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Erstmals Identitätsprüfung bei Arbeitslosmeldung auch elektronisch möglich

Die Identitätsprüfung von Antragsteller/-innen auf Arbeitslosengeld ist seit heute in der Arbeitsagentur Leipzig mit dem elektronischen Selfie-Ident-Verfahren möglich. Bundesweit sind die Arbeitsagenturen München und Leipzig die ersten, in denen das neue Verfahren zum Einsatz kommt

Um diese Identitätsprüfung auch ohne persönliches Erscheinen zu ermöglichen, hat die Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit der Firma Nect GmbH eine digitale Möglichkeit geschaffen. Das neue Werkzeug heißt Selfie-Ident-Verfahren. Alles, was man/frau dazu benötigen, ist ein App-fähiges Gerät wie Smartphone oder Tablet, eine Internetverbindung und ein gültiges Ausweisdokument wie Personalausweis oder Reisepass.

Für die Gewährung von Arbeitslosengeld ist eine Identitätsprüfung des/der Antragstellers/-in vom Gesetz vorgeschrieben. Bis zur bundesweiten Schließung der Arbeitsagenturen am 18. März 2020 wegen der Corona-Pandemie führten die Arbeitsagenturen diese Prüfung bei der persönlichen Vorsprache der Antragsteller/-in anhand des vorgelegten Personaldokuments durch.

Gegenwärtig sind diese persönlichen Termine nur in Notfällen oder nach Terminvereinbarung möglich. „Am Beispiel der Arbeitsagentur Leipzig geht es um 7.600 Menschen, die sich seit der Schließung im März per Telefon oder online arbeitslos gemeldet haben. Da steht die Identitätsprüfung noch aus.

Uns ging es darum, dass die Menschen erst einmal schnell zu ihrem Geld kamen. Nun holen wir diese Prüfung nach. Das ist eine große Zahl und die ist nicht so einfach zu bewältigen. Deswegen kommt dieses neue elektronische Verfahren gerade zur richtigen Zeit. Für die Menschen ist es bequemer und uns ermöglicht es, einfacher

den Vorschriften zu entsprechen. Ich empfehle es jedem. Das Verfahren ist sicher und schnell“, so der Pressesprecher der Arbeitsagentur Leipzig Hermann Leistner.

Und so einfach geht es unter www.arbeitsagentur.de/selfie-ident im Internet:

Anmeldung im System
Erster Schritt: App herunterladen. Links zum App-Store befinden sich am Seitenende. Installieren Sie die Nect-App auf Ihrem Smartphone oder Tablet.

Zweiter Schritt: Anmelden
Klicken Sie am Ende dieser Seite auf die Schaltfläche „Anmelden“.
Sie werden dann zu unseren eServices weitergeleitet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzerdaten an.

Dritter Schritt: Weiterleitung zu Nect bestätigen
Bestätigen Sie die Weiterleitung zur Webseite der Nect GmbH. Dabei übergibt die Bundesagentur für Arbeit keine personenbezogenen Daten an die Nect GmbH. Informationen zum Datenschutz des Drittanbieters finden Sie auf der Website von Nect unter www.nect.com. Hier befindet sich auch ein Einführungsvideo.

Vierter Schritt: Anleitung folgen
Folgen Sie der Schritt-für-Schritt-Anleitung auf der Webseite. Ihre Identitätsprüfung wird in der Nect-App gestartet.

Und so läuft die sich daran anschließende Identitätsprüfung ab
Mit der Nect-App benötigen Sie nur 3 Schritte, um Ihre Identität zu bestätigen:

Erster Schritt: Nehmen Sie ein kurzes Video von sich auf.
Zweiter Schritt: Filmen Sie die Vorderseite Ihres Ausweises.
Dritter Schritt: Fotografieren Sie die Rückseite Ihres Ausweisdokuments.

Im Anschluss erfahren Sie sofort, ob Ihre Identität erfolgreich bestätigt werden konnte. Bei einer positiven Prüfung ist keine persönliche Identitätsprüfung in Ihrer Agentur für Arbeit mehr erforderlich.

„Unabhängig von den Corona-bedingten aktuellen Verfahrensweisen setzt die Arbeitsagentur auch künftig das Selfie-Ident-Verfahren ein. Es ist komfortabel für alle und ergänzt unsere elektronischen Angebote“, ist sich Leistner sicher.

Ab 17. Juni 2020 schreibt die Arbeitsagentur Leipzig die Menschen, die sich in den letzten Wochen telefonisch oder elektronisch in Leipzig arbeitslos gemeldet haben, an und bittet darum die Identitätsprüfung nachzuholen. Nimmt jemand nicht an diesem Verfahren teil oder stehen die technischen Geräte nicht zur Verfügung, dann lädt die Arbeitsagentur zu einem persönlichen Gespräch ein. Dabei erfolgt dann die Identitätsprüfung auf herkömmliche Weise.

www.arbeitsagentur.de

Dienstag, der 16. Juni 2020: Innenminister Wöller gerät im sächsischen „Fahrradgate“ in die Kritik

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Rapsfeld bei Leipzig. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

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Katharina Wagner, Holger von Berg, Marie Luise Maintz (Hrsg.): Szenenmacher. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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