DHfK-Handballer Uli Streitenberger: „Ich spiele für die Region“

Er ist für einen Handballer eher klein, aber Uli Streitenberger hat die notwendigen Portionen Willen, die Cleverness, die Technik und die Beweglichkeit, um trotzdem in der 2. Handball-Bundesliga eine starke Rolle zu spielen. Die offensive Abwehrvorhut des SC DHfK arbeitet aber auch neben der Platte dafür, dass der Verein eine lange Zukunft hat.
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Treffpunkt Innenstadt. Uli Streitenberger schlendert am frühen Nachmittag in das verabredete Café, sein Arbeitgeber hatte nichts dagegen, dass er sich mal aus dem Haus begibt und einen privaten Pressetermin wahrnimmt. Kunststück. Streitenberger arbeitet bei dem Verein, für den er spielt, für den SC DHfK. Für die Grün-Weißen betreut und akquiriert er Sponsoren, damit es irgendwann in die 1. Bundesliga gehen kann. Das Ziel ist groß, die Arbeit im sportdurchtränkten Leipzig – in dem viele Vereine um die Firmen buhlen – umfangreich. „Um unser Ziel zu erreichen, brauchen wir zuallererst mehr Geld als jetzt. Unser Etat ist halb so groß wie der des finanzärmsten Erstligisten“, weiß der gebürtige Dresdner, der sich nicht für den Job in der Geschäftsstelle qualifiziert hat, weil er besonders gut lächeln und Händeschütteln kann, sondern weil er Ahnung von der Materie hat.
In Leipzig studierte er bis 2007 Sportmanagement. Natürlich ist so ein Posten beim eigenen Verein für einen Handballspieler auf diesem Niveau nur praktisch. „Früh ist Training, dann bin ich auf Arbeit und abends ist wieder Training.“ Auf der Geschäftsstelle gibt es keinen Stress, wenn er für Spiele oder das Training ein paar Stunden verpasst. Überhaupt regiert an seinem Arbeitsplatz meist die Harmonie, denn seine Kollegen wie Daniel Andrä oder Uwe Kirchhoff und sein Vorgesetzter, Geschäftsführer Karsten Günther, sind ehemalige Studienkollegen. Mit Andrä und Günther wohnte Streitenberger sogar zeitweise zusammen. „Dass mein ehemaliger WG-Bewohner nun mein Chef ist, ist kein Problem. Wir arbeiten als Team, mit einer klaren Aufgabenverteilung und die Hierarchie ist flach.“ Mit Andrä und Günther war Streitenberger 1999 überhaupt erst nach Leipzig gekommen. „Concordia Delitzsch hatte gerade das erste Jahr 2. Bundesliga gespielt und wollte sich eine leistungsstarke Nachwuchsabteilung aufbauen, da hat man viele Jungs aus der Sachsenauswahl angesprochen“, erinnert sich der damals 17-Jährige, der das Angebot annahm und von Dresden nach Leipzig ins Sportinternat umzog.
Die Keimzelle seiner Handballkarriere war eine kleine Handball-AG auf der Grundschule. „Das Angebot hing in der Schule aus und wir sind einfach zu siebt oder acht hin und wollten uns das mal anschauen.“ Als die AG nicht mehr stattfand, wurde ihm angeboten, beim HSV Dresden weiter Handball zu spielen, von wo aus das Talent dann zu Concordia Delitzsch wechselte. Zusammen mit Streitenberger, Andrä und Günther wechselten auch der heutige Rostocker Rico Göde und der heutige Nationalspieler Lars Kaufmann nach Delitzsch, Silvio Heinevetter kam ein Jahr später dazu. Keine besonders geschickte Frage, aber warum spielt Lars Kaufmann 1. Liga und Nationalmannschaft und Sie nicht, Herr Streitenberger? „Lars hat körperlich ganz andere Voraussetzungen, ich bin eher klein. Man muss da auch einfach realistisch sein.“ Während Kaufmann Concordia mit dem Erstliga-Aufstieg verließ, blieb sein Mannschaftskollege, spielte die 1. Liga-Saison mit Delitzsch. Doch die Konkurrenz war zu stark, Concordia stieg als Letzter wieder ab. Streitenberger erinnert sich trotzdem gern an dieses Jahr. „Wir sind damals als Tabellenletzter zum Spitzenreiter nach Kiel gefahren. Da waren über 10.000 Leute in der Halle. Von uns waren keine Fans mit, die Kieler haben uns auch einfach mit beklatscht. Für so eine tolle Stimmung in der Halle, spielst du Handball.“ Der Kontakt zu Kaufmann hält heute immer noch, obwohl sich ihre Wege so unterschiedlich fortsetzten.

Nachdem Concorcia Delitzsch 2010 Insolvenz beantragen musste, wechselte Streitenberger nicht innerhalb der zweiten Liga, sondern nach Leipzig zum SC DHfK in die 3. Liga. „Ich habe es immer so gesehen, dass ich für eine Region spiele und nicht für einen Verein. Da war es naheliegend, dass ich hierbleibe.“ Zumal er zum SC DHfK durch seine Studienkollegen sowieso einen guten Draht hatte. Die Leipziger hatten Ziele, sich die 1. Bundesliga auf die Fahne geschrieben. Nach der Delitzscher Insolvenz kam ein ganzer Schwung Spieler rüber nach Leipzig, der Verein stieg binnen zwei Jahren zweimal auf.
Den Aufstieg in die 1. Liga will der Verein allerdings jetzt noch nicht anpeilen, obwohl der Aufsteiger durchaus auf Tuchfühlung ist. Streitenberger kennt sowohl die sportliche als auch die wirtschaftliche Arbeit, die notwendig ist, um sich nach einem Erstliga-Aufstieg auf Dauer halten zu können. „Wir hatten schon einmal einen Fall in der Region, wo der Verein schnell wieder runter ging. Wenn wir den Aufstieg schaffen, muss der Klassenerhalt in der 1. Liga auch realistisch sein. Unser Kader muss also noch breiter besetzt und die Spitzenspieler noch besser sein, um 1. Liga zu spielen. Außerdem müssen die Strukturen weiter wachsen“, weiß der studierte Sportmanager. Wie lange das dauern könnte, weiß er allerdings nur so ungefähr. „Vielleicht zwei bis drei Jahre“, und schiebt nach: „Wir spüren die große Handballtradition und das Interesse an Männerhandball in der Stadt. Unsere Mannschaft ist jung, das Team drum herum ist dynamisch und bereit, ganz viel Zeit und Kraft in das Ziel zu investieren. Dieses Paket ist unsere Stärke.“

In drei Jahren wäre Streitenberger fast 33, ob er dann noch spielt oder alle Zeit für die Sponsoren des SC DHfK aufwenden wird, weiß er heute noch nicht. „Das wird mein Körper entscheiden. Solange die Leistung stimmt und ich dem Verein sportlich helfen kann, bleibe ich dabei.“ Derzeit ist Streitenberger jedenfalls nicht aus dem Team des Aufsteigers wegzudenken. „Uli ist im offensiven Abwehrbereich durch seinen Laufaufwand, seine Intensität und mittlerweile auch seiner Erfahrung einer der besten Spieler der 2. Liga und vielleicht sogar der 1. Liga. Auf ihn ist immer Verlass, gerade in Phasen, wo es nicht so läuft“, urteilt sein Trainer Uwe Jungandreas über die Nummer 6 des SC DHfK. Vor 11 Jahren hat der Trainer begonnen, den damaligen Teenager zu formen. „Er ist ein Musterbeispiel von einem Spieler, der sich alles schwer erarbeitet hat, denn eigentlich hat er nicht die körperlichen Voraussetzungen für Handball auf diesem Niveau und ist zudem noch schwerhörig.“
Von Geburt an hat Streitenberger nur 50 Prozent Hörfähigkeit auf beiden Ohren, aber er selbst sieht das locker. „Nicht ich muss damit leben, sondern die anderen müssen damit leben.“ Logisch, denn er lebt ja seit fast 30 Jahren damit und wusste, was zu tun war, um trotzdem dieses Niveau zu erreichen. „Wenn nur der Erfolg zählt, muss ich mehr tun, wenn ich irgendwo im Nachteil bin. Das heißt, wenn ich nicht so gut höre, muss ich Wege und Möglichkeiten finden, um das als Fehlerquelle auszuschließen.“ Der Handballer, der während des Spiels die Hörgeräte in der Kabine lässt, liest viel von den Lippen ab und räumt ein: „Es gibt genügend Automatismen. Bei gutem Spielverständnis weißt du auch, welcher Spielzug kommen wird, und eigentlich sollte man es nicht überbewerten. Ich sehe jedenfalls kein Handicap darin.“ In lauten Hallen hörten seine Mitspieler auch nicht viel besser als er. „Und falls ich doch mal etwas nicht höre, müssen sie eben mal schreien.“

Nächste Saison müssten seine Kameraden durch die Arena brüllen, denn in diese wird der SC DHfK ab Sommer ziehen. „Das ist der nächste Schritt auf unserem Weg. In der Ernst-Grube-Halle sind die Vermarktungsmöglichkeiten ausgeschöpft.“ Da spricht der studierte Sportmanager. Einen ersten Probelauf gibt es am 16. März gegen Post Schwerin, der Verein will den Rekord für die größte 2. Liga-Kulisse in Deutschland brechen und 6.400 Fans in die Arena locken. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen werden“, so Streitenberger, der zuvor mit seinem Team jedoch noch ein paar andere Gegner zu bespielen hat.

Sonntagabend geht es in der Ernst-Grube-Halle erstmal gegen Tabellennachbar Emsdetten. Das Hinspiel gegen die Münsterländer hat der SC DHfK 26:33 verloren. „Das ist eine starke Mannschaft. Im Hinspiel haben wir nie eine gute Abwehr hinbekommen.“ Das wird diesmal nicht viel einfacher. Streitenberger und Co müssen die beiden Kreisläufer Cristian Telehuz (Meniskuseinriss) und Thomas Oehlrich (ein Spiel Sperre nach roter Karte in Rostock) ersetzen. „Es wird sicher einige taktische Varianten geben, auf jeden Fall muss aber jeder einen Schritt mehr machen. Wir wollen in der oberen Tabellenregion bleiben und unsere gute Entwicklung fortsetzen.“ Und an deren Ende soll die 1. Liga stehen – für den Verein und die Region. Anwurf gegen den Tabellen-Sechsten TV Emsdetten ist Sonntag, 17:00 Uhr, in der Ernst-Grube-Halle.


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