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Kleine Schnitte für große Netze – Diakonissenkrankenhaus Leipzig setzt auf weitere Schlüsselloch-Verfahren in der Hernienchirurgie

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    Das zertifizierte Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie am Leipziger Diakonissenkrankenhaus hat sein Leistungsspektrum um zwei minimal-invasive Verfahren erweitert. Dank endoskopischer Techniken können selbst komplexe Nabel-, Narben- oder Bauchwandbrüche nun auch über kleine Schnitte versorgt werden – selbst wenn auf diesem Wege vergleichsweise große medizinische Kunststoffnetze eingebracht werden müssen.

    Die innovativen hernienchirurgischen Verfahren sind in der Fachwelt als „MILOS“ und „ELAR-plus“ bekannt. Beim MILOS-Verfahren („Mini Less Open Sublay“) wird ein stabilisierendes Kunststoffnetz außerhalb der Bauchhöhle an der zu versorgenden Bruchstelle befestigt, um auf diese Weise eine Verwachsung mit dem Darm zu verhindern. Es eignet sich besonders für die Versorgung großer Bauchwandbrüche.

    Die ELAR-plus-Technik (Endoscopic-Assisted Linea Alba Reconstruction plus Mesh Augmention) kommt eher dann zum Einsatz, wenn sich die Bauchwandmuskulatur zunehmend aufdehnt und auseinanderweicht – etwa als Folge einer Schwangerschaft. Hierbei wird die Körpermitte wieder rekonstruiert und mit einem medizinischen Netz zusätzlich stabilisiert. Bei komplexen Rekonstruktionen der Bauchdecke kommen im Einzelfall zusätzlich auch moderne Techniken der plastischen Chirurgie zum Einsatz.

    Sowohl bei MILOS als auch bei ELAR-plus erfolgt der Eingriff endoskopisch über nur wenige Zentimeter kleine Schnitte. Die bis zu 30 Zentimeter großen medizinischen Netze werden auf diesem Wege in gerollter Form in den Körper eingebracht und an Ort und Stelle vorsichtig entfaltet.

    „Bei der operativen Versorgung von Hernien hat sich in den letzten Jahren viel getan – selbst bei größeren Narben- oder Bauchwandbrüchen stehen heute minimal-invasive Operationstechniken zur Verfügung“, erläutert Dr. Shueb Mussa als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Diakonissenkrankenhaus Leipzig.

    „Für betroffene Patienten ist das eine gute Nachricht, weil so das Risiko für mögliche Komplikationen während der OP deutlich reduziert und zugleich der Wundheilungs- und Genesungsprozess insgesamt verbessert werden kann“, ergänzt Dr. Niels-Torsten Hoedt, der als Oberarzt das Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie im Diako leitet.

    Zertifizierte Hernienchirurgie im Diako

    Seit 2017 ist ein Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie im Diakonissenkrankenhaus Leipzig tätig, das von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert ist. Grundlage für dieses Gütesiegel ist, dass jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Patienten mit Leisten-, Narben- oder Bauchwandbruch behandelt werden. Im Leipziger Diako erfolgen jährlich mehr als 300 hernienchirurgische Eingriffe, die von spezialisierten Operateuren ausgeführt werden.

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