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Interdisziplinäres Ultraschallzentrum bündelt seit zwölf Jahren Kompetenz

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    Seit zwölf Jahren bündelt das Interdisziplinäre Ultraschallzentrum am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die Expertise von Internisten und Radiologen, um einen optimalen Einsatz des Verfahrens in der Diagnostik am UKL sicherstellen zu können.

    Mit Erfolg: Das Leipziger Zentrum hat sich als eines von bundesweit fünf vergleichbaren Zentren als Modell für einen gebündelten Einsatz der Expertise etabliert und wurde im vergangenen Jahr von der Fachgesellschaft DEGUM als Ausbildungszentrum zertifiziert. Auch der Bedarf wächst – seit 2009 stieg die Zahl der jährlichen Untersuchungen von ursprünglich 7.000 auf über 12.000 im vergangenen Jahr.

    Ohne die Einschränkungen der Pandemie wäre die Patientenzahl 2020 auch noch weiter gestiegen“, ist Privatdozent Dr. Thomas Karlas, Leiter des interdisziplinären Ultraschallzentrums am UKL, überzeugt. Der Bedarf an Sonographien wächst seit Jahren – zum einen, weil am Leipziger Uniklinikum die Zahl der Patienten insgesamt zunimmt. Zum anderen steigt die Zahl der Verlaufskontrollen bei chronischen Erkrankungen, wozu inzwischen viele Krebserkrankungen gehören.

    „Das verdanken wir besseren Therapien, die den Patienten viele weitere Lebensjahre schenken – die wir mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen begleiten“, so Karlas. Fünf Untersuchungsräume stehen dem Team zur Verfügung, mit modernster Ausstattung wie einem Spezialgerät für die Ultraschalluntersuchung bei stark adipösen Patienten. „Hier sind wir als Teil eines in diesem Bereich spezialisierten Standorts auch intensiv in wissenschaftliche Studien eingebunden.“

    Ein Schwerpunkt des interdisziplinären Zentrums liegt im viszeral-medizinischen Bereich, ein großer Teil der Patienten kommt aus den Kliniken der Inneren Medizin und benötigt Untersuchungen der Bauchorgane wie Galle, Leber, Magen, Darm und Blase. 

    Hinzu kommen Untersuchungen zahlreicher anderer Organe wie Schilddrüse und Nieren, aber auch Ultraschalluntersuchungen von Gelenken und Extremitäten. Hier werden aber auch Punktionen all dieser Organsysteme unter Ultraschallkontrolle durchgeführt. Dazu arbeiten die Spezialisten der verschiedenen Fachbereiche wie Endokrinologie, Nephrologie, Gastroenterologie und natürlich Radiologie, die einen großen Anteil der Untersuchungen durchführen, gemeinsam im interdisziplinären Zentrum.

    Diese Bündelung an Kompetenz und kollegiale interdisziplinäre Zusammenarbeit führen neben einer hohen Expertise in der Patientenversorgung auch zu einer hohen Qualität in der Ultraschallweiterbildung der Mitarbeiter. Dies wurde dem Zentrum kürzlich durch eine Zertifizierung der Fachgesellschaft DEGUM bestätigt. Bundesweit verfügt nur jedes dritte Ultraschallzentrum über ein solches Ausbildungszeritifikat, wie eine gerade veröffentlichte Umfrage der Universität Ulm bestätigt.

    Ein weiterer Schwerpunkt des Ultraschallzentrums ist die studentische Lehre. „Angehende Ärzte sollten im Studium praktische Kenntnisse der Sonographie erwerben, um diesen schonenden Blick in das Körperinnere gut verstehen und anwenden zu können“, so Ultraschallexperte Karlas. „Als Zentrum bieten wir zahlreiche Lehrveranstaltungen in einem Längsschnittcurriculum an und können so möglichst vielen Studierenden den Zugang zur Ultraschalldiagnostik ermöglichen.“

    Trotz der Konzentration im Zentrum gibt es im UKL natürlich weitere Standorte der Ultraschalldiagnostik, die speziellen Fragestellungen in Fachgebieten wie der Kardiologie, der Geburtsmedizin oder der Kinderradiologie gerecht werden.

    In der Zukunft sieht Dr. Karlas für das Ultraschallzentrum noch weiter wachsende Anforderungen: „Mobile, auch sehr kleine Geräte könnten künftig dafür sorgen, dass über eine telemedizinische Anbindung der Experte hier im Zentrum einen Kollegen im Einsatz außerhalb faktisch ‚begleitet‘ und  einen Tele-Ultraschall durchführen kann – davon sind wir aktuell außer in Modellprojekten aber noch weit entfernt.“

    Literatur:
    Welle R et al. „Die Aus- undWeiterbildungssituation der Abdomensonografie  an den deutschen Universitätskliniken. Eine Längsschnittstudie über 20 Jahre“, Z Gastroenterol 2021; 59: 225-240

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