Uni-Riesen vs. Herten 60:72 – Kein Mittel gegen Conell Crossland

Nach dem Trainerwechsel zu Ty Shaw haben die Uni-Riesen die nächste Niederlage einstecken müssen. Die Luft zu den angestrebten Play-Off-Rängen wird zwar noch nicht dünn, aber selbst die großen Männer müssen sich nun strecken, soll das Saisonziel noch erreicht werden.

Entscheidend aus Sicht des neuen Trainers waren die vielen Offensivrebounds für die Hertener Löwen, für die der US-Amerikaner auch eine Erklärung hatte: „Wir haben einfach überhaupt nicht ausgeblockt, sie hatten es zu leicht.“ Das 60:72 war somit eine verdiente Folge.

Das galt auch für Connell Crosslands Wege zum Korb. Der Amerikaner war mit 28 Punkten, 13 Rebounds und 2 Ballgewinnen der überragende Mann der Hertener, die allerdings schon mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung glänzten. Doch Crossland hatte seine langen und eigentlich recht dürren Arme überall, fischte sich unter beiden Körben die abprallenden Würfe und glänzte mit einem „Alley Hoop“, bei dem er fast noch von oben durch den Ring hätte spucken können. Faszinierende Athletik, doch für die Heimmannschaft eben eine Spur zu viel des Guten.

„Er hat zu oft recht einfach durch die Mitte ziehen dürfen“, befand Ty Shaw nach dem Spiel.

Dabei hatten die Uni-Riesen nach zwei Partien, in denen Sie den Start etwas verschliefen, diesmal einen guten Auftakt. Gleich aus dem ersten Angriff erzielten sie Punkte, seit langer Zeit einmal wieder und hätten sogar höher führen können als 4:0. Es fehlte etwas Wurfglück, so dass die gut ausgeführten Spielzüge nicht von Erfolg gekrönt waren. Gegen Ende des Viertels stellten sich die Gäste bereits in der Verteidigung besser ein, so dass der Spielfluss bei den Riesen unterbunden und die Angriffe statischer wurden. Zu einer knappen Führung zur Sirene reichte es dennoch (15:14).

Es zeigte sich schon in dieser frühen Phase, dass es beiderseits nicht die Partie der Guards, also der kleineren Spieler werden sollte. Oft lagen diese umgerannt von den Schwergewichten auf dem Boden, in einem hart aber größtenteils fair geführten Spiel. Lediglich im dritten Viertel blieb eine Situation als unschön im Gedächtnis. Schon bei der Aufstellung zum Freiwurf gerieten Jorge Schmidt und Connell Crossland wegen einer kurzen Berührung aneinander. Der Schiedsrichter ermahnte Crossland wegen seines kurzen Aufbrausens.

Gleich darauf nutzte der Leipziger Kapitän dies und foulte den Gegenspieler im Spielaufbau, wobei er auf ihn fiel. Das ließ das Pulverfass hochgehen und Cortland schubste Schmidt und beschimpfte ihn. Die Entscheidung der Schiedsrichter war nachvollziehbar: ein persönliches und ein unsportliches Foul gegen den Leipziger, dessen Partie dadurch mit 5 Fouls zu Ende war. Auch Crossland kassierte ein unsportliches Foul, diese beiden hoben sich auf, es ging somit mit Einwurf für Herten weiter.

Zwar musste der Kapitän vom Feld, doch die Hau-Ruck Aktion hatte der Mannschaft noch einmal Leben eingehaucht. Bessere Verteidigung und Souveränitat in den Angriffen verkürzten den Rückstand auf 5 Punkte. „Es war definitiv ein Funke Leben zurück, den haben wir aber durch Offensivrebounds für Herten leider schnell wieder löschen lassen“, analysierte Ty Shaw dies. Was folgte, war dann eine Fortsetzung der Crossland-Show und ein bitterer Spielausgang für den Trainerneuzugang.

Schon am nächsten Wochenende treten die Uni-Riesen wieder zu Hause an, um die Play-Off-Chancen zu wahren. Spielbeginn am Samstag ist bereits um 14:30 Uhr, auch Karten zur Partie des MBC gegen Alba Berlin am Abend berechtigen zum Eintritt. Außerdem haben sich etwa 400 Leipziger Schüler angekündigt, so dass sich auch um das große Parkett die Tribünen füllen werden.


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