass Lebererkrankungen einen stillen Verlauf nehmen und ein unbemerktes Dasein fristen. Diese Erkrankungen bleiben oftmals unentdeckt, vor allem weil die Leber ihre Funktionen bis zu einem gewissen Schädigungsgrad aufrechterhalten kann.

    „Die Leber kann vieles kompensieren, allerdings nicht alles“, betont der Chefarzt. Wer krank ist, der sollte hinsichtlich der Früherkennung seine Leberwerte bei Blutuntersuchungen checken lassen, die Auskunft über den aktuellen Zustand geben. „Solche Untersuchungen führen wir am St. Georg bei unseren Patienten immer durch, um gezielt und frühzeitig Unregelmäßigkeiten bei den Leberwerten zu erkennen“, betont die Geschäftsführerin des Klinikums, Dr. Iris Minde.

    Umstellung der Lebensgewohnheiten: langsam, aber stetig

    Positiv auf Lebererkrankungen und die Lebergesundheit im Allgemeinen wirkt sich eine gesunde Lebensweise aus. Jeder kann sich selbst helfen, indem er darauf achtet, was zum Essen auf den Tisch kommt. Darauf sollten vor allem Nahrungsmittel stehen, die reich an Zink, Vitamin A und B sind. Auch zucker- und fettarme Speisen sowie Nahrung mit wenig tierischen Eiweißen gehören dazu. Damit belastet man die eigene Leber nicht unnötig und vermeidet Übergewicht.

    Von Nahrungsergänzungsmitteln rät der Experte ab: „Damit niemandem eine Laus über die Leber läuft, sollte eine gesunde und erfolgreiche Ernährungsumstellung langfristig angelegt sein.“ Dazu gehören außerdem eine geringe Stressbelastung sowie regelmäßige Bewegung. Na dann: es gibt immer etwas zu tun für die eigene Gesundheit!

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