Bewegungsmelder Handball: SG LVB droht am Samstag Rechtsverkehr

LVB-Trainer Jens Große muss für das wichtige Duell gegen den Tabellenvorletzten HSG Pohlheim am Samstag umplanen. Mit Georg Eulitz, Marcus Leuendorf und Jacob Fritsch drohen gleich drei seiner vier Linkshänder auszufallen. Einzig Jan Höhne könnte dann "linke" Dinger machen. Zudem ist auch der Einsatz von Kapitän Max Berthold fraglich.

Zweimal Wadenzerrung, einmal „Knie“, so lauten die Diagnosen im Linkshänder-Lazarett der SG LVB. Georg Eulitz zwickt es schon seit Wochen in der Wade, Leuendorf seit dem Auswärtsspiel in Aue, wo Jacob Fritsch sich eine Verletzung am Knie zugezogen hat. Was dem Rotschopf konkret fehlt, wird per MRT am Freitag diagnostiziert. LVB-Trainer Jens Große hofft, dass alles halb so wild ist. „Vielleicht geben die Ärzte grünes Licht und er kann am Samstag spielen. Ebenfalls hoffen wir natürlich auch auf die Genesung von Marcus und Georg, das würde vieles leichter machen. Sollten alle drei Spieler ausfallen, wäre das eine enorme Schwächung.“ Dann wäre Jan Höhne der einzige verbliebene Linkshänder in einem Team, das am Samstag dringend beide Punkte in Leipzig behalten will, um so den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößern zu können.
Doch als wären die genannten Krankmeldungen nicht schon ausreichend, hat es nun auch noch Kapitän und Spielmacher Max Berthold erwischt. Er knickte am Montag im Training unglücklich um und bangt nun um seinen Einsatz. „Die Chancen für einen Einsatz stehen nicht gut“, befürchtet sein Trainer Jens Große, „aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“.

„Die Verletzungen sind ein ganz schöner Tiefschlag, aber wir wollen in diesem wichtigen Spiel trotzdem alles geben“, so Große kämpferisch. Das Hinspiel in Pohlheim ging allerdings mit 23:30 verloren. „Wir waren erst 15 Minuten vor Anpfiff in der Halle, hatten eine große ungeplante Umleitung bei der Anfahrt. Im Endeffekt sind wir kalt in die Partie gegangen und konnten uns nicht vollkommen fokussieren“, erinnert sich der Trainer an die Niederlage in der Nähe von Gießen.

Die Gäste werden darauf hoffen, dass sie in keine Umleitung geraten, obgleich sie – angeblich – soundso ohne große Erwartungen nach Leipzig reisen. „Leipzig ist daheim stark, wir werden sehen, was auf uns zukommt. Durch die Niederlagen gegen die direkte Konkurrenten Aschersleben und Münster haben wir schon zwei sogenannte Endspiele verloren“, so Pohlheims Trainer Horst Schmandt, der auf seinen zweitbesten Torschützen Christian Schäfer und Linksaußen Dennis Weisel verzichten muss. Auch wenn sein Team schon vier Punkte vom rettenden Ufer trennen, lässt Schmandt sie den Druck nicht spüren. „Vielleicht lag es bisher nur daran, dass die Spieler nicht unbeschwert aufspielen konnten. Nun können sie es.“

Anwurf in der Sporthalle Brüderhalle ist Samstag schon 17:00 Uhr, statt ursprünglich geplant 19:30 Uhr, damit alle Fans pünktlich zum All-Star-Game in die Große Arena kommen können.


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