Jedes Jahr findet am 17. September der Welttag der Patientensicherheit statt. In Deutschland wird er vom Aktionsbündnis Patientensicherheit organisiert, um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Das Diakonissenkrankenhaus Leipzig wird sich einmal mehr im Verbund von AGAPLESION MITTELDEUTSCHLAND daran beteiligen und insbesondere etablierte Strukturen ins Blickfeld rücken, die unmittelbar der Patientensicherheit dienen. Dieses Jahr im besonderen Fokus: das Thema „sichere Medikation“.

Da der Welttag der Patientensicherheit in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, sind die hauseigenen Aktionen auf Montag, 19. September 2022, terminiert. Im Rahmen eines Aktionstags wird Informationsmaterial für Patientinnen und Patienten sowie für Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Orten ausliegen. Ebenso richtet sich die Diako-Kampagne an die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Initiatoren des Welttags rücken in diesem Jahr den richtigen Umgang mit Arzneimitteln bzw. die Medikamentensicherheit den besonderen Fokus der Aufmerksamkeit. Dieses Thema ist ein zentraler Bestandteil im Sicherheitskonzept aller Gesundheitseinrichtungen im Verbund von AGAPLESION MITTELDEUTSCHLAND. So wird die zu verabreichende Medizin stets genau überprüft und vollständig in der elektronischen Patientenakte dokumentiert.

Spritzen sind mit Etiketten in verschiedenen Farben und Zifferngrößen versehen, die den Inhalt zweifelsfrei und gut erkennbar ausweisen. Darüber hinaus werden einzunehmende Medikamente unter Berücksichtigung der Vorgaben der jeweiligen Hausärzte aufeinander abgestimmt. Zwei Mitarbeitende überprüfen unabhängig voneinander die korrekte Ausgabe. 

„Wir beteiligen uns gern und voller Überzeugung am jährlichen Welttag der Patientensicherheit, weil er für eines unserer zentralen Anliegen in der Versorgung der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten steht“, sagt Dr. Olaf Richter als Ärztlicher Direktor des Diakonissenkrankenhauses Leipzig. „Es ist unser Anspruch, über den gesamten Behandlungsprozess die größtmögliche Sicherheit zu bieten – und diesen setzen wir auf Basis geeigneter Strukturen und mit Hilfe von praxistauglichen Instrumenten konsequent und effektiv in der täglichen Patientenversorgung um.“

Hintergrund:

Im Verbund von AGAPLESION gelten bundesweit einheitliche Regelungen zur Patientensicherheit. Neben der Medikamentensicherheit seien an dieser Stelle einige weitere Maßnahmen genannt:

  • Identifikationsarmband: Dies tragen alle Patientinnen und Patienten verbindlich von der Aufnahme bis zu ihrer Entlassung, um zu jeder Zeit das Risiko einer Patientenverwechslung zu minimieren und um stets die individuell notwendigen Behandlungsmaßnahmen durchführen zu können.
  • OP-Checklisten: Bei jeder Operation gelten verbindliche Sicherheitsbestimmungen, an die sich das OP-Team halten muss. Dazu gehören Prüflisten, Sicherheits-Checks (Team Time Out), Zählkontrollen und Einträge in die jeweilige Patientenakte.
  • „Frühwarnsystem“ CIRS: Die Abkürzung steht für „Critical Incident Reporting System“. Hierbei handelt es sich um ein etabliertes Melde- und Berichtssystem, das so genannte „Beinahe-Fehler“ in den Blick nimmt, die in der Patientenversorgung aufgetreten sind. In den Krankenhäusern sind spezielle Arbeitsgruppen aktiv, die anonyme Meldungen des Personals entgegennehmen und auf dieser Basis organisatorische Abläufe oder technische Gegebenheiten analysieren und konkrete Vorschläge zur Optimierung erarbeiten. Durch CIRS lässt sich effektiv die Patientensicherheit erhöhen, weil mögliche Fehler bereits abgestellt werden können, bevor sie zu einem gesundheitlichen Schaden führen.
  • Hygiene: In jedem Krankenhaus sind erfahrene Hygiene-Teams tätig, um mögliche Ansteckungsrisiken zu minimieren. Ein konzerneigenes Hygieneinstitut entwickelt verbindliche Vorgaben für alle Krankenhäuser im Verbund von AGAPLESION.

Darüber hinaus verfügt das Diakonissenkrankenhaus Leipzig über weitere etablierte Strukturen und Prozesse, um eine bestmögliche Patientensicherheit zu gewährleisten – dazu gehören:

  • zertifizierte Zentren: Das Leipziger Diako ist ISO-zertifiziert und verfügt aktuell über sieben zertifizierte Behandlungszentren. Diese Zentren tragen erheblich zur Patientensicherheit bei, da hier in regelmäßigen Überwachungsaudits und Rezertifizierungen die strukturellen und qualitativen Anforderungen streng überprüft werden. In den zertifizierten Zentren gehören zugleich konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Patientensicherheit zum Standard – etwa Komplikationsbesprechungen oder Zusatzqualifikationen des Personals.
  • Kommissionen: Ein hohes Maß an Patientensicherheit wird auch über Interdisziplinäre Besprechungen bzw. Dienstberatungen und durch die Arbeit von Kommissionen erreicht. Im Diakonissenkrankenhaus Leipzig sind u. a. eine Arzneimittel- und eine Hygienekommission sowie eine Pflegestandardgruppe aktiv. Ziel der vielfältigen Gremienarbeit ist es, vorhandene Behandlungsstandards regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen und zu bearbeiten bzw. neu zu erstellen, wo es notwendig ist.
  • Patientenfürsprecherin: Das Diako verfügt über eine ehrenamtliche Patienten-fürsprecherin. Als unabhängige Instanz nimmt sie Lob, Kritik und Anregungen entgegen und bringt sich aktiv ein, um die Patientenversorgung fortlaufend zu optimieren.

Weitere Informationen zum Welttag der Patientensicherheit:

www.tag-der-patientensicherheit.de  

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