Am Wochenende steht der erste Samstag im Juli vor der Tür. Der Tag, an dem sonst alle Jahre vielerorts anlässlich des Internationalen Tages der Genossenschaften, der in diesem Jahr auf den 4. Juli 2020 fällt, gefeiert wurde. In diesem Jahr zeigen in Zeiten von Corona alle gemeinsam Flagge mit der Botschaft: Gesellschaft braucht Genossenschaft!

In einer bundesweiten Aktion hissen die Wohnungsbaugenossenschaften Flaggen und plakatieren ihre Häuser und Schaukästen – alles im markanten Bauklötzchen-Auftritt der Wohnungsbaugenossenschaften Deutschland, alle mit derselben Botschaft: Gesellschaft braucht Genossenschaft. Ziel der Aktion ist es, auf die gesellschaftliche Bedeutung von Wohnungsbaugenossenschaften hinzuweisen.

„Auch wir zeigen Flagge und beteiligen uns an der bundesweiten Aktion. In der Corona-Krisensituation zeigte sich noch einmal deutlich die soziale Verantwortung der Wohnungsgenossenschaften, auch in schweren Zeiten den Mitgliedern bei finanziellen Schwierigkeiten, aber auch mit allen weiteren coronabedingten Herausforderungen wie Lebensmitteleinkäufen und Botengängen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dies ist der Rechtsform Genossenschaft per se immanent“, so Mirjam Luserke, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG).

Der Internationale Genossenschaftsbund ICA weist seit 1923 am Aktionstag auf die wirtschaftliche und soziale Bedeutung von Genossenschaften hin. Die UN bestimmten 1995 den ersten Samstag im Juli zum jährlichen Genossenschaftstag.

In Deutschland sind 22,56 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft. Das ist jeder vierte Bundesbürger. Es vergeht kein Tag, an dem nicht jeder Mensch mit Genossenschaften in Kontakt kommt: die Wohnung in einer Wohnungsbaugenossenschaft, das Girokonto bei einer Volks- oder Raiffeisenbank, der Einkauf bei Rewe, Edeka oder Konsum, der Friseurbesuch, der Strom der Energiegenossenschaft oder die Fahrt im Taxi.

Genossenschaften fördern als lokal verwurzelte Unternehmen die Wirtschaftskreisläufe vor Ort. Bei ihnen werden die unternehmerischen Entscheidungen nicht unter Renditevorgaben, sondern zum Wohle ihrer Mitglieder getroffen. Durch ihre nachhaltige Wirtschaftsweise erzielen die Genossenschaften positive Effekte für die Gesellschaft. Sie haben sich gerade in den letzten Jahren als äußerst krisen- und insolvenzfest erwiesen und sind ein Vorbild für viele Wirtschaftsbereiche. So wurde auch die Genossenschaftsidee von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit im Jahre 2016 ernannt.

Informationen zur bundesweiten Aktion finden Sie unter: https://www.wohnungsbaugenossenschaften.de/internationaler-tag-der-genossenschaften

Die 209 im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) organisierten Wohnungsgenossenschaften sind ein bedeutender Faktor im sächsischen Wohnungsmarkt. Sie bewirtschaften mit insgesamt 298.835 Wohneinheiten rund 19 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes im Freistaat Sachsen und bieten damit rund einer halben Million Menschen ein zukunftssicheres Zuhause.

Als Unternehmen erwirtschaften sie mit den jährlichen Umsatzerlösen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro einen Anteil von ca. 1 Prozent am sächsischen Bruttoinlandsprodukt und sind für rund 2.500 Mitarbeiter sowie über 75 Auszubildende und Studenten ein verlässlicher Arbeitgeber und sichern gleichzeitig Aufträge sowie Arbeitsplätze in vielen weiteren, die Wohnungswirtschaft flankierenden Branchen.

Der VSWG hat seinen Sitz im Verbandshaus in Dresden und ist gesetzlicher Prüfungsverband sowie Fach- und Interessenverband für die im Bundesland Sachsen ansässigen Wohnungsgenossenschaften. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem Information, Beratung sowie Aus- und Weiterbildung der Mitglieder. Zudem übernimmt der Verband die gemeinschaftliche Interessenvertretung der Mitglieder in der Öffentlichkeit.

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