Zu den Presseberichten, dass in Sachsen besonders viele Langzeitarbeitslose vom Auslaufen des bundesweiten Modellprojekts "Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose" zum Ende dieses Jahres betroffen sind, erklärt die Leipziger Abgeordnete und Vorsitzende der Landesgruppe Ost der SPD-Fraktion, Daniela Kolbe: "Die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den letzten Jahren ist an einem Großteil der Langzeitarbeitslosen leider vorbeigegangen."

“Die hohe Anzahl an Betroffenen auch in Sachsen zeigt, dass eine Förderung in öffentlich geförderter Beschäftigung weiterhin notwendig ist. Ziel war und ist für die Betroffenen eine neue Teilhabe am Erwerbsleben und am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen”, erklärt die Bundestagsabgeordnete der SPD. “Die SPD-Landesgruppe Ost im Deutschen Bundestag hat bereits im August ein Papier zur Einrichtung eines ‘sozialen Arbeitsmarktes’ in der Bundesrepublik vorgelegt.

Wir setzen darin einen klaren Fokus auf ältere Arbeitslose, die gerade in ländlichen Regionen keine Arbeit finden, sowie auf den harten Kern von Arbeitsuchenden mit multiplen Vermittlungshemmnissen. Die Finanzierung soll über einen Passiv-Aktiv-Transfer organisiert werden, also einer Aktivierung der sowieso über den Staat zu leistenden passiven Mittel im SGB II. Mit unserem Konzept greifen wir auch die Hinweise lokaler Akteure in den Gemeinden, Verbänden und Jobcentern der Wahlkreise auf, die nach dem Wegfall von Bürgerarbeit und massiven Kürzungen der vorherigen schwarz-gelben Regierung bei der aktiven Arbeitsmarktförderung einen auf Dauer angelegten öffentlich geförderten Beschäftigungssektor fordern.”

In Sachsen werden bis Ende 2014 1.276 Frauen und Männer im Programm des Projekts “Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose” gefördert. Seit dem Start des Projektes sind in Sachsen knapp 5.000 Frauen und Männer bis zu drei Jahre als Bürgerarbeiter gefördert worden. Bundesweit waren es 49.460 Menschen.

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