Die Basisgewerkschaft Freie Arbeiter/-innen Union (FAU) Leipzig hat am Samstagabend in der Georg-Schwarz-Straße im Leipziger Westen eine Kundgebung vor der Kneipe „Gute Quelle“ veranstaltet. Anlass der Protestaktion war ein Arbeitskonflikt zwischen der FAU Leipzig und der Geschäftsleitung der Kneipe, von welcher die Zahlung ausstehender Ansprüche an ehemalige Beschäftigte gefordert wurde.

Konkret waren nicht gezahlte Urlaubsabgeltungen sowie Annahmeverzüge Auslöser für die Eskalation.

Mehr als 100 Personen versammelten sich vor der Kneipe, um die sechs ehemaligen Arbeiter/-innen solidarisch zu unterstützen. Die ehemaligen Angestellten berichteten in Redebeiträgen über die Situation, ihre Forderungen und ihren Frust aufgrund mangelnder Reaktionen der Geschäftsleitung.

„Die Urlaubsabgeltung ist für uns mehr als nur Cash! Es geht um die Anerkennung unserer Rechte, die Anerkennung unserer Arbeit, die Anerkennung dessen, was wir für diesen Laden geleistet haben“, so eine der Betroffenen.

Die FAU Leipzig steht weiterhin für die Rechte des ehemaligen Teams der Kneipe ein und fordert die Geschäftsleitung auf, die ausstehenden Gelder zu bezahlen.

„In der Gastronomiebranche kommt es immer wieder zu Fällen massiver Ausbeutung, bei denen Arbeiter/-innen grundlegende Ansprüche verwehrt werden. Doch wir werden in diesem Fall nicht lockerlassen, bis der Konflikt im Sinne unserer Mitglieder gelöst wird!“, so Sören Winter, Pressesprecher der FAU Leipzig.

- Anzeige -

Es gibt 3 Kommentare

Ulkige Entwicklung… So eine queerfeministische Kneipe mit Sprachregelung^^ wäre wohl in der Südvorstadt oder auch noch in der Gottschedstraße besser aufgestellt gewesen, aber nicht an der toughen Georg-Schwarz-Straße.

Die Kundgebung hatte nicht nur angeblich fehlende Geldzahlungen zum Thema. Auch die Ausrichtung der ehemaligen Angestellten passte mit den Vorstellungen des Barinhabers und dessen Konzept der guten Quelle nicht überein. So verstanden die ehemaligen Angestellten ihr Projekt darin eine queerfeministische Kneipe mit typisch großstädtischem lifestyle-gebaren voranzutreiben. Da ich den (ebenfalls ehemaligen) Inhaber kennen gelernt habe, weiß ich, dass er eine offene (gay)Bar für jedermann ob schwul, lesbisch oder hetero machen wollte, keine gay Szenebar und auch kein lifestylelinkes Moralprojekt mit Sprachverboten und dem ganzen bürgerfernen Großstädtermilieu. Er wollte eine Bar in der die Gäste nicht mit Gesinnung zugetextet werden, sondern ihr Bier trinken und kontrovers über alles diskutieren konnten oder eben auch nicht! – Auch dieses Zerwürfnis wurde bei dieser merkwürdigen Kundgebung sehr einseitig thematisiert.

Ohjeh,

da weiß man nicht was man dazu sagen soll.
Ja, ihr habt Rech!

Ist eine queere Kiezkneipe mir vier Angestellten ein “Großkapital” bei denen die Beschäftigten ihre “Bonzenhobbys” frönen. Auch diese Beschuldigungen wurden zum besten geben. Wenn man dem alten Ex Quelle Team folgt, so weiß man, dass sie 100 Meter weiter auf der Georg-Schwarz Straße ihren neuen Laden aufmachen.
Ich möchte den Guten nichts unterstellen aber die Demo wirkte leider auch wie eine Schließungs-Kampagne für dir Gute.

Das Ganze wirkt für mich wie ein Nachbarschaftsstreit, bei dem die eine Partei die Gewerkschaft holt um dem Großkapitalisten die Stirn zu bieten. Das Fragt man sich: Kann eine queere Kiezkneipe mit einen Gin Tonic für 2,50 Euro wirklich so viel Kapital anhäufen?

Und es ist nicht witzig, wenn der Alte Geschäftsführer, der für die Zahlung des Urlaubsgeldes zuständig war, auf der Seite der Demonstranten steht und sich mit als Opfer darstellt.

Ich will weiter auf einen Kiez wohnen der sich fair verhält und eine offene Nachbarschaft pflegt. Kämpft für eurer Geld, kämpft um mehr Solidarität! Aber spaltet nicht den Kiez dabei!

Schreiben Sie einen Kommentar