Was auch immer die landauf, landab bekannte Kleiderorder bringen mag - sie ist symbolischer Natur und verändert im wahrsten Wortsinn nur den Augenschein. Doch aktuell scheint sich einiges auch unterhalb der sichtbaren Oberfläche zu tun im Probstheidaer Verein. Vorstände und Fans des 1. FC Lok rufen zu Coolness und Spaß am Fußball selbst auf. Gegen die Kleiderordnung scheinen nur einige Hardliner zu sein. Die neue Vereinsspitze von Lok unterstützt diese jedoch offen.

Vorstandschef Heiko Spauke führt erst kurz den angeschlagenen 1. FC Lok. Doch er und der neue Schatzmeister Jens Kesseler haben offenbar sehr gut verstanden, was der Loksche hilft und was sie überhaupt nicht gebrauchen kann. So lässt Kesseler im Vorfeld des Spiels via Facebook verbreiten: “…eine Bitte für das Spiel gegen RasenBallsport am kommenden Mittwoch: Feuert unsere Mannschaft an und sorgt so für eine Gänsehautatmosphäre – und das alles auf einer friedlichen und sportlich fairen Basis. So wird diese Partie nicht nur zu einem unvergesslichen Erlebnis für Mannschaft und Fans, sondern Ihr macht auch dringend benötigte positive Werbung für unseren Verein.”

In Kesselers Facebookstatement zum Thema “Außenansichten” bei Lok merkt er zudem an: “Des Weiteren wird auf die Kleiderordnung hingewiesen, die ähnlich auch im Bruno-Plache-Stadion gilt. Das heißt, dass rechtes Verhalten, alle rechten Symboliken und Zahlencodes nicht geduldet werden. Wir bitten alle Lokfans, im Interesse unseres Vereines, darum die Regeln einzuhalten.”
Doch während der Stadtrivale RB Leipzig am Mittwoch bereits in die Zukunft mit Relegation und eventuellem Aufstieg blicken kann, sind für Spauke mit einem friedlichen Verlauf beim Derby längst nicht alle Fragen geklärt. Neben Sponsorengesprächen und einer Neuordnung des Probstheidaer Vereins wünscht sich der neue Vorstand ein klares Signal seitens der Stadt Leipzig. Denn offenbar hält man sich, mal wieder möchte man fast sagen, seitens Sportamt und Verwaltung auffallend zurück, wenn es um die Stärkung von Bemühungen seitens der Probstheidaer geht. “Als Unterstützung der Stadt wäre ein klares Statement pro Lok gut. Und vor allem, dass man dem Verein und dem neuem Präsidium eine Chance und die nötige Zeit gibt, ein neues Image aufzubauen. Zusätzlich wären Fördermittel hilfreich, die Imagekampagnen unterstützen.”

Sportlich sind die Probstheidaer in Sachen Klassenerhalt zwar aus dem Gröbsten raus, doch der Respekt vor dem Abstiegsgespenst ist immer noch da. “Der Klassenerhalt bedeutet weiter harte Arbeit und wir werden sie erledigen”, kündigte Lok-Trainer Marco Rose bereits nach dem 1:1 vom Sonntag gegen Germania Halberstadt an. Vor dem großen Spiel gegen die Rasenballer plagen die Blau-Gelben einige Verletzungssorgen. Albrecht Brumme wird definitiv mit Knieproblemen ausfallen, Ronny Surma wartet noch auf das MRT-Ergebnis und Torhüter Christopher Gäng plagt sich seit Sonntag mit Oberschenkelproblemen.

“Wer spielen kann, können wir so erst morgen entscheiden”, erklärte Co-Trainer Eric Eiselt am Dienstagabend. Klar ist, dass mit Felix Bachmann ein Rekonvaleszent in den Kader zurückkehrt. Möglicherweise hilft der ebenfalls lange verletzte Marcus Brodkorb schon von Anfang an. “Wichtig wird sein, dass wir immer schnell hinter den Ball kommen, die Räume verdichten und richtig in den Zweikämpfen dagegen halten”, so Eiselt.

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