In Dresden sind gestern (23. November 2019) die Preisträger des Landeswettbewerbes »Ländliches Bauen« 2019 geehrt worden. Insgesamt 156 Projekte hatten Bauherren und Architekten für die Begutachtung durch die Jury eingereicht. Vergeben wurden je drei Preise in den Kategorien »Wohnen«, »Gewerbliche und sonstige Nutzung« sowie »Öffentliche Nutzung«, außerdem fünf Sonderpreise und neun Anerkennungen.

»Der ländliche Raum bietet für vielfältige Nutzungen ideale Bedingungen, sei es für Wohngebäude, Büros, Werkstätten oder auch Gast- und Hotelbetriebe«, so Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. »Wenn dabei in vorhandene, gar leer stehende Gebäude neues Leben einzieht, ist das nachhaltig und ermöglicht unverwechselbare und individuelle Lösungen im Spannungsfeld zwischen Alt und Neu. Die Ergebnisse des Wettbewerbes zeigen auch in diesem Jahr hervorragend, wie kreativ Bauherren und Architekten in Sachsen dieses Potenzial nutzen.«

Die ersten Preise sind mit jeweils 2 500 Euro dotiert. In der Kategorie »Wohnen« ging der erste Preis an das fried.A – Büro für Architektur Chemnitz für den Umbau eines Bauernhauses in 09236 Claußnitz. Den Preis für das beste Projekt der Kategorie »Öffentliche Nutzung« erhielten die Löser Lott Architekten GmbH, Berlin und Löser Architekten, Gornsdorf für den Neubau einer Grundschule mit Hort in der Gemeinde 09390 Gornsdorf. Mit dem Umbau des barocken ehemaligen Pfarrhofes in 04746 Harta, Ortsteil Wendishain, zu einem Denkmal- und Kulturgästehaus gewann Bauherr Thomas Schmidt in der Kategorie »Gewerbe und sonstige Nutzung«.

Außerdem wurden drei zweite und drei dritte Preise verliehen, die mit je 1 500 bzw. mit je 1 000 Euro Preisgeld dotiert sind. Fünf Projekte wurden zudem mit einem Sonderpreis ausgezeichnet und erhielten dafür Preisgelder von jeweils 1 000 Euro.

»Der Freistaat Sachsen unterstützt Bauvorhaben auf dem Land«, betonte der Minister. »Seit dem Jahr 2014 wurden über das LEADER-Programm mit 77 Millionen Euro Förderung mehr als 1 000 Bauvorhaben für Wohngebäude auf den Weg gebracht. Darüber hinaus hat der Freistaat seit dem Jahr 2016 mit dem neuen Förderprogramm ‚Vitale Dorfkerne‘ zusätzlich 159 Projekte im ländlichen Raum unterstützt – mit weiteren 60 Millionen Euro. Ich freue mich, wenn junge Familien und Unternehmer diese Möglichkeiten nutzen und ihre guten Ideen im ländlichen Raum in die Tat umsetzen.«

Hintergrund:

Der Sächsische Landeswettbewerb »Ländliches Bauen« findet seit dem Jahr 1991 zum 17. Mal statt. Er wird vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft ausgelobt und vom Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. organisiert. Der Wettbewerb wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Die Auswahl und Begutachtung der eingereichten Arbeiten erfolgte durch eine unabhängige Jury, in der Fachleute mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten vertreten waren, darunter Architekten, Denkmalpfleger, Historiker und Freiraumplaner.

Hinweis:
Der in der Kategorie »Gewerbe und sonstige Nutzung« genannte Preisträger ist nicht identisch mit Staatsminister Schmidt.

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