Geldgeber Bundesverkehrsministerium

Wie sieht denn eigentlich die neue Perspektive für den Saale-Elster-Kanal aus?

Für alle LeserUnd da wir gerade bei der Vorlage des Umweltdezernats aus dem Juni 2018 waren, „Wachsende Stadt Leipzig – Stärkung der interkommunalen Arbeit durch den Beschluss des Regionalen Handlungskonzeptes (RHK)“, und der Saale-Elster-Kanal so prominent darin auftrat, haben wir auch das Papierchen aus dem Bundesverkehrsministerium gelesen, das darin wie eine Verheißung auf ganz viel Geld anmutet.

In der Stadtratsvorlage las sich das so: „Das Bundesverkehrsministerium hat im Jahr 2016 ein Wassertourismuskonzept vorgestellt, woraus sich auch für den Saale-Elster-Kanal eine neue Entwicklungsperspektive und damit ein Finanzierungsansatz ableiten lässt. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig befindet sich hierzu im engen Austausch mit den Bundesministerien und der zuständigen Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Magdeburg, mit welcher zukünftig umfassende Abstimmungstermine zur weiteren Vorgehensweise geplant sind.“

Eine neue Entwicklungsperspektive? Das klang, als hätte das Bundesministerium den Kanalträumern von Elster und Saale nun zugesagt, ihnen den Weiterbau des Kanals zu finanzieren.

Und so konnte man auch die nächste Passage interpretieren: „Darauf aufbauend und in Verbindung mit der Potenzialanalyse zum Saale-Elster-Kanal aus dem Jahr 2012 wurde das Thema Inwertsetzung des Kanals im Jahr 2016 in der Projektgruppe ‚Gewässerlandschaft Mitteldeutschland‘ wieder aufgegriffen und daraus das FR-Regio-Projekt ‚Konzeption zur Inwertsetzung des bestehenden Saale-Elster-Kanals einschließlich der begleitenden Infrastruktur und angrenzender Ortschaften‘ entwickelt und beim Sächsischen Staatsministerium des Innern für 2017/2018 beantragt. Das Vorhaben wurde bewilligt, die Bearbeitung läuft und bis zum Ende des Jahres 2018 wird der Endbericht der Konzeption erstellt.“

Die berühmte „Potentialanalyse“ beschäftigte sich mit dem wassertouristischen Ausbau des Kanalstücks, mit den dazu nötigen Baukosten (mit Hebewerk über 100 Millionen Euro) und mit den künftigen Einnahmen der Kanalnutzung, also seiner Wirtschaftlichkeit. Ergebnis, wenn man die Zahlen genauer betrachtet: Nicht mal im Betrieb kostendeckend.

Aber was hat das Bundesverkehrsministerium 2016 (das ist das Jahr, auf das sich die Vorlage tatsächlich bezieht) wirklich vorgelegt? Das Ministerium hat einfach die ganzen Wasserstraßen des Bundes neu sortiert – nämlich nach Hauptwasserstraßen (also solchen Flüssen und Kanälen, die tatsächlich als Wasserstraßen für den Güterverkehr genutzt werden), nach Freizeitwasserstraßen (Flüsse und Kanäle, die nicht für den Güterverkehr gebraucht werden, aber von Motorbooten stark frequentiert sind) und Naturgewässern (also Gewässern ohne jeglichen Motorbootverkehr). Man muss nicht lange blättern: Das, was vom Saale-Elster-Kanal existiert, ist bestenfalls ein Naturgewässer oder eine „naturnahe Wasserstraße“, wie es im zugehörigen Bericht auch genannt wird.

Die Bedeutung der Nebenwasserstraßenfür Freizeit und Tourismus. Karte: Bundesverkehrsministerium

Die Bedeutung der Nebenwasserstraßen für Freizeit und Tourismus. Karte: Bundesverkehrsministerium

Der Unterschied zwischen Freizeitwasserstraßen und „naturnahen Wasserstraßen“:

„An stark mit Motorbooten und Fahrgastschiffen frequentierten Gewässern ( „Freizeitwasserstraßen“) sollte weiterhin Schleusenbetrieb aufrechterhalten werden.

Die Infrastruktur an nur wenig genutzten Gewässern sollte dagegen nur für motorlose Freizeitnutzungen („naturnahe Wasserstraßen“) ausgelegt werden. Der Rückbau oder Umbau von Schleusen­ und Wehranlagen könnte dort, z. B. im Rahmen des Bundesprogramms ‚Blaues Band‘, effektiv in Kombination mit Renaturierungen erfolgen.“

Der Bund denkt also gar nicht daran, hier neue zusätzliche Schleusen und Hebewerke zu bauen, sondern gibt Geld für deren Rückbau.

Aber was ist mit dem Wassertourismus, von dem unsere Wasser-Könige im Grünen Ring immerzu reden?

Dazu bietet der Bericht eine klare Definition.

„Die wesentlichen Indikatoren für die ‚Touristische Bedeutung‘ sind

3 ) Anzahl geschleuster Touristenboote

4 ) Anzahl der Charterboote über Bootszeugnisse

5 ) Anbieterdichte für Charterboote

6 ) Anbieterdichte für Kanuverleih

7 ) Anzahl ansässiger Fahrgastschiffe und Fahrgastkabinenschiffe pro Wasserstraße

8 ) Anzahl geschleuster Fahrgast-­ und Fahrgastkabinenschiffe (Schleusenstatistik).“

Das alles bezieht sich auf den Ist-Zustand. An keiner Stelle wird ein Wasserausbau für neuen Wassertourismus erwähnt oder gar versprochen. Nur beim Ausbau der aktuellen Freizeitnutzungen gibt es Unterstützung. Übrigens genau so, wie es dann in der Metropolregion 2018 auch beschlossen wurde als Antrag: Geld für einen Radweg am Saale-Elster-Kanal und für einige Bootsanlegeplätze.

Das Bundesministerium hat auch eine Rangfolge nach Wichtigkeit der einzelnen Freizeitwasserstraßen aufgestellt, die auch bestimmt, wie stark dort Investitionen hinfließen.

In der Kategorie „sehr hoch“ (lila) und „hoch“ (dunkelrot) befinden sich vor allem die Gewässer rund um Berlin – von der Havel bis zum Elbe-Havel-Kanal. Alles Gewässer, die heute schon von Freizeitsportlern intensiv angenommen und hoch bewertet werden. Die Saale schafft es gerade in die Kategorie „mittel“ (blau) und dort findet man auch den nach wie vor hochumstrittenen Ausbau bei Kreypau als langfristiges Projekt im Bundesverkehrswegeplan, obwohl die Rolle der Saale als Güterverkehrsweg kaum noch eine Rolle spielt.

Die Wichtigkeitsstufe „gering“ (sandbraun) findet man eher an Werra und Ilmenau. Und dann sieht man auch noch diesen kleinen Wurmfortsatz in der Nähe der Saale. Das ist das Teilstück vom Saale-Elster-Kanal, das schon existiert. Es ist orange eingefärbt. Das ist der Wichtigkeitsgrad „sehr gering“.

Womit das Bundesverkehrsministerium 2016 eigentlich klargemacht hat, dass man hier nicht groß investieren wird. Die Gelder, die man zur Verfügung hat, sollten ja mit der Neusortierung endlich ganz den Hauptwasserstraßen zugutekommen. Dazu wurden dann auch noch extra zwei Abteilungen im Ministerium gebildet – eine, die sich um Pflege und Infrastruktur der Hauptwasserstraßen kümmert, und eine, die an den restlichen Freizeitwasserstraßen mit deutlich weniger Geld versucht, Freizeit und Natur unter einen Hut zu bringen.

Vielleicht ist ja mit „neuer Perspektive“ gemeint, dass man nun auf den Weiterbau des Kanals stillschweigend verzichtet und das Geld, das das Ministerium zur Verfügung stellt für Radwege, Rastplätze und Bootsstege dankbar annimmt und das Kanalstück einfach ohne große Eingriffe erlebbar macht.

Leipzigs „Umwelt“bürgermeister hat sich schon im August die Blankovollmacht geben lassen

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 64: Kopf hoch oder „Stell dir vor, die Zukunft ist jetzt“

Saale-Elster-Kanal
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
7 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Zur Sache, Deutschland! Jochen Bittners Versuch, die Gründe für eine zerstrittene Republik zu erfassen
Jochen Bittner: Zur Sache, Deutschland! Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben in turbulenten Zeiten. So turbulent, dass sich auf einmal reihenweise Journalisten gedrängt fühlen, Position zu beziehen zur Zeit. Und zu Deutschland. Zu Haltung, Heimat und der eigenen Arbeit. Natürlich ist so etwas bitter nötig, wenn ein Land scheinbar in Dauer-Empörung versinkt und viele Politiker sichtlich verlernt haben zu erklären, was sie tun. Was, wie Jochen Bittner, dazu führt, dass sich Menschen von Politik nicht mehr repräsentiert, sondern nur noch regiert fühlen.
Video „Sportpunkt“: Die Sendung danach
Sven Köhler - Trainer des VfB Auerbach - im Interview mit Sportpunkt. Screenshot: Sportpunkt

Screenshot: Sportpunkt

Für alle LeserVideo Nach der Jubiläums-Edition zur 50. Sendung, kehrt der Sportpunkt nun zum Tagesgeschäft zurück. In kompakter Form wirft die Ausgabe 51 einen Blick auf das Sportgeschehen der letzten Woche. Zu Wort kommen dabei unter anderem der Auerbacher Trainer Sven Köhler sowie Heiner Backhaus, der ankündigt, seinen Trainerstuhl beim FC International räumen zu wollen.
Kundgebung gegen rechte Verlage auf der Leipziger Buchmesse
Jeder zeigte Lieblingsbücher gegen Hass und Rassismus. Mit dabei ua. (am Banner, vlnr) Irena Rudolf-Kokot (SPD), Katharina Krefft (Grüne), Anna Kaleri (Grüne, Lauter leise e.V.) und Jürgen Kasek (Grüne). Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle LeserDie Leipziger Buchmesse startete am Donnerstag, den 21. März, in die nächste Runde. Bereits am Abend zuvor fand auf dem Augustusplatz erneut eine antirassistische Kundgebung gegen die Präsenz rechter Verlage statt. Das Bündnis „Leipzig liest weltoffen“ hatte dazu aufgerufen und wird auch während der Buchmesse mit einem Stand sowie mehreren Lesungen und Podiumsdebatten präsent sein.
Zur Buchmesse gibt es das Jubiläums-Liederalbum, Claras Blumenbüchlein und eine besondere Ausstellung
Kampagnenmotiv zu 200 Jahre Clara Schumann. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserAm 13. September wäre sie 200 Jahre alt geworden. Und sie ist da: Kaum ein Jubilar wurde in Leipzig in letzter Zeit so gefeiert wie die begabte Pianistin und Komponistin Clara Schumann. Und auch zur Buchmesse ist die Begabte präsent: Anlässlich des 200. Geburtstages von Clara Schumann veröffentlichen der Musikverlag Edition Peters, das Schumann-Haus Leipzig und die digitale Musikplattform Tido Music das „Clara Schumann Jubiläums-Liederalbum“.
Tuberkulose ist ein Problem der Großstädte und der Armut
Verteilung der Tuberkuloseneuerkrankungen in Deutschland. Grafik: IfL, Nationalatlas

Grafik: IfL, Nationalatlas

Für alle LeserMit Karten kann man viele gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar machen. Auch die Herausforderungen für das Gesundheitswesen. Zum Beispiel die Verteilung meldepflichtiger Erkrankungen wie der Tuberkulose. Sie gehörte auch in Deutschland einmal zu den Volkskrankheiten, galt aber lange Zeit als weitgehend verdrängt. Doch mit der Armut kehrt auch sie wieder zurück nach Deutschland. Und mit den Menschen aus den armen Ländern der Welt.
Kreiselternräte werben für den Volksantrag Gemeinschaftsschule für Sachsen
Ein altes Bildungsideal ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen hat ein ziemlich kaputtes Bildungssystem. Das wird einem nicht wirklich bewusst, wenn man die regelmäßigen Jubelmeldungen zu PISA-Ergebnissen oder die Jubelworte der Kultusminister zu den halbjährlichen Bildungsempfehlungen liest. Die keine Bildungsempfehlungen sind, sondern der Versuch, ein ungerechtes System als Vorzeigemodell anzupreisen. Wider besseres Wissen. Aber was heißt schon Wissen?
Warum sehen die Leipziger lauter dumme Werbung im Straßenbild, aber keine Kunst?
Digitales Werbedisplay in der Grimmaischen Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Leipziger Jugendparlament kann ja über den Jugendbeirat nur Anträge stellen, die die Erwachsenen im Stadtrat dann aufgreifen können oder auch nicht. Was sich oft daran entscheidet, wie die Verwaltung auf die Anträge der Jugendlichen reagiert. Und dieser Antrag hier dürfte es schwer haben: Leipzig will ja Geld verdienen damit, dass die Stadt als Werbeträger verkauft wird. Und da wollen die jungen Leute nun Platz für richtige Kunst schaffen ...
Sachsens Flüsse sind noch immer in einem miserablen Zustand
Im Fluss: Unverbautes Gewässer im Erzgebirge. Foto: Uwe Schroeder

Foto: Uwe Schroeder

Für alle LeserAm Freitag, 22. März, ist ganz offiziell Weltwassertag. Und Sachsen wird genauso bedrippelt dastehen wie zu allen Weltwassertagen zuvor: Die Flüsse sind noch immer genauso schmutzig, wertvolle Flussauen sind in einem miserablen Zustand oder trocknen sogar aus, wie die Leipziger Aue. Von einer Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Sachsen kann keine Rede sein, kritisiert der NABU.
A Tribute To The World’s Greatest Entertainers – Sinatra & Friends Tour 2020
Sinatra and Friends. Foto: Andy Juchli

Foto: Andy Juchli

Die Show „Sinatra & Friends“ begeistert nicht nur deutschlandweit in ausverkauften Theatern ihr Publikum und Kritiker gleichermaßen. Durch die drei Briten Stephen Triffitt, Mark Adams und George Daniel Long alias Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. ist es für das Publikum möglich, die größten Showlegenden aller Zeiten – auch bekannt als das berühmt-berüchtigte „Rat Pack“ – live auf der Bühne zu erleben.
Begehbare Black Box auf dem Hauptbahnhof lädt ab heute zum Nachdenken über Heimatverlust und Heimatfinden ein
Visualisierung der Black Box in der Osthalle des Hauptbahnhofs. Foto: Ute Puder

Foto: Ute Puder

Für alle LeserAuch Flucht und Vertreibung haben etwas mit unserer Wahrnehmung zu tun. Deswegen ist der Begriff Heimat so gefühlsbeladen. Er bedeutet deutlich mehr als nur den Ort, an dem sich jemand zu Hause fühlt. Eine gute Gelegenheit für den Gehirnforscher Gerald Hüther, zur Buchmesse nach Leipzig zu kommen. Zumindest virtuell – in einer Black Box in der Osthalle des Hauptbahnhofs.
Böhlitzer kämpfen um das artenreiche Biotop im ehemaligen Steinbruch am Holzberg
Mitglieder der Bürgerinitiative Böhlitz. Foto: BI Böhlitz

Foto: BI Böhlitz

Für alle LeserEs gibt mindestens drei Böhlitz in Westsachsen. Jetzt hat das kleine Böhlitz, das Ortsteil von Thallwitz ist, für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn ein Verkauf, der eines der wertvollsten Biotope nahe des Ortes in eine Deponie zu verwandeln droht, bringt die Böhlitzer auf die Palme. Am 14. März übergaben die Böhlitzer eine Petition an Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags.
Leipziger Buchmesse 2019: Neonazi-Kundgebung statt Kubitschek-Show?
Protest gegen Compact auf der Leipziger Buchmesse. Foto: Tim Wagner

Foto: Tim Wagner

Für alle LeserSowohl in Frankfurt als auch in Leipzig dominierte der rechte Verleger Götz Kubitschek in den vergangenen Jahren die Buchmesse-Berichterstattung. Das wird diesmal wohl anders sein: Kubitscheks „Antaios“-Verlag ist nicht angemeldet. Stattdessen plant die Neonazipartei „Die Rechte“ eine Kundgebung, um sie nach ersten Informationen heute wieder abzusagen. Auch viele eher unbekannte rechte Verlage werden mit Ständen vertreten sein. Bereits am heutigen Mittwoch, den 20. März, findet ab 18 Uhr auf dem Augustusplatz eine antirassistische Kundgebung des Bündnisses „Leipzig liest weltoffen“ statt.
Am 5. August im Täubchenthal: Die britische Soul-Stimme Michael Kiwanuka
Michael Kiwanuka. © 13Artists

© 13Artists

Es brauchte keine zwei EPs, schon konnte Michael Kiwanuka mit seiner einzigartigen Musik Stars wie Adele in seinen Bann ziehen. Nun kommt der Old School Soul-Musiker im August 2019 für zwei Termine nach Leipzig und Stuttgart.
Fehlt es an einem guten Verkehrsmanagement oder fehlen schlicht die sicheren Radwege?
Verkehrsunfall an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße / Käthe-Kollwitz-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 18. März, meldete sich Torsten Herbst mal wieder zu Wort. In Sachsen ist ja längst schon so eine Art Vorwahlkampf zur Landtagswahl entbrannt. Die FDP will wieder rein ins Parlament und versucht nun irgendwie von außen die Themen im Land zu bespielen – so wie Torsten Herbst aus dem Bundestag. Er sprang auf eine Meldung zu den markant gewachsenen Todeszahlen im sächsischen Verkehr an.
Auch im Leipziger Messekonzern gibt es großenteils keine Tarifverträge
Fahnen vor dem Messeturm. Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Foto: Leipziger Messe/Grubitzsch

Für alle Leser Da hat nun so langsam auch Sachsens Staatsregierung das Thema ordentlicher Tarifverträge für sich entdeckt. Etwa wenn Sozialministerin Barbara Klepsch am 6. Dezember sagte: „Zu allererst bedarf es einer angemessenen Entlohnung und guter Arbeitsbedingungen für unsere Pflegekräfte. Es ist wichtig, dass sich die Arbeits- und Sozialministerkonferenz auf diese Themen verständigt. Der Bund sollte auf die Tarifparteien für eine Einführung eines flächendeckenden Tarifvertrages in der Altenpflege einwirken.“ Aber wie sieht es eigentlich bei Sachsens Staatsbetrieben aus?