Eigentlich möchten viele in Leipzig wissen, was nun mit diesem Mittelstandsförderprogramm ist. So richtig wahrgenommen wird es nicht, die FDP fragte heute nach, woran dies wohl liegt. So eine richtige Antwort nach dem Sinn und Nutzen seitens Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) gab es nicht. Dafür wurden die Kosten für die Aktionen bekannt, welche dem lahmen Pferdchen Flügel verleihen sollen.

120 Plakate wurden gestaltet, in der Stadt aufgehängt, Flyer gab’s auch. Die FDP-Fraktion fragte heute, nachdem es immer wieder in den vergangenen Monaten Fragen rings um die “Gießkanne” Mittelstandsförderung gab. Meist seien die Beträge um die 5.000 bis 20.000 Euro zu klein, um wirkliche Impulse in lokalen Unternehmen zu setzen. Die Frage also, ob hier mit der Plakataktion nicht letztlich gutes Geld einer schlechten Idee nachgeworfen wurde, stand hinter der Nachfrage der FDP, welche Uwe Albrecht heute beantwortete.

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“7.000 Euro haben die Plakataktion samt Gestaltung gekostet.” Interessanterweise kam die Nachfrage dann von Heiko Bär (SPD). Er wollte wissen, ob hier alle Kosten, also auch die für die ebenfalls existenten Flyer abgedeckt seien. Das Ja von Uwe Albrecht kam zwar etwas leise, aber bestimmt. Zudem sei die Agentur aus Leipzig, zumindest also dieser, wenn auch kleine Auftrag, hat ein Unternehmen der Messestadt gefunden.

Heiko Bär (SPD) am Rande der Sitzung zur L-IZ: “Ich sehe das alles durchaus kritisch, wie derzeit die Mittelstandsförderung in Leipzig funktioniert.” Damit steht der Stadtrat der SPD weiß Gott nicht allein.

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