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Während Sperrung der Klingerbrücke: Baumpflanzungen und Gärtnerarbeiten im denkmalgeschützten Klingerhain

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    So richtig als Park nimmt man den Klingerhain gar nicht mehr wahr. Meist fährt man nur mit dem Rad durch, wenn man zum Palmengarten will. Der Hauptweg ist bis auf den Schotter abgefahren. Ein paar wilde Trampelpfade durchschneiden die Wiese und dass auch der Klingerhain mal gärtnerisch gestaltet war, davon ist kaum noch was zu sehen. Das soll sich jetzt ändern, kündigt das Verkehrs- und Tiefbauamt an.

    Anlass ist einerseits die Sperrung der Klingerbrücke, die ab dem 24. Juli auf ihre Tragfestigkeit geprüft wird. Und andererseits gibt es auch noch ein paar notwendige Nacharbeiten nach Öffnung der neuen Plagwitzer Brücke im vergangenen Jahr.Denn nach Abschluss der Straßen- und Brückenbauarbeiten im vergangenen Jahr werden jetzt die Böschung sowie die Gartenanlagen am Klingerhain umgestaltet und teilweise nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Die Landschaftsbauarbeiten erfolgen synchron zur anstehenden Sperrung der Klingerbrücke, damit beispielsweise die Arbeiten im Straßenraum ohne Durchgangsverkehr erfolgen können. Die Brücke ist aufgrund eines Belastungstests ab Samstag, 24. Juli, gesperrt.

    Der Neubau der Plagwitzer Brücke und der Ausbau der Käthe-Kollwitz-Straße im Bereich des Klingerhains haben auch die Lage der Straße zur Gartenanlage verändert. So liegt der Brückenneubau rund 80 Zentimeter über dem ehemaligen Gelände. Weil ein zusätzlicher Radweg im jetzigen Fußweg geführt wird, fielen zudem etwa 50 Zentimeter der Parkanlage weg. Diese Höhen- und Lagenunterschiede müssen nun landschaftspflegerisch angepasst werden, erklärt das Verkehrs- und Tiefbauamt.

    Die Plagwitzer Brücke kurz vor Fertigstellung 2020. Foto: Marko Hofmann
    Die Plagwitzer Brücke kurz vor Fertigstellung 2020. Foto: Marko Hofmann

    Der Klingerhain ist als Gartendenkmal ausgewiesen, die Wiederherstellung der Anlage erfolgt daher nach denkmalpflegerischen Aspekten. Die Wiesenflächen gelten zudem als magere Frischwiesen, ein geschütztes Biotop. Zur Wiedereinsaat wird daher bereits gewonnenes Heumulchsaatgut der angrenzenden Wiesenflächen genutzt. Weil die Böschung am Ostufer nun steiler ansteigt, muss der dortige Trampelpfad komplett zurückgebaut werden.

    Dafür wird die historische Wegeführung im südlichen Teil der Anlage wieder revitalisiert. Hierfür muss die verschmutzte beziehungsweise verkrautete oberste Schicht abgezogen und eine neue Befestigung aufgebracht werden, die historischen Tragschichten bleiben dabei erhalten. Damit kein neuer Trampelpfad entsteht, werden Sträucher gepflanzt und ein Stabgitterzaun entlang des Fußweges errichtet.

    Ab Montag, 26. Juli, werden dann zunächst die Baumscheiben im Kreuzungsbereich der Käthe-Kollwitz-Straße stadtauswärts saniert und auf Neupflanzungen vorbereitet, so das VTA.

    Ab 2. August folgen die Baumscheiben rund um die Haltestellen „Nonnenstraße“, ab 14. August die Baumscheiben in der Karl-Heine-Straße. Während des Ausbaus der Karl-Heine-Straße waren hier mehrere Bäume gefällt worden, im November und Dezember stehen hierfür die Ersatzpflanzungen an: 19 Ahornblättrige Platanen sind westlich der Plagwitzer Brücke geplant, sechs Winter-Linden östlich der Brücke.

    Die Landschaftsarbeiten in den kommenden Wochen erfordern punktuell Halteverbote. Die Arbeiten sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

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