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Sanierung des Bergbaustandortes Kaisergruben in Gersdorf

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    Das Sächsische Oberbergamt beginnt ein weiteres Sanierungsprojekt im Vorhaben »Prävention von Risiken des Altbergbaus« der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Für dieses EFRE-Vorhaben stehen dem Oberbergamt als Projektträger im Zeitraum von 2014 bis 2023 insgesamt 52,7 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden in Sachsen zahlreiche Altbergbauprojekte vor allem im Erzgebirge und in den ehemaligen Steinkohlerevieren finanziert. Diese Sanierungsarbeiten werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

    Der kreisrunde und mit Mauerung ausgebaute Kaisergrube-Schacht II wurde im Zeitraum von 1872 bis 1877 bis zu einer Tiefe von 636 m und in den Jahren 1901 bis 1902 bis zu einer Tiefe von ca. 675 m unter die Tagesoberfläche abgeteuft und nach der Fertigstellung als Förderschacht genutzt. In dieser Zeit wurden auch die übertägigen Betriebsanlagen im Schachtbereich errichtet. Der ehemalige Mannschaftssaal, das Kraftmaschinenhaus und das Kesselhaus sind noch erhalten und an der Kaisergrubenstraße in Gersdorf sichtbar.

    Mit der Einstellung des Betriebes wurde der Schacht in den Jahren 1930 bis 1931 mit Halden- und Waschbergen sowie Aschen verfüllt. Unmittelbar nach der Verfüllung ist die Füllsäule um ca. 5 m nachgesackt. Nachfolgend wurden Sackungen und Setzungen bis in die 1960er Jahre beobachtet, die regelmäßig verfüllt wurden. Eine Abdeckung des Schachtes mittels Stahlbetonplatte ist nicht vorhanden.

    Ausgehend vom Zustand des Schachtes, in Verbindung mit dem derzeit laufenden Grubenwasserwiederanstieg im Steinkohlenrevier Lugau/Oelsnitz ist der Kaisergrube-Schacht II als nicht standsicher zu bewerten. Seine Verfüllmassen könnten plötzlich nachrutschen und zu massiven Tagesbrüchen führen.

    Gerade im Bereich bebauter Gebiete, wie im Umfeld des Schachtes, gelten präventive Maßnahmen zur Reduzierung von Altbergbaurisiken als zentrale Förderziele zur Bewältigung von Bergbaufolgen nach Maßgaben des OP-EFRE (Operationelles Programm des Freistaates Sachsen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in der Förderperiode 2014 – 2020).

    Ziel des Projektes ist es daher, den alten und unsicher verfüllten Kaisergrube-Schacht II dauerstandsicher zu verwahren und dadurch die Standsicherheit langfristig zu gewährleisten. In einem zweiten Abschnitt ist vorgesehen, die alten übertägigen Betriebsgebäude und -anlagen im Bereich des Schachtes II abzubrechen und rückzubauen.

    Die mit rund 24 Monaten veranschlagte Bauzeit beginnt im November 2020. Für die Umsetzung der berg- und bautechnischen Leistungen wurde im Ergebnis des Vergabeverfahrens die BTOe – Bergbau und Tiefbau GmbH Oelsnitz/E. aus Oelsnitz/Erzgeb. als regional ansässige Spezialfirma beauftragt. Die ingenieurtechnischen Planungsleistungen einschließlich der Bauüberwachung werden durch die G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, Halsbrücke realisiert. Die Baukosten betragen nach derzeitigem Kenntnisstand rund 1,75 Mio. Euro.

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