Seit Mittwoch, 21. März, steht jetzt auch fest, wer 2013 für Bündnis 90/Die Grünen in den OBM-Wahlkampf zieht. Es ist ein ausgewiesener Wissenschaftler in Sachen Nachhaltigkeit und Klimapolitik: Prof. Dr. Felix Ekardt, LL.M. Der Vorstand von Bündnis90/Die Grünen Leipzig hat ihn für den am 31. März stattfindenden Stadtparteitag einstimmig als Kandidaten vorgeschlagen.

Wenn der Parteitag dem Vorschlag folgt, ziehen die Grünen auf jeden Fall mit einem Mann in den Wahlkampf, der Stadtpolitik aus einer auch für Leipzig neuen Perspektive sieht.

Professor Felix Ekardt ist Jurist, Soziologe und Philosoph. Er wohnt seit 1997 in Leipzig direkt am Auenwald in Schleußig und ist auch Mitglied der Partei Bündnis90/Die Grünen.
Beruflich leitet er ein disziplinübergreifendes überörtliches, primär in Leipzig ansässiges Forschungsinstitut, die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, und ist Professor an der Universität Rostock. Er ist seit langem intensiv in der Politikberatung tätig und wird jenseits klassischer Parteigrenzen aufgrund seiner Fachkompetenz geschätzt und will Konzepte für eine zukunftsfähige Stadtpolitik anbieten.

Felix Ekardt erklärt aus Anlass seiner Nominierung: “Wir leben in einer Zeit, in der die Ermöglichung eines guten und selbstbestimmten Lebens für alle Menschen ganz neue Strategien erfordert. Der Klimawandel, die Notwendigkeit einer ganz neuen Energieversorgung, der demographische Wandel und die sich grundlegend verändernde Lage in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt schließen ein ‘Weiter so’ aus. Zu lange wurde im Schulterschluss führender politisch-wirtschaftlicher Kreise auf Kosten unserer Zukunft und oft auch der Menschen hier in Leipzig und in anderen Ländern Politik gemacht.”

Wie kann man eine nachhaltige Stadtpolitik anders denken und gestalten?

Felix Ekardt: “Wir möchten mit den Leipzigerinnen und Leipzigern einen von Optimismus und Realismus gleichermaßen, vor allem aber von unmissverständlicher Ehrlichkeit geprägten Dialog darüber führen, welche großen Chancen, aber auch welche dringend lösungsbedürftigen Probleme anstehen. Zentrale Aufgaben, auf die eine zukunftsfähige Stadt hinwirken muss, sind: den sozialen Zusammenhalt zu bewahren; Wirtschaften und Arbeiten für Zeiten schwindenden Wachstums fit zu machen und dabei die ökologischen Grenzen einzuhalten; eine postfossile Energieversorgung und Mobilität mit 100 % erneuerbaren Energien als Basis anzuschieben; Häuser von Energiefressern zu Energieproduzenten zu machen; realistisch mit künftigen finanziellen Engpässen umzugehen; die Stadt als Motor der Wissensgesellschaft und einer weltoffenen Kultur zu nutzen.”

Zu den Motiven seiner Kandidatur erklärt Felix Ekardt: “Leipzig mit seiner Mischung aus Gründerzeitbebauung, einem innerstädtischen naturnahen Auenwald und seiner Weltoffenheit bei gleichzeitiger Gemütlichkeit ist für mich die schönste Großstadt in Deutschland und Europa. Um das Erreichte zu bewahren und auszubauen in Zeiten gigantischer Herausforderungen etwa bei Finanzfragen und beim Klimaschutz, sind Visionen und ein gewisses Maß an Führung nötig; beides leistet der amtierende Oberbürgermeister Burkhard Jung nicht. Wir brauchen aus der Bürgergesellschaft selbst heraus mehr Ideen, Konzepte und die Bereitschaft, sich einzubringen. Die Berufspolitik hat – teilweise verständlicherweise – zuviel Vertrauen bei den Bürgern verspielt, um ihr allein unsere Zukunft zu überlassen.”

www.nachhaltigkeit-gerechtigkeit-klima.de

www.gruene-leipzig.de

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