Ich bin ein Neuseenländer: Online-Kampagne und Ausstellung in Leipziger Kongresshalle sollen Entwicklung befördern

Das Leipziger Neuseenland hat in den zurückliegenden Jahren eine atemberaubende Entwicklung von einer Mondlandschaft hin zum Tourismusmagneten durchgemacht. Selbst die Erwartungen der größten Optimisten wurden dabei noch übertroffen. Mit dem Start der Online-Kampagne "Ich bin ein Neuseenländer" und der Eröffnung der Ausstellung "Touristischer Gewässerverbund Leipziger Neuseenland" am Donnerstag, 14. Juni, in der Kongresshalle soll dieser Entwicklung noch mehr Schub verliehen werden.
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Dabei sind Bürger, Vereine und Unternehmen aus der Region aufgerufen, sich zu ihrem Leipziger Neuseenland zu bekennen und „Gesicht zu zeigen“. So können seit heute Neuseenland-Fans ihr Porträt in der Online-Fotogalerie „Ich bin ein Neuseenländer“ auf der Internetseite www.leipzigerneuseenland.de einstellen oder sich ihr Lieblingsstück der brandaktuellen Neuseenland-Kollektion, die gemeinsam mit dem Leipziger Unternehmen Spreadshirt entwickelt wurde, online bestellen.

Politiker aus Stadt und Land haben es vorgemacht und sich zum Leipziger Neuseenland bekannt. So auch Frau Dr. Gabriela Lantzsch, Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna und Vorstandsvorsitzende des TV Leipziger Neuseenland: „Ich bin ein Neuseenländer, weil ich mich als Teil dieses gigantischen Landschafts- und Strukturwandels sehe.“

Durch die Entwicklung der regionalen Tourismusstrukturen und -angebote in den letzten Jahren sei auch die Freizeit- und Lebensqualität der Bevölkerung erhöht werden, so Lantzsch weiter. Durch neue touristische Projekte würden Arbeitsplätze geschaffen und somit die regionale Wirtschaft positiv beeinflusst.

Dies sieht Michael Czupalla, Landrat des Landkreises Nordsachsen, genauso: „Ich bin ein Neuseenländer, weil die neue Seenlandschaft auch für den Landkreis Nordsachsen zahlreiche Perspektiven für neue touristische Nutzungen bietet. Die Marke Leipziger Neuseenland verbindet den Nordraum und Südraum mit der Stadt Leipzig und bildet den Grundstein für eine gemeinsame touristische Ausrichtung und Vermarktung der Region.“ Beispielhaft für die Zusammenarbeit und Vernetzung nennt Czupalla die Beschilderung der Radroute „KOHLE/DAMPF/LICHT“, die am Donnerstag in Delitzsch offiziell eröffnet wurde.
Ziel der Kampagne ist es, die Einwohner als Werbebotschafter für die Region zu gewinnen und das „Wir-Gefühl“ zwischen Stadt, Region, touristischen Akteuren und Einwohnern weiter zu befördern. Diese Idee unterstützt Dr. Gerhard Gey, Landrat Landkreis Leipzig, voll und ganz. „Ich bin ein Neuseenländer, weil wir alle stolz sein können über die einzigartige Entwicklung, nach dem diese Landschaft jahrzehntelang von der Braunkohle in Anspruch genommen wurde.“

Die Akteure im Leipziger Neuseenland haben frühzeitig erkannt, dass sie alle „in einem Boot“ sitzen und nur gemeinsam ein attraktives Angebot schnüren können. Stadt und Region vermarkten bereits gemeinsam die Angebote des Leipziger Neuseenlandes mit seiner deutschlandweit einzigartigen Kombination von Großstadtflair, Wasserwelten und Regionalkultur. Zukünftig wollen alle Partner noch enger zusammenrücken, weshalb sich Heiko Rosenthal, Bürgermeister der Stadt Leipzig und Sprecher des Grünen Rings Leipzig ebenfalls als Neuseenländer sieht. „Ich bin ein Neuseenländer, nicht nur weil ich mittendrin wohne und Leipzig und das gesamte Leipziger Neuseenland mein Zuhause sind, sondern weil auch der Grüne Ring Leipzig einer der Väter der Idee und der Umsetzung des touristischen Gewässerverbundes ist. Mit dem Leipziger Neuseenland werden für Leipzig und die umgebende Region Stück für Stück aus Träumen und kühnen Plänen Realitäten im neuen Jahrtausend. Diesen Prozess mit gestalten und mit erleben zu dürfen, erfüllt mich mit großer Freude.“
Um die Verbindung von Stadt und Region zu zeigen, die unter anderem auch durch den touristischen Gewässerverbund gekennzeichnet ist, freut sich der Umweltbürgermeister, dass der Zoo Leipzig in der Kongresshalle seit Donnerstag die Möglichkeit bietet, seinen Besuchern anhand einer Ausstellung „Touristischer Gewässerverbund Leipzig und Leipziger Neuseenland“ die Region mit ihren Freizeit- und Wassersportmöglichkeiten näherzubringen. Für Dr. Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig, war dieses Angebot laut eigenem Bekunden eine Ehrensache.

„Ich bin ein Neuseenländer, weil die Entwicklung der Region meinen Lebensraum bereichert“, so der Chef des Tierparks. „Das entstehende Erholungsgebiet ist eine wichtige Komponente für den Großraum Leipzig – und erhöht die Lebensqualität für die Bevölkerung sowie den Freizeitwert für die Touristen.“

Die Ausstellung mit Geländemodell und Informationsdisplays wird vorläufig bis zum Jahresende im Südflügel der Kongresshalle zu besichtigen sein. Insgesamt stellte der Freistaat Sachsen bisher folgende Mittel für die Entwicklung bei der Sanierung der Braunkohlefolgelandschaften zur Verfügung: Von 1998 bis 2002 91,9 Millionen Euro, von 2003 bis 2007 50 Millionen Euro und von 2008 bis 2012 40 Millionen Euro. Dagegen nehmen sich die 30 Millionen Euro, die sich die Steuerungsgruppe LNL für den Zeitraum von 2013 bis 2018 wünscht, fast bescheiden aus.

Prof. Andreas Berkner von der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland: „Wir müssen es auch hinnehmen, wenn es weniger wird. Aber dann werden wir um schmerzhafte Einschränkungen nicht umhin kommen.“ Dann bleibt jetzt nur noch Abwarten und weiterhin die Werbetrommel rühren, wie mit dem aktuellen Projekt geschehen. Schließlich stirbt auch hier wie immer die Hoffnung zuletzt. Ein Tipp am Rande: Der TV Leipziger Neuseenland verlost im Rahmen der Kampagne Neuseenland-Fanpakete. Jeder Zehnte, der sich bis zum 31. Juli 2012 in der Fotogalerie „Ich bin ein Neuseenländer“ mit seinem Porträt auf der Homepage www.leipzigerneuseenland.de registriert, gewinnt.

www.leipzigerneuseenland.de


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