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1.FC Lok Leipzig vs. Chemnitzer FC 1:2 – „Ausscheiden tut weh!“

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    Der 1. FC Lok Leipzig ist im Achtelfinale des Sächsischen Landespokals ausgeschieden. Trotz einer kämpferisch und spielerisch starken Leistung verloren die Blau-Gelben vor 3.164 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion gegen Drittligist Chemnitzer FC mit 1:2 (1:0). Kämpferisch war Lok über 90 Minuten die stärkere Mannschaft, kassierte aber in fünf schlechteren Minuten zwei Tore.

    20 Minuten nachdem Pokal-Aus konnte Lok-Trainer Marco Rose auch wieder etwas lachen. „Herr Schädlich hat mir heute das Du angeboten, das ist das beste am heutigen Tage“, bekannte der 36-Jährige bei der Pressekonferenz. Eine deutlich überspitzte Aussage, denn auch wenn sein Team gerade gegen den Drittligisten Chemnitzer FC aus dem Landespokal ausgeschieden war: Sie hatte niemanden im Stadion enttäuscht, sie hat eher beeindruckt, weil sie nachweisen konnte, dass sie gelernt hat – zu allererst, wie man sich als vermeintlicher Außenseiter verhält. Lauerte Lok gegen ein Team wie RB Anfang September lediglich, ohne richtig aggressiv auf den ballführenden Gegner zu gehen, spürten die Chemnitzer Gäste am Sonntagnachmittag immer wieder den heißen Atem ihrer Gegenspieler.
    „Das ist ein höherklassiger Gegner und eine tolle Kulisse, da ist man automatisch richtig heiß“, bekannte Patrick Grandner, der diesmal als Rechtsverteidiger eine bärenstarke Partie ablieferte und selbst immer wieder Druck auf den Gegner brachte. Vor ihm rannte und rammelte bis zu seiner Verletzung Felix Bachmann 38 Minuten lang die rechte Seite auf und ab. Der Ex-Plauener bereitete die Lok-Führung nach drei Minuten vor, indem er nach einem Gästefehlpass den Ex-CFC-Spieler Steve Rolleder schickte, der wunderbar ins lange Eck vollendete und kaum jubelte. „Das Tor habe ich immerhin gegen meinen Ex-Verein gemacht, da wollte ich mich etwas zurücknehmen“, so der 29-Jährige. Rolleder war die einzige Spitze in einer kompakten Lok-Mannschaft, die – und hier hat sie ebenfalls dazugelernt – bei Ballbesitz mutig nach vorn spielte und ballsicher agierte. Allen voran Fatih Alemdar, der auf links fast keinen Fehlpass spielte, aber auch Sebastian Seifert, der gepardengleich mehrmals die ehemaligen Zweitliga-Spieler Pierre Le Beau und Sascha Pfeffer auf der linken Seiten abschüttelte.
    Lediglich in den zehn Minuten nach der Führung ließ Lok defensiv etwas zu, hatte in drei Situationen Glück, dass nach Tohuwabohu im Strafraum kein Chemnitzer das Tor traf. Ansonsten ergänzten sich auch Hildebrandt und Kittler – heute vor der Abwehr – perfekt. Hildebrandt versuchte immer wieder Ballgewinne schnell zu verwerten, schickte mehrmals Engler, der allerdings kein Glück hatte. Unterstützt von 500 Gästefans zeigten sich die Himmelblauen beeindruckt, versemmelten reihenweise einfache Bälle im Spielaufbau. „Ich habe meiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass sie sofort da sein soll, wenn die Gäste den Anschein machen sollten, dass sie glauben, mit ein paar Prozenten weniger hier bestehen zu können. Das hat mein Team gemacht“, so Lok-Trainer Marco Rose.
    Sein Gegenüber zeigte sich beeindruckt von der blau-gelben Leistung in der ersten Halbzeit. „Da hat Lok richtig gut gestanden und richtig gut gearbeitet. Mir war klar, dass es hier schwer wird. Gerade in der ersten Halbzeit haben das meine Spieler offenbar anders gesehen.“ Doch Schädlich gelang nach einer Stunde ein vorentscheidender Schachzug. Für die blassen Jansen und Semmer schickte er Makarenko und Förster ins Spiel, die für mehr Kombinationssicherheit und Leichtfüßigkeit sorgten. Der Favorit kam zurück ins Spiel, das er binnen fünf Minuten drehte. Erst staubte Hörnig nach einer Ecke ab, dann traf Anton Fink mit einem Schuss aus 16 Metern, der Gäng wohl eine Staublunge verschafft haben dürfte. „Trotzdem blieb Lok immer gefährlich und wir haben das dritte Tor verpasst. Letztendlich sind wir froh, dass wir das Spiel gezogen haben“, so Schädlich. Spahiu und der eingewechselte Schulz ließen in der Schlussphase noch Möglichkeiten für Lok aus. Trotzdem feierte das Probstheidaer Publikum sein Team, auch wenn Marco Rose bekannte. „Ausscheiden tut weh. Immerhin trauen wir uns zu, mehr Kontakte zu spielen und sind wieder einen Schritt weitergekommen. Die Chemnitzer Offensivqualität hat sich letztendlich durchgesetzt.“
    1.FC Lok Leipzig: Gäng – Grandner, Krug, Theodosiadis, Seifert – Bachmann (38. Spahiu), Hildebrandt (76. Brumme), Kittler, Alemdar – Engler (76. Schulz), Rolleder. Trainer: Marco Rose.
    Chemnitzer FC: Pentke – Le Beau, Birk, Bankert, Landeka – Körnig – Pfeffer, Kegel (90. Mrowiec), Semmer (54. Förster) – Jansen (54. Makarenko) – Fink. Trainer: Gerd Schädlich.

    Torfolge: 1:0 Rolleder (3.), 1:1 Hornig (64.), 1:2 Fink (68.), Schiedsrichter: Jens Klemm (Gröditz), Zuschauer: 3.164 im Bruno-Plache Stadion, Leipzig.

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