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ReMembering Leipzig kann seit November besucht werden

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    Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter Jane Wegewitz und Tom Pürschel vom Team „ReMembering Leipzig“: Nach vier Workshops, dem Netzwerktag, der Überarbeitung der Datenbank sowie mit einigem Auf und Ab – unter anderem im Bemühen, ihr Projekt zu finanzieren – verabschiedeten sie sich erst einmal in eine Pause. So schnell kann’s gehen. Aber ihr Projekt steht im Netz. Und es ist wichtig.

    Es enthält 70 Mikrohörstücke zu Ereignissen der Stadtgeschichte, erzählt aus der Perspektive ehemaliger Mitbürger/-innen jüdischer Herkunft sowie ihrer Nachfahr/-innen. Alle auf einer Leipzig-Karte leicht zu finden. Ein Projekt, das Geschichte am Bildschirm erlebbar macht. Und ein Projekt gegen das Vergessen.

    Los ging es 2017.

    „Bis zum November 2017 haben wir die Idee so weit entwickelt und umgesetzt, dass wir anlässlich des Gedenktages an die Reichspogromnacht (09.11.) mit der ersten Fassung der Website online gehen konnten“, erinnern sich die Beteiligten.

    „Biographische Textfragmente treten in Beziehung zu Orten im Stadtraum. Sie können als Audiofiles gehört oder als Dokument gelesen werden. Begleitende Texte erlauben eine Einordnung des Gehörten, weiterführende Links eine vertiefende Beschäftigung mit verschiedensten Themen. Beispielhaft haben wir zunächst Beiträge zu den Themen ‚Gemeindegeschichte‘ (zum 170-jährigen Jubiläum) und ‚Kindheit und Jugend in Leipzig‘ erarbeitet.“

    Mit Gemeindegeschichte ist die Geschichte der Leipziger jüdischen Gemeinde gemeint.

    Das Projekt sollte verschiedene Akteurinnen und Akteure, die sich mit jüdischer Geschichte in Leipzig befasst haben, vernetzen. Sie waren eingeladen, ihre Arbeitsergebnisse in das Projekt einfließen zu lassen beziehungsweise auf diese zu verweisen, zu ihnen zu verlinken.

    „ReMembering“ sollte auch in diesem Sinn ein Netzwerk sein, eines, das Ressourcen bündelt, Quellen aufzeigt und Forschungsergebnisse öffentlich macht.

    Die Idee war zunächst eine Datenbank, die dann auch aufgebaut wurde. Die Daten sind biographisch, die Biographien sind Geschichten. Die Geschichten stammen von ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, nacherzählt werden sie von Jugendlichen und Erwachsenen heute. Die Gegenwart leiht der Vergangenheit ihre Stimme, um in der Zukunft gehört zu werden.

    „ReMembering“ startete 2017 als Initiativprojekt und verknüpft digitale Stadtgeschichte mit Bildungsarbeit. Was tatsächlich entstand, ist eine Webpräsenz mit Stadtplan. Markiert sind die Orte, zu denen Lebenserinnerungen vorliegen oder Forschungsmaterial und Mikrohörstücke laden dazu ein, Menschen zuzuhören, ihre Geschichten kennenzulernen.

    Die kann man jederzeit hier besuchen.

    Die Darstellung des Netzwerkes derer, die sich in Leipzig mit jüdischer Geschichte befassen, ist in einer ersten Fassung online seit November. „Möge Interessierten die Orientierung und den Zugang zu Material erleichtern, sei es bei der Vorbereitung von Unterrichtsstunden, bei einem Leipzig-Besuch oder bei Recherchen online“, wünschen sich Jane Wegewitz und Tom Pürschel.

     

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